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Montag,
03.10.2011 - Wir geh'n steil - Saisonende 2011

Das
war's für dieses Jahr.
Nach zwei durch
irgendwelche Knochenbrüche im Vorfeld verpatzen Jahresabschlüssen bin
ich diesmal ohne Blessuren ins Ziel gekommen.
Heute stand bei schönem warmen Spätsommerwetter
der
Münsterland-Giro,
das dritt größte Jedermannrennen in Deutschland mit insgesamt rund 4.400
Teilnehmern über verschiedene Streckenlängen auf dem Zettel. Irgendwie
klar, dass ich mich für die Längste entschied, oder?
Nach der zugegebenermaßen anstrengenden Saison
wollte ich nach dem NordseeMan nicht so einfach Schluss machen - hätte
ich den Münster-Marathon laufen können, hätte die liebe Seele Ruhe
gehabt, aber so nicht ;-)
Nachdem ich mit Jaco am Wochenende ausgiebig den
Saisonschluss begossen; Entschuldigung: auf einer Herrenrunde
"befahren", hatte und die der De-Hydrierung geschuldeten Kopfschmerzen
abgeklungen waren, fuhr ich heute früh durch dichten Nebel zum Start in
die Münsteraner Nordstadt. Knappe 10 Grad zeigte das Thermometer.
Armlinge waren also sinnvoll und angebracht. Tatsächlich habe ich sie
erst nach weit mehr als der Hälfte heruntergerollt.
Die Runde des Münsterland-Giro führt in jedem Jahr
über eine andere Strecke im Münsterland. Bei der heutigen Austragung
führte sie unter anderem in den Kreis Steinfurt und damit über bzw. in
den Teutoburger Wald (Wir geh'n steil), und dabei auch über meinen
"Hausberg" in Holperdorp. Den erreichten wir nach einer sehr unruhigen
Fahrt in einer sehr großen Gruppe nach gut 49 KM. Hier und an den
folgenden Erdverwerfungen auf den nächsten ca. 45 KM wurde diese Gruppe
immer wieder auseinandergezogen, fand sich früher oder später aber
irgendwie immer wieder. An den Bergen hatte ich meist die Nase vorn, um
dann auf den Abfahrten wieder eingeholt zu werden. Erst nach dem letzten
Anstieg nach Tecklenburg (KM 95) und der folgenden Abfahrt konnte ich
mich in der Spitze festsetzen und mit 5 - 7 weiteren Teilnehmern die
Tempoarbeit machen. Bis ca. KM 130. Hier kam dann die erwartete Attacke
und das Ausscheidungsrennen begann. Ganz ohne Stürze und
"Feindberührungen" ging das nicht ab. Ich neige ja eher zu einer
defensiven Fahrweise, da ich eh keinen Blumenpott gewinnen kann, und kam
mit Glück wieder eine bis drei Minuten später gut durch ins Ziel. Zwei
Minuten vorher muss es unmittelbar vor dem Zielstrich ziemlich heftig
geknallt haben - zwei Rettungswagen standen kurz vor den Zielkanal und
transportierten verletzte Fahrer ab :-(
Im Gegensatz zu anderen Berichten im Internet habe
ich ich nur sehr wenige und bis auf diesen einen, glimpflich abgegangene
Stürze gehen. Vielleicht lag's auch daran, dass ich mich beim Start vorne
in den Startblock gestellt habe und damit (noch) größerem Getummel aus
dem Weg gegangen bin. Der Nachteil dieser Gruppe war, dass wir die
vordere nicht mehr erreichen konnten und bei uns das Tempo zeitweilig
etwas verschleppt wurde. Vorfahren macht dann keinen Sinn, weil man eh'
wieder eingeholt wird.
Wie dem auch sei.
Die 144,5 KM
(777 HM) hatten nach 3:51h
ein Ende, Platz 285 von 675 und ein Schnitt von 37,5 KM/h stimmen mich
ganz zufrieden. Damit habe ich sehr gerne
eine Kiste ANDECHSER Weizenbier an Jaco verloren. Ich hatte gewettet,
dass ich unter 35 KM/h fahren werde.
Das kleine Schwarze ist geputzt und wartet auf den
langweiligen Einsatz auf der Rolle, die Wäsche gewaschen und getrocknet.
Die Winterpause fängt an.
Am kommenden Samstag starte ich dann wieder beim
IronMan Hawaii - online und . Das wird eine lange Nacht.

Mittwoch,
21.09.2011 - Ein lachendes und ein weinendes Auge (oder
jeweils mehr?)
Da nun schon wieder einige Wochen seit meinem
letzten Blogeintrag ins Land gegangen sind, muss ich heute beim
Schreiben und Ihr beim lesen etwas Zeit mitbringen.
Seit meinem erfolgreichen Überleben beim NordseeMan habe ich keine
Laufrunde zu Ende gebracht. Zu stark waren die Schmerzen im linken Knie
seit dem Wettkampf beim Laufen. Und nur beim Laufen. Kein Problem auf
dem Rad oder bei der Beinpresse im Fitnessraum. So sind in diesem Monat
bis heute nur lumpige 15 Laufkilometerzustande gekommen. Ich hoffe allerdings
darauf, dass ich am kommenden Wochenende das Training nach einer
weiteren 2-wöchigen Pause wieder aufnehmen kann.
In der Tat ist die Luft seit dem NordseeMan ziemlich raus. selbst die
Anmeldung zum Münsterland Giro am 3. Oktober kann mich nicht richtig
motovieren, mich zu quälen. Aber das muss ich zu dieser Jahreszeit auch
nicht mehr wirklich. Die Saison 2011 ist im Grunde vorbei und der Blick
richtet sich zögerlich auf 2012.
Um so mehr habe ich mich über ein Schreiben vom niedersächsischen
Triathlon Verband gefreut. Die Depesche erreichte mich per reitendem
Boten am letzten Wochenende. Der Inhalt: ein Schreiben, in den sich der
Verband entschuldigt, dass ich als Bronzemedaillengewinner der
Landesmeisterschaften in der AK M45 am Veranstaltungstag nicht mit der
Medaille und der Urkunde nach Hause gehen konnte - dabei war ich es, der
nicht an der Siegerehrung teilnahm. Die Urkunde und die dekorative
Medaille waren dem Schreiben beigelegt und werden sicher einen
Ehrenplatz bei mir finden. Darauf bin ich doch ein wenig stolz.
Die letzten vergangenen Wochen haben wir dann zu einem Großteil
Lisa gewidmet. Der Semesterbeginn in Magdeburg steht nun unmittelbar
bevor. Das hat zur Folge, dass die WG-Bewohner seit Wochen mit dem
zusammenklauben von Möbeln und Ausrüstungsgegenständen für die neue
Wohnung beschäftigt waren. Nur allzu klar, dass auch die Eltern ab und an
mit zur Hand gegen mussten. (K)eine Frage der Ehre und mehr eine
Selbstverständlichkeit. Lisas "Hauptumzug" stand am vergangenen Montag an.
Zusammen mit Christine haben wir die letzten Möbel, Wäsche
etc.
nach "FernOst" (Zitat von der Uni Madgeburg) gebracht, gebohrt,
montiert, hin- und her geräumt und Gardinen genäht. Die vorerst
letzten Nägel waren Dienstag früh in der Wand, danach nahte der Abschied
- für alle nicht ganz einfach. Für Lisa ist es eine neue Herausforderung
in einem neuen Lebensabschnitt und wir freuen uns darüber mit ihr. Der
Gewöhnungsprozess wird wohl ein wenig andauern. Meine innere Flagge hing
heute jedenfalls auf Halbmast.
Zuvor
allerdings hatte ich noch die Freude, eines von Lisas
Geburtstagsgeschenken einzulösen. Von ihrem Freunden hatte sie eine
Paris-Reise geschenkt bekommen, bei der ich Chauffeur und Reiseführer in
Personalunion sein durfte ;-)
Am frühen Freitagmorgen sind wir mit dem Auto losgestochen und waren
gute 6 Stunden später im Hotel im 19. Arrondissement.
Viel Zeit haben wir hier nicht verloren und haben uns direkt zur
nächsten Metrostation aufgemacht um mit dem obligatorischen
Touristenprogramm zu beginnen. Am ersten Nachmittag standen der Arc de
Triomphe und natürlich der Eiffelturm mit
Trocadero auf dem Programm. Zwischenzeitlich sind wir über die
Champs Elysees gewandert, vorbei an den Palästen und am
Invalidendom. Am relativ frühen Abend waren wir nach gefühlten Millionen
gelatschten Kilometern derart platt, dass wir nach einem (recht
schlechten) Essen in Hotelnähe direkt ins Bett gefallen sind.
Als ich kaum älter als Lisa war, habe ich übrigens mein "teuerstes Bier"
in Paris getrunken. Damals im Bereich des Centre George Pompidou für
ungefähre 5 DM. An der Tatsache hat sich nichts geändert. An diesem
Wochenende war ich regelmäßig mit 8-9 Euro dabei (0,5 ltr.).
Der Samstag war dann weitaus anstrengender. Die verbleibenden
wichtigsten Sehenswürdigkeiten der hektisch-lauten Stadt mit den meisten
Hundescheißehaufen und Pinkelecken der Welt (mein Gefühl) mussten
abgehakt werden. Die Metro haben wir dabei am wenigsten genutzt und
mehr auf meine bescheidenen Ortskenntnisse vertraut. Mit Erfolg
übrigens.
Sacre Coeur und das im wahrsten Sinne des Wortes "malerische"
Viertel Montmartre standen zuerst auf der To-Do-Liste. Moulin Rouge,
Galleries La Fayette, L'Opera, Notre Dame folgten unmittelbar zu
Fuß. Im Schatten der von vielen Besuchern belagerte Kathedrale liegt
übrigens die beste Eisbude von Paris. Klar, dass wir zum
Berthillions mussten um dort vier ausgesprochen leckere kleine
Kugeln für € 7,50 zu kaufen. Die Wartezeit in der Schlange hielt sich
bei mäßigen Temperaturen zum Glück in angenehmen Grenzen. Den Louvre
haben wir nur kurz gestreift, um die von Lisas Freunden gebuchte
Stadtrundfahrt mit Eiffelturmbesichtigung und Seine-Rundfahrt nicht zu
verpassen. Die Tour alleine dauerte über 4 Stunden und war ihr Geld
allemal wert!
Im Anschluss daran konnten wir mit Mühe und Not noch einen Döner
ergattern und haben den Abend bei einem Bier gegenüber unserm Hotel
ausklingen lassen - die Hotelbar hatte schon geschlossen, als wir von
der Stadtrundfahrt zurück kamen.
Der Sonntag stand dann nach einer angenehmen Nacht im Zeichen der
Rückfahrt und dem Packen der verbliebenen Kartons und Kisten ins Auto
und in den kleinen Anhänger, der sich im laufe der letzten Wochen als
wahres Platzwunder herausgestellt hat.

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Sonntag, 04.09.2011 - TEUTOTOUR
Der heutige Sonntag machte
die Qual der Wahl, die Auswahl einer geeigneten Bewegungseinheit schwer:
Zum einen hatte ich mir eine (mindestens) zweistündige Radausfahrt in
den Plan geschrieben. Dagegen standen: Schwimmen (ja wirklich!), die RTF
in Harsewinkel über 200 KM, der Triathlon in Bad Rothenfelde und, wenn
man so will: das Volksradfahren in Versmold-Loxten über 50 KM
Nachdem ich mich gestern einen überlangen Tag über mit Lisa und ihren
WG-Kumpels ("Die Freaks") in Magdeburg und Braunschweig herum getrieben
habe, war ich heute früh kaum aus den Federn zu bewegen. So fiel der
eigentliche Favorit (RTF) schon mal hinten runter. Mal abgesehen davon,
dass ich noch nicht einmal das Regenwetter gepeilt hatte.
Klar, dass das Volksradfahren keine wirkliche Option darstellte, oder?
Die Wahl fiel auf eine locker-lange Schwimmeinheit, An- und Abfahrt mit
dem Mountainbike (dazu später).
Nachdem ich die Sachen gepackt hatte, habe ich mich kurzerhand um
entschlossen, das MTB gesattelt und bin nach Bad Iburg gestiefelt. Hier
fand heute die TEUTOTOUR statt,
ein Mountainbike Event über wahlweise 20 oder 40 KM, ohne Zeitnahme,
durch und über die Teutoburger Wald rund um Bad Iburg. Klar - wo sonst??
Der Radhändler und Schrauber meines Vertrauens hatte mir den Floh schon
im letzten Jahr ins Ohr gesetzt, aber damals hatte ich andere Probleme
;-). Über 550 StarterInnen, aufgrund des Regens weniger als im Vorjahr,
gingen heute auf die eine oder zwei unterschiedlichen Runden. Teilweise
Familienväter mit ihren Sprösslingen, die schon recht ambitioniert zur
Sache gingen. Die erste Runde war dann auch, bis auf ein oder zwei
Abfahrten für MTB-Anfänger wie mich tauglich. Bergauf war ich ganz gut
dabei, bergab etwas zögerlich. Daran muss ich wohl, wie auf dem Rennrad,
noch arbeiten. Gut: meine Sportbrille mit Klipp-In, die ich mir vor der
TransAlp zugelegt hatte, erfüllte voll und ganz ihren Zweck. Kein
Vergleich zur Benutzung der Kontaktlinsen, mit denen ich die Hindernisse
oft erst zu spät sehe bzw. richtig einschätzen kann. 400 HM auf den
ersten 20 KM, 550 auf den zweiten, auch technisch anspruchsvolleren. Die
drückende, feuchte Wärme sorgte für einen permanenten Schweißfluss,
besonders auf den zwei oder drei über 20-prozentigen Steigungen. Bis
dato war mir unbekannt, dass es so etwas hier gibt.
Der
Schrauber meines
Vertrauens ist also auch vor drei Wochen der (Mountainbike-)Händler
meines Vertrauens geworden. In seinem Fundus von Ladenhütern hat er noch
ein angestaubtes Modell des TREK6000 hervorgekramt, das mir wie auf den
Leib geschneidert passt, und mir bislang schon viel Freude bereitet hat.
Das Testrad aus dem Laden hat einige wenige KM runter, ist also
neuwertig. Kein Vergleich zu meinem alten HaiBike, das zwar schön
aussah, sich aber nicht gut fahren ließ. Das TREK dagegen fährt sich in
der Bewegung wie ein Rennradrad und "arbeitet mit". Das hat sich
besonders heute gezeigt, als ich Auf- und Abfahrten problemlos fahren
konnte, an denen ich mit dem alten gestanden hätte.
Ein Nachtrag zu zum NordseeMan vom letzten Wochenende, den ich weiter
verfolgen muss: Trotz der hohen Anstrengung über knapp 5 Stunden
hatte ich diesmal keine nennenswerten Probleme bei der Energieversorgung
bzw. mit dem Essen nach dem Wettkampf.
Zum Frühstück habe ich mit nur einem Brötchen, 1 Joghurt und etwas Müsli
mit Sicherheit zu wenig gegessen. Auf dem Rad hatte ich diesmal kein
Maltodextrin dabei sondern nur zwei Flaschen mit "Multipower
Isodrink". 35-gr-Proben, die wir beim OstseeMan bekommen haben und
ich aus Faulheit in die Flaschen gefüllt hatte. Von den angebotenen
Getränken auf der Radstrecke habe ich zwar eine Flasche Wasser genommen,
aber nicht getrunken. Dazu noch 3 POWERT-Gels.
Bei Laufen habe ich nach 10 KM etwas Wasser getrunken. Danach erst
wieder im Ziel.
In Zukunft werde ich mal das Malto weglassen und nur den ISODRINK
in die Flaschen füllen. Vielleicht ist das der Problemlöser...!???

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... so steht es in meinem
Trainingstagebuch geschrieben.
Wie ich in einem der letzten Posts "schrob", fühle ich mich gut und
würde "lieber heute als morgen einen raushauen". Irgendwie ist es nicht
an dem.
Am letzten Dienstag wollte ich locker
zügig meine 15 KM-Lieblingsrunde laufen, als nach etwas mehr als 3 KM
plötzlich nichts mehr ging. Stechende Schmerzen bei jedem Schritt im
rechten Bein, irgendwo zwischen Hüfte und Gesäß. Bis dahin hatte ich
mich wirklich wohl und zu allem fähig gefühlt. Und nun das: ich konnte
das Bein nicht mehr zu einer flüssigen Pendelbewegung überreden, die
Schuhsohle berührte immer häufiger den Asphalt unter meinen Füssen. Die
durch die Schmerzen verursachten Ausgleichsbewegungen taten ihr übriges,
um mich am nächsten Tag zur Einnahme von Schmerzmitteln zu bewegen - was
ich seit Urzeiten (abgesehen bei Kopfweh) nicht getan habe.
Die drei Radausfahren auf dem Zeitfahrrad indes waren waren zwar nicht
schmerzfrei aber sehr schnell und motivierend. Schwimmen ist meistens
auch ohne Rückenprobleme zu bewerkstelligen.
Da sich die Probleme in stark abgeschwächter Form auch beim normalen
Gehen tagelang bemerkbar machten, habe ich den Triathlon in Hückeswagen
sausen lassen. In der Hoffnung, am kommenden Wochenende beim NordseeMan
in Wilhelmshaven einigermaßen über den Halbmarathon zu kommen. Den
Marathon in Münster habe ich gestrichen.
Ein Testlauf gestern
Mittag war eine Katastrophe. Die 15 KM habe ich nur mit drei Gehpausen
bewältigen können.
Anyway. Die Triathlon-Saison ist für mich am
Wochenende eh' vorbei, die Laufsaison habe ich wieder einmal nicht
begonnen ;-)
Heute vor genau einem Jahr habe ich (vergeblich) auf meine Schulter-OP
gewartet, da war ich wesentlich schlechter drauf.
Wahrscheinlich hänge nun doch noch das Radrennen in Münster am 3.
Oktober zum Saisonausklang hinten dran.

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Sonntag, 14. August 2011 - TOUR Transalp 2011 - nachgetreten (Vol. 2)
Überraschend befand sich im
letzten TeutoExpress am Wochenende noch ein weiterer Kurzbericht
zur Transalp.
Drei Zeitungsberichte sind es also geworden, die den lokalen
Wettbewerb in den Schatten stellt.
Eine dingende Bitte also an alle: haltet die Telefonleitungen
frei und spamt uns beiden die Postfächer nicht voll. Ich rechne
mit Unmengen von Sponsorenanfragen in nächster Zeit ;-))
Ansonsten habe ich das permanente Regenwetter dazu benutzt,
nicht in Rheine zu starten und statt dessen einige Fotos zu
archivieren und zu sortieren.
Dabei sind ein paar neue
Bildergalerien auf unserer
Homepage zustande
gekommen.
Nach den verkorksten Langdistanz in Glücksburg fühle ich mich
nach einer sehr ruhigen Woche sehr gut und hätte lieber heute
als morgen einen rausgehauen. Ich bezweifle, dass ich die Beine
noch eine Woche still halten kann.
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Freitag, 12. August 2011 - TOUR Transalp 2011 - nachgetreten
Per reitendem Boten erreichte mich
heute die Ausgabe der GOSLARSCHEN Gazette vom 11. August mit einem
geschönten Artikel über unsere Transalp
Die Nachricht auf dem angepappten Zettel "..deshalb bin ich "A" und Du
"B"!..." stammt von meinem warum auch immer hochgeschätzten Teampartner
und zielt auf unsere Startnummern ab.
Als "A" hat Jaco es geschafft, uns eine halbe Zeitungsseite zu sichern.
Bei mir hatte es eben nur zu einer Namensnennung im Haller Kreisblatt
gereicht.
Hier der komplette Bericht
Danke, Du "A..." ;-)

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Mittwoch, 10. August 2011 - OstseeMan 2011 - Der
Rennbericht
Was ist denn im Blog los???
117 Klicks am (Renn)Sonntag,
normal sind durchschnittlich 5-7! Es gibt wohl doch mehr als 2
Leser hier ;-)) Danke dafür!!
Der Rennbericht steht jetzt auf unserer
Homepage zum Lesen bereit, die Bildergallerie fehlt noch.
@ Amadeus: Ja, die Saison geht
weiter. Zumindest was den Triathlon betrifft. Ob ich den
Herbstmarathon laufe, sei mal dahin gestellt.
Weil ich mich gut fühle, habe ich mich noch kurz vor knapp beim
Triathlon in Rheine am Sonntag angemeldet. Mal sehen, was
geht.
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Sonntag, 07.August 2011 - OstseeMan 2011 - D.N.F.
Did Not Finish, verbirgt sich hinter
den 3 Buchstaben
Ich habe auf meine Körpersignale
gehört und bin heute nach der ersten Laufrunde ausgestiegen.
Passiert ist mir nix, Christines
Pott Nudeln und das Flens dazu waren lecker und warten jetzt,
während ich auf dem Sofa liege, auf die Verwertung.
Näheres dazu und warum der Tag im
grunde schon um 5 Uhr früh ein Sch...tag war, später.
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Samstag, 06. August 2011 - Liveticker beim OstseeMan
2011
Sie können bei der 10. Auflage des OstseeMan Triathlon in Glücksburg
nicht live dabei sein? Kein Problem! Das Team der Flensburg Fjord
Tourismus GmbH bringt Sie in regelmäßigen Abständen auf den neusten
Stand.
Hier geht
es am Raceday ab 07:00
Uhr zum
aktuellen Geschehen.
Startnummer 210

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| Zentralheizung |
Na hoffentlich nicht! Seit dem
wir gestern in unsere Ferienwohnung im 5. Stock, direkt an der
Flensburger Förde eingezogen sind, hat und der Regen weitgehend
im Griff. Zum Glück ist es ein warmer Regen, unterbrochen von
trockenen Abschnitten und etwas Sonne am Abend.
Für die innere Wärme kann man ja etwas tun…
Bei starkem Westwind
habe ich heute eine Runde auf der Radstrecke gedreht. Irgendwie
hatte ich seit dem letzten Start vor drei Jahren einige heftige
Steigungen verdrängt. Nichts langes, aber es bringt einen ebenso
aus dem Rhythmus und kostet Kraft, wie die recht vielen
90-Grad-Kurven. Pro 30-KM-Runde kommen so ca 260 HM zusammen.
Die Vorhersage für Sonntag schwankt zwischen mehr oder weniger
Regen bei Temperaturen knapp unter 20 Grad, was ja im Prinzip
nicht in Ordnung ist. Beim Laufen ist es halt blöd, wenn die
Schuhe immer schwerer werden und sich die Füße wegen der
anhaltenden Nässe auflösen ;-)
Zum Plan: Ich hoffe, dass ich in
knapp unter 1:15h wieder an Land gespült und zwischenzeitlich
von Feuerquallen verschont bleibe. Wie ich die 1:11 vor 3 Jahren
gemacht habe, ist mir ein Rätsel…
Der erste Wechsel in 3-4 Minuten. Gespannt bin ich dann wieder
auf die Radzeit. 5:36h sollten aber auch bei windigen
Verhältnissen zu schlagen sein. Ich hoffe mal auf eine 5:20 mit
einem zweiten Wechsel so um die 2-3 Minuten. Dann würde ich nach
ca. 6:47 Stunden den Marathon auf dem welligen 5-Runden-Kurs
starten. Wenn ich nicht komplett zum Wanderer werde, sind 4 h
und damit mein Ziel von 10:45h erreichbar.
Etwas Glück hatte ich heute noch, als ich feststellte, dass die
rechte Armauflage an meinem Lenker gebrochen ist. Ein
Ersatzteil, dass der gemeine Radhändler für gewöhnlich nicht
vorrätig hat. Der Zufall trieb uns zu dem Radladen, in
Flensburg, der hier beim OstseeMan den Bikeservice macht. Gerade
dieser hinter vergitterten Schaufenstern in einem Hinterhof
gelegene Laden hatte für das Rad eines Kunden ausgerechnet die
linke Armauflage von demselben Hersteller gebraucht. Da es die
Dinger nur paarweise gibt…
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| Marsch
der Nationen |
Die Pasta-Party haben wir uns
heute gespart. Als einige Hundert Menschen im Rahmen des
Nationenmarsches zeitgleich die Futtertröge ansteuerten, saßen
wir in einem Lokal am Marktplatz bei lecker Essen und lokalem
(rate mal welches) Pils.
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| Kappeln |
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| Kite-Surfer
beim "uns" am Strand |

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Sonntag, 24.07.2011 - Ich bin eine Null!

Was lange gärt, wird endlich gut!
Eine Woche habe ich benötigt, um in
meiner Erinnerung zu kramen, Gedanken zu ordnen und Abläufe
nachzulesen.
Seit heute ist er fertig, mein
persönlicher Bericht zur Alpenüberquerung. Viele meiner Gedanken habe
ich auf 11 DIN-A-Seiten zum
Download bzw. in Tagesetappen zum
Online lesen auf unserer Website untergebracht. Einiges wird fehlen.
Mit Sicherheit die Einschätzung, das wir im letzten Jahr die Tans-X
sicher nicht wie geplant durchgestanden hätten. Konditionell war
zumindest ich unter dem Niveau von diesem Jahr. Der Gepäcktransport am
Rad oder auf dem Rücken hätte die Sache nicht angenehmer gemacht, auch
ween es sich nicht um ein Radrennen gehandelt hätt, die Strecke kürzer
und die Höhenmeter weniger waren.
Anyway. Viel Spaß beim Lesen


Es ist vollbracht!
Jaco und ich haben unser mehr oder
weniger gehütetes Ziel in die erste Hälfte der Gesamtwertung zu kommen,
gerade so erfüllt. Darauf sind wir, wie wir finden zu Recht, stolz.
38:58:23h haben wir für die 917 Kilometer über 22 Alpenpässe von
Sonthofen nach Arco am Gardasee benötigt. 101. unserer Altersklasse
(Masters) und Platz 294 overall haben wir in der Schlussabrechnung
belegt.
610 Teams wurden nach der ersten und nur
noch 557 nach der 7. und letzten Etappe im Ziel in Arco gewertet. Wie
viele tatsächlich gestartet sind ist mir nicht bekannt.
Anyway: Mit meinem tiefstapelnden
Teampartner Jaco hatte ich einen mindestens gleichwertigen Partner zur
Seite, der mich von den Pässen heruntergebracht und in der Fläche ins
Etappenziel gezogen hat. Nicht nur unterwegs, sondern vor allem vor und
nach den Rennen hatten wir jede Menge Spaß zusammen, was nicht zuletzt
auch am gemeinsamen Biergeschmack gelegen haben kann.
Die Transalp 2011 war mit Sicherheit
nicht das letzte gemeinsame Event. Wir sind da schon was am planen dran;
zusammen mit Georg und Sascha vom Team NRW...
Nach nunmehr 5 Tagen nach Rennende
versuche ich noch immer meine Gedanken zu ordnen und das Kopfkino in
Gang zu bringen. Ich habe angefangen einen Bericht über die Transalp zu
schreiben, benötige aber wohl noch ein paar Tage dafür.
Also dranbleiben...

| Meldung vom 23.06.2011 |
 |
Tolle Aussichten
Die Vorfreude ist riesig, denn nun sind es nur noch wenige Stunden bis
zum Start der 9.Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma. Um 10.00 Uhr
startet das Feld am Sonntag in Sonhofen in Richtung Italien. Auch der
Wettergott hat ein Einsehen, denn nachdem es heute schon den ganzen Tag
in strömen regnet, ist pünktlich zum Start dieser einzigartigen Tour
Sommerwetter mit Temperaturen um 25 Grad angesagt.

Am Sonntag früh geht sie nun in Sonthofen los, die TOUR-Transalp 2011. Jaco
und ich werden am Samstagmorgen gemeinsam, wie treffen uns in Kassel,
anreisen.
Die Startnummern stehen fest: Wir haben unter dem Teamnamen "Die
Kampfzwerge" die Startnummer 624 bekommen. Als Zweierteam 624 A (Jaco) und
624 B (ich). Damit dürften wir eine der höchsten vergebenen Startnummern
bekommen haben und zumindest am Sonntag aus dem allerletzten Startblock auf
die Reise gehen..
Nach aktuellen Informationen ist das Rennen über 7 Etappen
- 917,32 KM lang
- und führt über 19.553 Höhnmeter über den Alpenkamm
von Sonthofen bis zum Gardasee. Die 7 Tagesetappen sind auf der Grafik
links dargestellt.
Auf der Website des Veranstalters wird es tägliche Updates zum Stand der
Dinge geben.
Da wir alle als Zweierteam starten müssen, wird es eine Teamwertung geben,
in der die Zielzeit des langsameren Fahrers einfließt. In den vergangenen
Jahren werden die Einzelergebnisse zwar auch ausgewertet und täglich
veröffentlicht, haben aber keinen offiziellen Charakter. Warum nicht die
kumulierte Zeit der beiden Teamgefährten in die Wertung eingeht, ist mir
bislang schleierhaft. Ist auch egal.
Wir fahren mit um eine für unsere bescheidenen Verhältnisse, gute
Platzierung zu erreichen. Alleine der Olympische Gedanke "dabei sein ist
alles" ist uns beiden zu wenig. Wir sind uns beide einig darüber, dass wir
nicht um Spitzenplätze mitfahren werden und können. Was heißt "eine gute
Platzierung"?
Es gibt offiziell 600 Teams (angesichts unserer Startnummer müssen es
mindestens 624 sein). Da wollen wir wenigsten in der ersten Hälfte im Ziel
sein, besser weiter vorne. Während Jaco den Vorteil hat, vor zwei Jahren
schon einmal dabei gewesen und gefinished zuhaben, bin ich ja ein totaler
Rookie, was die Alpen angeht, aber trotzdem optimistisch.
Dennoch haben wir unseren ursprünglichen Teamnamen nach unserem persönlichen
Kennenlernen von "Die Optimisten" in "Die Kampfzwerge", angelehnt an unsere
Körpergröße, umbenannt

-
Zwei liebenswerte "Rotzlöffel" am Straßenrand sprachen das aus, was
vermutlich viele dachten!
Klar, die
waren stark beeinflusst durch keinen geringeren als unseren
Pressesprecher, Ihrem Erzeuger ;-)
Recht haben
Sie trotzdem!
Zum dritten
Mal haben wir es geschafft, am Firmenlauf, eingebettet in der "Nacht
von Borgholzhausen", teilzunehmen. Stattliche 4 Teams á 3
TeilnehmerInnen standen pünktlich an der Startlinie. Ein Team war
ein reines Frauen (AuszubildInnen)-Team, ein Walker Team und zwei
Teams starteten als Mixed-Teams.
Zum ersten
Mal hatten wir keine Ausfälle vor dem Start.
Wichtig ist
zu erwähnen, dass von den zwölf Startern lediglich 4 schon
mindestens einmal an einer Laufveranstaltung teilgenommen haben!
Alle anderen waren bisher mehr oder weniger laufunerfahren und haben
zum Teil erst vor kurzem mit dem Lauftraining begonnen! Umso mehr
freut es mich, dass es alle 12 Starter schafften mit guten Zeiten
die 3 Meilen (4,8 KM) zu absolvieren.
Obwohl es die
eine oder andere Überraschung gab, wäre es ungerecht, an dieser
Stelle Namen hervorzuheben. Alle haben Ihren Teil dazu beigetragen,
dass wir folgende gute Platzierungen erreichen konnten:
Team THERMOTRAFFIC I (Walking)
- Simone
Große-Wichtrup 39:52.5
- Elke
Neumann 41:40,5
- Sarah Belot
42:03.1
Gesamt
2:03:36.1 / Platz 104 / Platz 4 Walking Teams
Team THERMOTRAFFIC II
- Melanie
Möllmann 37:54.1
- Daria
Gross 38:20.6
- Jasmin Ens
40:21.9
Gesamt:
01:56:36.6 - Platz 100 / Platz 14 Frauen
Team
THERMOTRAFFIC III
- Thorsten
Schulde i.d. Bäumen 26:51.4
- Hans
Kuss 30:49.6
- Svenja
Berhorn 34:40.6
Gesamt:
1:32:21.6 - Platz 89 / Platz 35 Mixed Teams
Team
THERMOTRAFFIC IV
- Reiner
Döpke 20:09.1
- Marius
Thiemann 24:04.9
- Anja
Schürmann 28:21.8
Gesamt:
1:12:35.8 - Platz 42 / Platz 11 Mixed Teams
Nicht zuletzt
durch unsere Auszubildenden wurden wir als Firma häufig durch den
Streckensprecher erwähnt, sie "schleppten" auch eine Vertreterin des
Haller Kreisblattes heran, die einige Fotos von unserem Team machte.
Wegen der
kühlen und regnerischen Witterung war der Publikumszuspruch im
Veranstaltungsbereich leider sehr gering - im Vergleich zu den
Vorjahren. Das komplette Fehlen der Werksmannschaften von STORCK und
nur sehr wenige Team von Schüco machten sich ebenfalls negativ
bemerkbar. Insgesamt waren nur etwas über 310 Läufer am Start - in
Spitzenzeiten waren es über 3000!
Zu guter
letzt wurde noch unser Walking-Team als viertes Team auf der
Siegerehrung geehrt!

Firmenlauf
Platz 34 in der Einzelwertung in 20:10 Minuten, Platz 11 in der Teamwertung.
Bericht folgt

Ich will mal nicht unzufrieden sein.
Eine Verbesserung der Gesamtzeit im Vergleich zum Vorjahr bei subjektiv
wesentlich schlechteren Bedingungen.
Hier der Rennbericht

 |
| Was guckst Du - ich
fress' Dich! |
Soo. Da sind nun auch die wichtigsten Fragen
beantwortet.
Nach drei Tagen im Harz bleibt als Wesentliches festzuhalten:
- Jaco und ich passen menschlich zu einander und spielen in einer Liga
(obwohl er ein klassischer Tiefstapler ist.)
- Das Wichtigste aber: Wir brauchen Bier als Sprit. Ohne den kommen wir
die Berge nicht anständig hoch ;-))
Das verlängerte Wochenende sollte ja nicht nur einem einzigen und
abschließenden Radtraining vor der
TRANSALP sondern vor allem auch den gegenseitigen Kennenlernen
dienen. Bislang "kannten" wir und nur aus einigen Mails und einem
Telefonat im letzten Jahr. Ich befürchtete, was Jaco als
Wiederholungstäter bestätigte: Die meisten der Rennteilnehmer verbringen
die Zeit nach dem Rennen bei Wasser und Fruchtsaft. Alkoholkonsumenten
werden schon mal schief angeguckt. Was nun, wenn der Teamkollege einer
von der anderen Fraktion ist?
Alle Sorge war umsonst. Das haben wir an den beiden Abenden zusammen mit
Jacos lieber Frau ausgelitert.
Sportlich war da auch noch was.
Nachdem ich bereits am Freitagabend nach Goslar angereist und mich in einer
schön-ruhigen-aber-spießigen Unterkunft eingenistet hatte, sind wir am
Samstagmorgen um 10:00Uhr zur ersten Radeinheit gestartet. Jaco hatte sie
sich als Ortskundiger eigens ausgearbeitet. Er kennt im Harz wirklich jeden
Winkel ;-)
Danke
dafür, falls Du das liest!
Nicht zuletzt aufgrund der kühlen Witterung waren wir nach 4:18h und 118 KM
(2.25 HM) wieder an der Burg. Der Verkehr war wegen der Pfingstfeiertage und
des zumindest trockenen Wetters allerdings schon sehr hoch, was den Spaß ein
wenig beeinträchtigt hat.
Die ersten gut 2 Stunden waren gut zu fahren, wenngleich es mit 12 Grad
doch etwas kühl war. Die Temperaturen sanken logischer Weise mit
steigenden Höhenmetern. Leider schlug das Wetter dann um und wir quälten
uns noch weitere 2:15h bei strömenden Regen und Temperaturen um die 9
Grad durch den Harz. Lediglich an den Anstiegen wurden wir in unseren
komplett durchnässten Klamotten wieder etwas warm - die sonst schönen
und lang herbei gesehnten Abfahren waren vor Kälte kaum auszuhalten. Nie
haben wir so gefroren wie am Samstag! Dennoch kamen 138 KM und gut 2500
Höhenmeter zusammen.
Die Kälte hat ganz besonders Jaco als Spanier, der erst im zarten Alter
von zwei Monaten nach Deutschland kam und seit dem hier lebt, zugesetzt.
Er ist dank seiner Herkunft selbstverständlich ganz andere Temperaturen
gewohnt. Ein Wunder, dass er keine Pelzmütze unter dem Helm getragen hat
(oder hatte er doch???)
Nachdem wir unsere Körperkerntemperatur zuhause bzw. in der Pension
unter der Dusche und im Bett wieder auf Vordermann gebracht hatten,
haben wir uns in der Goslarer Altstadt in einer
Pizzeria
wieder gestärkt.
An dieser Stelle muss gesagt werden: In meinem hohen Alter habe ich noch
NIE eine so hervorragende Pizza gegessen wie
hier.
Und ich bin schon verdammt alt und habe schon verdammt viele Pizzen in
mich hinein gedrückt.
Um die konsumierten Biere möchte ich an dieser Stelle kein weiteres Wort
verlieren ;-)
Das Szenario am Sonntag war ähnlich. Allerdings starteten wir bei
strahlendem Sonnenschein und bekamen quasi keinen Regen ab. Kühl war es
im Oberharz dann trotzdem.
Schon beim ersten Anstieg zum Torfhaus hatte ich
Mühe Jaco zu folgen. Nachdem sich der Puls wieder beruhigt hatte, war
ich dann am bis zu 15% steilen Anstieg auf dem
Wurmberg
- nach dem Brocken der zweit höchste Berg im Harz, und er höchste
Niedersachsen - die Nase knapp vorn.
Nach einer erneut legendären Pizza und dem einen oder anderen
Scheidebecher im
Goslarer Brauhaus
trennten sich dann leider unsere Wege für die nächsten zwei Wochen. Dann
geeeehhhht'ss loooss!
Weil Jaco heute früh arbeiten musste und ich alleine nicht fahren
mochte, bin ich auf anraten der beiden gelaufen. Nur 3,5 KM von
meiner Herberge entfernt liegt die
Granetalsperre,
die man wunderbar (besonders bei dem warmen Sonnenschein heute)
umlaufen kann. Eine Runde um den etwas zackenförmigen Stausee ist
erstaunliche 14 KM lang. So war ich froh, dass ich nach 21 KM und
1:37h noch einigermassen pünktlich zum Frühstück zurück im Gästehaus
war. Der tiefe Respekt der Wirtin und ihres Sohnes war mir sicher
;-)

Jetzt geeeeht's loooos!
Allmählich wird es auch Zeit.
Temperaturen bis 30°C, strahlend
blauer Himmel und Geruch von gegrilltem Nacken allenthalben. Die
Bikini-Figur ist auch so weit da, wie im Vorjahr - das Bier schmeckt
einfach zu gut ;-)
Sonntagmorgen um 8 Uhr habe ich mich auf den Weg nach Hannover
Limmer gemacht, nachdem wir schon am Samstag in Hannover Shoppen
waren bzw. die Startunterlagen abgeholt hatten.
Erst zuhause stellte sich heraus, dass den Unterlagen eine falsche
Startnummer beigelegt war - ein Fehler, der mich am Sonntag gut 40
Minuten kostete und ich so kaum noch die Stimmung in der Wechselzone
aufnehmen konnte. Das war aber nicht dramatisch.
Kurz
vor knapp hatte ich mich in den neuen Trisuit von H96 gezwängt -
sitzt wirklich sehr eng, das Teil. Danach bin ich in den Schatten
gegangen, um mit etwas weniger Schweiß am Körper den noch engeren
Neo anzuziehen. Das hat dann doch etwas Zeit gekostet. Ich fürchte,
dass ich hier im nächsten Jahr investieren muss, obwohl ich wie
gesagt dasselbe Körpergewicht wie im Vorjahr erreicht habe. Die
Körperproportionen haben sich verschoben.
Wobei: eng ist es überall. An den
Beinen, Amen und am Bast sowieso...
21 °C hatte der Mittellandkanal, das
mag wohl auch gestimmt haben. Eine willkommene Abkühlung als um
11:30h in der prallen Sonne der Startschuss fiel. Relativ schnell
konnte ich relativ frei schwimmen. Aufgrund der Algen am Kanalufer
hatte ich mich diesmal zur Mitte hin orientiert, was vor und nach
der Wende auf der eigentlich 1,9 KM langen Strecke fast zu
Zusammenstößen geführt hätte. Hätte, wäre wenn... - passiert ist
nix.
Nach für meine Verhältnisse "nur" 28
Minuten bin ich dann wieder mit Unterstützung der engagierten Helfer
an Land gekrabbelt und war überrascht über die wirklich gute Zeit
(24. meine Altersklasse). In einschlägigen Internetforen wird
orakelt, dass die Strecke nur 1,7 KM lang war - hmm das mag sein,
denn ich bin bei meinem viertem Start hier die weitaus schnellste
Zeit geschwommen - was wohl nicht am wenigen Training liegt. Egal -
die Strecke war für alle gleich.
Der Weg in die Wechselzone ist umso
länger. So saß ich dann auch erst nach 5:20 Minuten auf dem Roten
Büffel, auf dem ich mich nicht so richtig wohl gefühlt habe,
trotzdem ich in diesem Jahr schon knappe 700 KM darauf problemlos
und auch schnell trainiert habe. Bei immer stärker werdendem Wind
war ich dann doch recht froh, als ich nach 90KM bzw. 2:40h (inkl.
zweimal Laufen in der Wechselzone) wieder absteigen konnte.
Die Temperaturen lagen mittlerweile
bei gut 30 Grad und kletterten noch ein wenig höher - Bedingungen,
wie im Vorjahr.
Den Halbmarathon bin ich im
Gegensatz zu 2010 durchgelaufen - abgesehen von den
"Erfrischungspausen" an den Verpflegungsständen, an denen ich Wasser
in und über mich zur Kühlung geschüttet habe. Den vielen Pausen ist
es dann auch geschuldet, dass in nach einem Halbmathon von 1:48h das
Ziel "erst" nach 5:03h erreicht habe.
Darüber bin ich eigentlich sehr
enttäuscht! Ein "sub 5" war das Ziel, die Zeit habe ich auf dem Rad
und an den Verpflegungsstellen, ohne die es nicht gegangen wäre,
verloren. In sofern sollte ich also zufrieden mit dem Resultat
sein.
Zielzeit: 05:03:37 / Platz 107 v. 331 Finisher (AK Pl. 19 von 92).
Solide, aber nicht den Erwartungen entsprochen! Das muss ich noch
einmal sacken lassen und analysieren.

Mein Trainingsaufenthalt im Schwarzwald liegt
schon wieder zwei Wochen hinter mir. Bis zum darauffolgenden Wochenende
hatte ich mit den Folgen zu kämpfen. Motiviert war ich - aber müde und
abgeschlagen. Weltmeisterliche Trainingsergebnisse waren nicht zu erwarten
und auch nicht geplant ;-). So bin ich in der Woche auch nur 26 KM
gelaufen, immerhin 168 KM Rad gefahren und 4 KM geschwommen.
Bemerkenswert dabei ist die eine und erste Schwimmeinheit nach 3 Wochen. In
der Zwischenzeit habe ich einen echten Formverlust erlitten. Kein Wunder,
wenn man auch sonst nur einmal pro Woche ins Wasser steigt. Zudem habe ich
die Einheit von Tag zu Tag nach hinten verschoben. Am Sonntag musste ich
dann also ran. Zum Glück war das Wetter kühl und ich konnte mich für ein
Training im Freibad aufraffen. Im Neo natürlich. Während der Sommerzeit
öffnen Frei- und Hallenbad in Versmold am Wochenende erst um 10:00 Uhr und
sind dann gleich mit allen möglichen Menschen bevölkert, die ein Training
auf der einzigen abgeleinten Bahn zumeist unmöglich machen. Da bietet sich
ein Freiwasserschwimmen im Pool nahezu an.
Abgesehen davon, dass sich viele Menschen im Hallenbad die Nase an der
Scheibe platt gedrückt und sich vermutlich gefragt haben, welcher Idiot sich
da draußen in den Fetischanzug zwängt, lief es ganz gut - nachdem ich das
Ding erst mal alleine geschlossen hatte. Irgendwie hat sich meine
Körpergeometrie in den letzten Jahren doch verändert. Nein, nein, das
Gewicht ist saisongemäss wieder im Rahmen. Um die 69 KG liege ich derzeit.
Kurzum: nach 500 Metern dachte ich , dass mir
meine Arme abfallen. Anschließend habe ich mich in 500 Meter-Abschnitten
immer ein Stück weiter gequält. 3 KM sollten es schon werden. An der Marke
angekommen, hatte ich etwas Blut geleckt und wollte auch wissen, wie lange
ich derzeit auf 3,8 KM brauche. Die letzen 200 Meter auf 4 KM waren dann
Formsache. Quasi. Nachts im Bett und an den nächsten Tagen sah es anders auf
- die Arme waren wohl doch abgefallen. Die Zeit war grottenschlecht, das ist
sie aber immer beim ersten Mal im Neoprenanzug.
Das Ausziehen des Anzugs dauerte übrigens fast genau so lange wie das
Anziehen...
Auf dem Rad hatte ich zumindest das erste Erfolgserlebnis nach dem
Trainingslager: Ich bin meine 76KM-Runde in persönlichem Rundenrekord
gefahren. Was ich allerdings auch auf den starken Wind zurückführte, der
mich zumeist irgendwie unterstützte. Ein inneres Vergnügen bereitete mir
dabei ein Duell mit einem Rollerfahrer über ca. 5 KM, das ich - wenn auch
knapp - für mich entscheiden konnte.
In dieser Woche ging es dann wieder etwas
ambitionierter zur Sache. Zum einen erfordern Krankheits- und
Urlaubsvertretungen für die nächsten 4 Wochen irgendwie ein Ventil, zum
anderen kam die Form wieder. Bereits am Montag bin ich die ehemalige
Volkslaufstrecke in Bad Laer (18,4 KM) gelaufen. Die ist mit einem Teil über
den Blomberg schon etwas anspruchsvoller - aber auch abwechslungsreicher und
eigentlich motivierender. Aufgrund der vielen Hunde(köttel) und Nordic
Walker laufe ich sie aber nur wenige Male im Jahr. 1:25h war nach langer
Zeit wieder eine im vorderen Mittelfeld.
Dienstag ruhig, nur 1:30h Fitness mit erhöhten Gewichten, die wieder etwas
Muskelkater in den Armen verursachten. Wohl auch und vor allem, weil ich
dieses Training in letzter Zeit zugunsten der Radeinheiten vernachlässigt
habe und max. einmal pro Woche in den Ring steige.
Am Mittwoch Abend bin ich dann wieder mit dem roten Büffel auf die
76KM-Melle-Runde gegangen, erneut mit neuer Bestzeit (wenn auch nur wenige
Sekunden). Aaaber: Wesentlich weniger Wind - und wenn, kam er an den
Schlüsselstellen von vorne.
Donnerstag: Laufen - 20 KM-Versmold-Runde bei starkem Wind. 1:27h.
Auch das eine Zeit, die ich das letzte mal im Februar 2009 realisieren
konnte. Damals war ich in der letzten Vorbereitungsphase für den Hamburg
Marathon.
Am Freitag Abend bin ich dann wieder bei nur 14Grad Außen- und ca. 19/20
Grad Wassertemperatur mit dem Neo im Pool gewesen. 3 KM. Diesmal schon
besser in 01:02h und weniger Nachwirkungen.
Heute stand ein langer Lauf auf dem Plan. 27,6 KM zum Feldmarksee und
zurück. 2:04h. Die drittschnellste Zeit auf der Runde, ever! Nachwirkungen:
Wieder ein blauer Zehennagel mehr. Aber sonst wenige. Die blauen Zehennägel
sind mir mittlerweile egal. Hauptsache ich kann wieder laufen.
Die Zeit wäre jetzt eigentlich reif für einen Halbmarathon. Dafür reicht die
Zeit aber nicht. Die kommenden 5 Wochen(enden) werden sehr anstrengend:
- Nächste Woche: Mitteldistanz in Hannover
- Pfingsten Trainingslager im Harz mit Jaco
- Danach das Hammerwochenende: Samstag als erstes die Kurzdistanz am Edersee,
abends der Firmenlauf in Borgholzhausen über 5 KM und am Sonntag die
Kurzdistanz in Peine.
- ab 26.Juni bis 03. Juli: TOUR Transalp
Ich denke, dass ich einen Solo-Halbmarathon zu Zeit wieder in ca.
1:27h laufen könnte. Mal sehen, was das Resultat beim Triathlon in Hannover
am Sonntag ist. Vor einem Jahr bin ich nach einem für mich guten Radsplit
auf der Laufstrecke wegen Rückenproblemen eingegangen wie eine Primel im
Frühsommer und habe fast genau 2h dafür gebraucht. Unter 1:40h sollten es
diesmal schon werden, zumal das Wetter nach heutigen Erkenntnissen wieder
schön sonnig und warm werden soll.

Samstag, 07.05.2011 -
Höhenmeter anstatt Ruhetag
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kurz vorm "K..."
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Reisetag ins hausgemachte Trainingslager. Christine wird die eine
Woche nutzen um auszuspannen und hoffentlich ihre Krankheiten in den
Griff zu bekommen, für mich ist es die Vorbereitung für die Transalp.
Ich will und muss Höhenmeter und Kilometer sammeln.
Um 7 Uhr sind wir zuhause losgefahren,
mit der Sonne der Sonne entgegen. Nach knapp 6 ½ Stunden konnten wir
unsere FeWo in Münstertal beziehen.
Auf dem Weg von Freiburg bis ins
Münstertal lotste uns das Navi über eine zwar traumhaft schöne aber
steile Strecke über den Schauinsland. Beim 18%-Schild sagte ich zu
Christine „hier kriegst Du das Kotzen, wenn du hier hoch musst“.
Na ja – ich musste
einfach da hoch, und zwar noch am selben Nachmittag. Ich bin zwar nur
knapp 54 KM gefahren – für die habe ich aber auch 2:23h gebraucht. 1360
Höhenmeter . Nach knapp 4 KM bergauf musste ich kurz halten, um den Puls
wieder unter Kontrolle zu bringen. Den ersten Anstieg bin ich wohl etwas
zu ambitioniert angegangen.
Leider haben wir hier in der FeWo keinerlei WLan oder Mobile-Netz, so
dass ich die kommenden Einträge erst später hochladen kann.
Sonntag, 08.05.2011 –
Muttertag

Für
heute hatte ich mir eine 110KM-Runde mit 870 HM in den Trainingsplan
eingetragen. Überwiegend flach in der Rheinebene und mit Anstiegen auf
der zweiten Hälfte. Bei weit über 25 Grad in der Sonne hielt ich schon
frühzeitig nach einer Tankstelle Ausschau, an der ich Getränke zukaufen
konnte – Fehlanzeige. Erst auf den letzten 10 KM kam ich in den Genuss
einer kalten Cola, die mir noch ein wenig Energie für die letzten 200
Höhenmeter nach Hause gab.
Die Route heute führte zunächst überwiegend flach über Wirtschaftswege
in der Nähe des Rheins entlang Richtung Süden durch Felder und
Weinberge. Zurück über Berg und Tal, wobei ich einen Berg zweimal
hochfuhr, weil mich das Navi (oder ich) auf die falsche Fährte gelockt
hatte. Meinen Durst wagte ich zunächst nicht an einen der Brunnen in den
Ortschaften zu löschen, weil immer „Kein Trinkwasser“ dran stand. Kurz
vor Staufen war es mir dann aber doch zu blöd. Ich kühlte mich ab und
trank auch ein paar Schlucke.
Für die nächsten Tage ist ähnlich warmes und sonniges
Wetter vorher gesagt. Da muss ich meine Ernährungsstrategie noch ändern
– zumal sich auch die Streckenlänge bzw. vorrangig die Anzahl der
Höhenmeter nach oben verschieben.
Montag, 09.05.2011 – die
schöne Runde
Bei anhaltend schönem und warmem
Wetter bin ich wieder gegen 10 Uhr losgeradelt. Laut Plan lagen
gut 110 KM und 2000 Höhenmeter vor mir. Zu allererst wieder dieser
ätzende Anstieg zum Schauinsland, der drittgrößte Berg nach Feldberg und
Belchen. Und gut 700 Höhenmeter über unserer Wohnung gelegen. 12 KM lang
war der Aufstieg mit einer kleinen Schleife heute. Das fieseste Stück
lauert allerdings auf den ersten 5 KM bis hoch nach Stohren. Dort
angekommen, kann Dich nichts mehr schrecken. Auch heute musste ich nur
500 Meter vor Stohren von Rad – sonst wäre hyperventilierend umgekippt.
Der Schweiß lief mir in Bächen den Körper runter und es dauerte einige
Minuten, bis ich weiter fahren konnte. Deprimierend, obwohl ich am
Samstag schon früher abgestiegen bin.
Nach dem endlosen Aufstieg kam eine
ebenso lange, rasante Abfahrt herunter bis Kirchzarten, ab da immer
leicht bis mäßig ansteigend über St. Märgen nach St. Peter. In St.
Märgen hat mich wieder eine vielleicht 400 Meter lange Steigung mit über
13% erwischt. Diesmal konnte ich nicht absteigen – zu viele Menschen
;-)). Es war wohl gerade Schulschluss und so waren viele Kinder und
Mütter gerade an dieser Straße unterwegs. Absteigen wären zu peinlich
gewesen.
Ab St. Peter ging es locker und zügig
durch Freiburg und wieder Richtung Schauinsland. Auf etwa der Hälfte
rechts ab über Horben nach Staufen. Das letzte Stück fordert mich
mental. Von Ortseingang Münstertal bis zu unserer Wohnung sind es noch
gut 7,5 KM – auch die immer leicht ansteigend. Vorteil heute: ich hatte
meinen Trinkrucksack und eine Radflasche dabei. In St. Märgen habe ich
Cola und Wasser nachgetankt und unterwegs noch zwei Gels gegessen. Daher
war ich zuhause recht frisch und wir konnten nach in Freiburg bummeln.
Das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken war OK, allerdings tut mir
ziemlich der Hintern weh.
Dienstag, 10.05.2011 – Der
Hausberg ruft, und verliert.
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Blick vom
Schauinsland auf den Feldberg
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Der Schauinsland scheint mein Hausberg
zu werden. Die heutige Strecke über erneut 112 KM und diesmal 2311
Höhenmeter begann erneut mit dem fiesen Teil. KO-Sieg heute für mich. In
einem Rutsch nach oben hin und der Puls lag in der Spitze 13 Schläge
niedriger als gestern!
Bis St. Märgen war die Strecke in etwa identisch mit der gestrigen, dort
ging es dann rechts ab über viele kleine Wirtschaftswege und mehr
kleinere Anstiege und Abfahrten nach Titisee-Neustadt. Schon kurz danach
begann die Kletterei hoch zum 1.233 Meter hohen Feldberg. Die Steigung
war durchweg moderat nur halt elendig lang. Im Grund habe ich wohl Glück
mit der Wahl der Jahreszeit, denn selbst die Bundesstraße ist derzeit
noch recht wenig befahren. Abseits der Hauptstraßen allerdings kann man
die Ruhe so richtig genießen und Sauerstoff atmen. Dem Feldberg konnte
ich wenig abgewinnen. Dennoch wird er mir wohl in positiver Erinnerung
bleiben. Just auf der Passhöhe habe ich kurz angehalten um mit Lisa zu
telefonieren, die gerade eben ihr mündliche Abi-Prüfung und damit wohl
auch das Abitur bestanden hatte! Glück auf!
75 KM hatte ich bislang auf dem Tacho. Die kommenden
gut 15 KM vergingen im Wortsinn um Flug. Das macht Spaß und setzt
Endorphine ohne Ende frei. Zumal ich es auf der breiten Bundesstraße
ohne Verkehr wirklich gut gehen lassen konnte.
Irgendwann steht man dann doch wieder
vor einer Wand. Diesmal der Aufstieg zum Wiedener Eck. So ca. 12 KM
werden das gewesen sein. Bei Steigungen um die 3-6% auf gut zu fahren,
aber wieder nicht enden wollend. Die darauf folgende Abfahrt
entschädigte trotz des etwas schlechten Straßenbelags und (oder geraden
wegen) der engen Kurven dafür vollends. Ein weiteres Plus: Die Tour
endete diesmal direkt nach der Abfahrt vor unserer Haustür, ohne die
lange Ortsdurchfahrt.
Das Wetter schlägt um. Die Sonne verkrümelt sich.
Gewitter, sinkende Temperaturen und Regen sind für Mittwoch und
Donnerstag vorhergesagt.
Ich hoffe, dass ich den für morgen geplanten Ruhetag
auf Donnerstag verschieben und noch eine lange Einheit bei nicht zu viel
Regen fahren kann. Am Freitag soll es dann wieder sonniger und wärmer
werden, so dass der Königsetappe wohl nichts entgegen steht.
390 KM und rund 6500 Höhenmeter von Samstag bis heute.
Mittwoch, 11.05.2011 – 5
Tage ohne Internet

Geht ja gar nicht! Oder irgendwie doch. Ich glaube
wenn ich mich tagsüber nicht mit radeln beschäftigen würde, würde mir
hier (und an jedem anderen Urlaubsort auch) die Decke auf den Kopf
fallen. Wäre ja schade. Um die Decke.
Unter anderem deswegen bin ich heute
früh im Regen losgefahren. Schön warm angezogen. Weil es ja nur 14 Grad
hatte. Nach 5 KM habe ich mir die Regenjacke übergezogen – Regenschuhe
hatte ich schon an.
Nach 7 KM der erste Anstieg. Es wurde unangenehm heiß unter der
Regenplane. Also wieder ausgezogen und „nur“ im Langarmshirt weiter. Der
Regen tröpfelte nur noch, das meiste Wasser kam von der Straße. Nachdem
der erste Berg überwunden war, wurde es auf der Abfahrt recht frisch,
danach Richtung Süden immer wärmer und sonniger. Nach gut 60 KM hatte
ich Rheinfelden erreicht, der südlichste und tiefste Punkt der heutigen
Runde. Zeit, die Regenüberschuhe auszuziehen und auch nur im Unterhemd
weiterzufahren, denn jetzt wurde es auf dem Rückweg wieder bergiger.
Die Strecken sind hier, ich kann mich nur wiederholen, einfach
traumhaft. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen? Ganz einfach,
weil ich mich nicht anstrengen wollte. Jedenfalls nicht so. Immer diese
öseligen Anstiege. Wieder bis zu 12 KM lang und kein Ende in Sicht. Auf
den langen Abfahrten wurde es frisch. Also wieder anhalten und das
Langarmshirt wieder überziehen. Bergauf: Handschuhe an (Schweiß), bergab
: Handschuhe aus. Zu guter Letzt kamen die beiden Anstiege nach Todtmoos
und zum Belchen/Wiedener Eck, die mich auch mental etwas forderten. Die
letzte 9 KM lange rasante Abfahrt (wie gestern) entschädigte wieder für
den ganzen Tag, zumal es den Rest des Tages trocken geblieben ist. Den
geplanten Ruhetag habe ich auf morgen verschoben – alles richtig gemacht
soweit.
Der Muskelkater hält sich nach wie vor in Grenzen.
Klar, sind die Oberschenkel etwas sehr angespannt, stört aber beim
Fahren nicht. Heute hatte ich lediglich etwas mehr als die letzten Tage
„Rücken“ – was aber wohl an dem Rucksack liegt.
145,7 KM – 2.790 HM – genau 6:00h
5 Tage internetfrei sind trotzdem
lästig. Zudem kommt, dass wir in der FeWo und in einem Umkreis von ca.
400 m auch keinen Mobiltelefonempfang haben. Einen überwiegenden
Fernsehverweigerer wie mir könnte es also passieren, dass die Welt um
mich herum bereits untergegangen ist, und niemand mehr da ist, der
dieses Geschreibsel liest, wenn ich es erst mal hochgeladen habe
;-))
Mehr Schwarzwald geht nicht – sagt der
Rennrad-Reiseführer!
Donnerstag, 12.05.2011 –
Ruhetag

Alles richtig gemacht. Heute war es
den ganzen Tag über kalt und regnerisch. Genau das richtige Wetter, um
uns in das
Badeparadies in Titisee-Neustadt zurückzuziehen. Den ganzen Tag über
haben wir faul in der Wellnessoase unter 180 Palmen oder wahlweise im
33 Grad warmen Wasser herumgelegen und einfach nichts gemacht. Das war
auch gut so. Die Oberschenkel waren doch sehr angespannt und
arbeitsunwillig.
Morgen geht es auf die Königsetappe über 140 KM und
drei Bergen.
Freitag, 13.05.2011 –
Königsetappe
Trotz strahlendem Sonnenschein war die
Motivation heute früh nicht so berauschend. Lag es an den niedrigen
Temperaturen oder an der demotivierenden Aussicht, den Schauinsland als
letztes und diesmal von der Kirchzartener Seite hinauffahren zu müssen?
Man weiß es nicht.
Zunächst ging es also einigermaßen
warm und dennoch zu frisch angezogen leicht bergab bis Staufen, von dort
aus etwas wellig, aber wenig fordernd durch Freiburg. Von dort aus
weiter leicht bis mäßig ansteigend bis St. Peter und ohne Unterbrechung
bis auf den Kandel. Die Passhöhe liegt bei 1164 HM und war nach 58 KM
erreicht. Ein schönes Stück Arbeit. Oben war es schweinekalt und diesig,
kein lohnenswerter Aufenthalt an diesem Tag.
Die folgende ca. 12 KM lange Abfahrt war aufgrund der kalten
Temperaturen um 16 Grad, was durch den Fahrtwind natürlich noch kälter
empfunden wurde, vor allem aber wegen des schlechten Asphalts einfach
nur eklig. Im freien Fall bis auf 246 Meter ü.N. Unten in Waldkirch habe
ich mich 10 Minuten in die Sonne gestellt, um wieder auf
Betriebstemperatur zu kommen.
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Irgendwo lauert immer ein
Berg
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Auf den folgenden 30 KM ging es
irgendwie immer bis auf 966 Meter bergauf. Ob das Ding einen Namen hat,
weiß ich auch noch nicht. Auf jeden Fall habe ich auf diesem Stück eines
der schönsten Streckenabschnitte aller Touren durch ein Flusstal
gefahren. An der höchsten Stelle angekommen war ich nach genau 100
KM irgendwo zwischen St. Märgen und Titisee.
Nun lauerte „nur“ noch der
Scharfrichter. Der Schauinsland. Zweimal bin ich das Stück vom Pass nach
Kirchzarten bislang heruntergefahren, einmal mit dem Auto hoch. Mit dem
Rad wollte ich das nicht so unbedingt ;-). Zu dumm, dass es nur wenige
Wege in das Münstertal gibt. So gab es kein entfliehen.
16 KM Anstieg auf 1152 Meter - was soll ich dazu noch
schreiben.
Die kurze steile Abfahrt macht e wegen der vielen
engen Kurven und der Temperaturen auch nicht so richtig Laune. Ich
war froh, nach 141 KM und über 6 Stunden reiner Fahrzeit wieder zuhause
zu sein.
Nach einer schönen wie anstrengenden, aber nicht
überfordernden Woche kann ich folgendes Fazit ziehen:
-
Vor 25 Jahren waren wir das letzte Mal im Schwarzwald – warum
nicht eher??
-
Die 6 Trainingseinheiten über
-
28 Stunden haben nicht nur
-
16.000 Kcal verbraten sondern waren
-
unter dem Strich ein lohnenswertes
Trainingslager für die bevorstehende Transalp und die Triathlons.
Das Laufen ist wie das Schwimmen
erwartungsgemäß zu kurz gekommen.
Nach dem letzten Training habe ich Knie (links), Handgelenk (rechts) und
Rücken. Der Allerwerteste tut mir an zwei Stellen auch ziemlich weh.
Alles vermutlich nichts so Dolles.
An der Ernährung für die Transalp muss ich noch feilen. Ich trinke und
esse – wie im wirklichen Leben – zu wenig.
Die Location ist (bei schönem Wetter) wahrscheinlich eines der
lohnendsten Radtrainingsgebiete in Deutschland. Interessant dürfte auch
ein Aufenthalt auf der anderen
, französischen Rheinseite allemal sein.

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Das RuK-2011
Team: Amadeus - Reiner - Holger - Jörg |
Ostermontag 05:00 Uhr in der Frühe: Der Wecker klingelt - was soll das?
Umdrehen, weiter schlafen. Oder?
Oder nicht: Vier Mal habe ich mich zu RuK angemeldet, erst einmal bin
ich gestartet. Außerdem werden um kurz nach sechs die anderen auf der
Matte stehen.
Mit einer geringen Verspätung war es dann auch so. Das ganze Geraffel
fand genügend Platz in Holger's T-5 und schon ritten wir mit der
Morgensonne im Rücken zügig nach Köln, wo wir in der Nähe des Rheinufers
schon kurz nach dem Zusammenbau unserer Räder die Startnummern abholen
und um kurz nach 9 Uhr weit vorne in Startblock "B" Aufstellung nehmen
konnten. Die Platzierung im vorderen Bereich sollte sich als kluge
Entscheidung von Jörg herausstellen. Amadeus hielt während unserer
Abwesenheit ein Auge auf unsere Sachen (nochmals Danke dafür!) und
vergnügte sich (hoffentlich) irgendwie im Start-Ziel-Bereich.
Schlag 9:30h fiel der erste Startschuss für den Block "A" der langen
Distanz über 123,5 KM (am Ende sollte der Tacho bei 126 KM stehen
bleiben), nur zwei Minuten später waren wir an der Reihe. Recht zügig
und nicht zuletzt wegen des Starts von vorne gestalteten sich die ersten
Rennkilometer stressfrei. Für uns jedenfalls. Leider bekamen wir auf den
ersten 20 KM schon zwei heftige Unfälle zu sehen, in die jeweils mehrere
Teilnehmer verwickelt waren. Spätestens das erinnerte mich daran, dass
ich defensiv fahren wollte. Mehr zu dem Thema gibt es in u.a. in
diesem Bericht. Später lagen oder saßen immer wieder Teilnehmer nach
Stürzen oder/und Pannen am Straßenrand. Einmal platzte auf einer Abfahrt
jemanden direkt neben mir der Hinterradschlauch. Ob es in der Folge zu
einem (Massen)Sturz kam, weiß ich nicht. Bei der Geschwindigkeit guckt
man besser auf die eigene Fahrtlinie.
Die Rahmenbedingungen waren optimal: Sonne, Temperaturen beim Start
schon um die 15°C, schwacher Wind. Radlerherz, was willst Du mehr?
Berge! Die kamen dann auch irgendwie im "bergischen Land" und
selektierten immer wieder das Feld. Ich hatte den Eindruck, dass ich die
Anstiege besser als bei meiner letzten Teilnahme vor drei Jahren
hochgekommen bin. In jedem Fall war es kein Fehler, dass ich mich vorher
links eingeordnet hatte ;-)
Holger und auch Jörg hatte ich irgendwie schon auf den
ersten 15 KM aus den Augen verloren - beide hatten mich recht kurz nach
dem Start überholt. So war es denn an mir selbst, eine "gute" Radgruppe
zu finden, mit der ich mitfahren konnte. Mal vorne im Wind, oft im
Windschatten, öfter hatte ich ein Loch zuzufahren, was mir mehrheitlich
auch gelungen ist, aber Körner gekostet hat. Zeitweilig allerdings kam
ich mir wie bei einer RTF vor. Das sparte zwar Energie, kostete aber
auch Zeit. Nur: Vorfahren hätte auch keinen Sinn gemacht, weil keine
andere (schnellere) Gruppe alleine zu erreichen war.
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Schloß Bensberg |
Kurz vor dem zweiten Anstieg nach Sand kamen die Teilnehmer der
Challenge 60 mit auf unsere Runde und es wurde voll. Zunehmend auch mit
scheinbar unbedarften Teilnehmern. Mir schwante böses für den Anstieg
auf der engen Kopfsteinpflasterpassage am Schloß Bensberg. Vor drei
Jahren hatten wir hier schieben (!) müssen, weil die Strecke so voll
war. Diesmal hatte ich Glück und konnte in eine Lücke fahren, in der ich
wenn auch langsam, aber direkt hoch fahren konnte. Die Kette sprang mir
während des Rennens auch dieses Mal wieder ab, aber anders als beim
letzten Mal beherrsche ich mittlerweile die Technik, sie wieder
mechanisch während der Fahrt aufziehen zu können ;-))
Ab jetzt ging es überwiegend bergab Richtung Ziel. Mit hohen
Geschwindigkeiten. Etwa 3 KM vor dem Ziel fand ich mich wieder einmal an
der Spitze einer schnellen Gruppe, die gefühlt zu dem Zeitpunkt
irgendwie trödelte, und wagte einen Antritt; wurde aber gut einen KM vor
dem Zielstrich wieder eingeholt ;-))
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Kurz nach der Zieldurchfahrt |
Platz 352 insgesamt und Platz 133 in meiner Altersklasse stehen zu Buche
nach 3:34:15h in meinem ersten Wettkampf überhaupt seit August 2010. Da
hat eigentlich alles soweit gepasst, auch wenn einige wenige Minuten
weniger drin gewesen wären. Beim Radrennen geht mir die Sicherheit aber
vor. Von daher habe ich auch in diesem Jahr wieder kaum etwas von der
schönen Umgebung des bergischen Landes mitbekommen. 3,5 Stunden hoch
konzentriert auf den Verkehr...
Holger war mit 3:27h wie erwartet der Schnellste von uns, Jörg kam kurz
nach mir ins Ziel.
Fazit: Im Ziel
gab es nach wie vor keine Versorgung der Teilnehmer, die Fahrt selbst
war wieder mit einem sehr hohen Verletzungsrisiko verbunden, aber
letzteres scheint normal zu sein und muss in Kauf genommen werden. Ob
ich das aber dauerhaft will...??? Ich muss mal abwarten, bis das
Adrenalin sich wieder aus meinem Körper verflüchtigt hat.

...Urlaub!
Ganze 4 Tage und die ersten seit
irgendwann Anfang August letzten Jahres.
Ist das ein Wetterchen? Pünktlich zu
Lisas 18. Geburtstag war der Vor-Sommer da und hält sich noch immer.
Mindestens aber bis morgen, wenn das Radrennen in Köln ansteht. Da gehe
ich wieder mit gemischten Gefühlen hin - wegen der erhöhten Sturz- und
damit einhergehenden Verletzungsgefahr. Na ja. Ich habe mir sagen
lassen, dass es auch in Köln ganz gute Kliniken gibt ;-))
Spaß beiseite. Ich werde das Rennen wie schon vor zwei Jahren defensiv
fahren. Um den Sieg geht es auf der 123.5 km-Runde ohnehin nicht.
Die vergangene Sportwoche war eine Entlastungswoche, von daher haben wir
seit Donnerstag nicht nur durch gegrillt sondern auch entsprechend die
Trainings reduziert. Allerdings: 4 Mal bin ich gelaufen, davon dreimal
recht zügig über 11-15 KM und einmal die 20-KM-Runde auch nicht zu
langsam. Über die längere(n) Strecken tue ich mich derzeit noch recht
schwer. Auch deswegen habe ich den Osterlauf ausfallen lassen. Mir
scheint da noch die Grundkondition zu fehlen.
Strecken bis 16KM laufe ich wieder recht schnell, wenn es sein muss. Die
5 KM in 21 Minuten, 11,2 KM in 48:21 und die 15 KM in 1:05h stehen in
den letzten 14 Tag zu Buche. Nicht weltbewegend, aber es ist eine
positive Entwicklung zu sehen. Gerade, oder besonders auch deswegen,
weil die Rückenschmerzen und die damit verbundenen Haltungsprobleme mit
zunehmender Geschwindigkeit wieder weniger zu werden scheinen.
Der Entlastungs- und Feierwoche ist auch die wöchentliche Schwimmeinheit
zum Opfer gefallen. Ich gelobe Besserung und werde sie in der kommenden
Woche nachholen.
Ich habe eigentlich vor, während der Urlaubstage zwei- bis dreimal ins
Sauerland zu fahren, um dort Höhenmeter zu sammeln. Ich hoffe, mir macht
das Wetter keinen Strich durch die Rechnung.
Schöne
Rest-Ostern!

Mit der Erfüllung meines ambitionierten
Trainingsplans in dieser Woche wird es wohl nichts. Das liegt zum einen
an meiner miesen Disziplin - ich komme morgens nichts aus der Koje, weil
ich (warum auch immer) seit Wochen und Monaten gegen 3:15 Uhr wach werde
und erst kurz vor dem Wecker klingeln wieder so richtig einschlafe.
Die wöchentlich geplante (und darum
klingelt der Wecker um 6 Uhr) Schwimmeinheit fällt also immer flach.
Dazu kommt, dass mir mein Führer gestern
noch kurzfristig einen Auswärtstermin aufs Auge gedrückt hat, von dem
ich später als gedacht zurück kam. Dazu kamen noch unvorhersehbare
Probleme im Tagesgeschäft, die mir gründlich und nachhaltig die Laune
auf den terminierten Tempolauf verhagelt haben. Ruhetag also, anstatt 3h
Training.
Die Demotivation zu Laufen zog sich heute irgendwie durch. Dennoch habe
ich mich aufgerafft. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen:
1:05:05:h für 15,124 KM (ø 4:18min/KM) sind sind zwar "nur" die
15.-schnellste Zeit auf dieser Runde seit 2002, aber die schnellste seit
gut 2 Jahren. Zur Erinnerung im April 2009 hatte ich die
"Verschlimmerung" des Bandscheibenvorfalls. Es geht also weiter voran -
in kleinen Schritten eben.
Keep on runing

Die Saison hat begonnen - spätestens heute.
Nachdem mich eine lästige Erkältung die ganze Woche
über von qualitativ gutem und am Donnerstag komplett vom Training
abgehalten hat, bin ich zum Wochenende wieder in Spur gekommen. Der
Marathon heute ist natürlich wie angekündigt für mich ausgefallen, aber
immerhin bin ich bei einem kompletten Ruhetag und einer Trainingseinheit
im Fitnessraum auf immerhin 259 KM gekommen, 229 davon auf dem
(Renn)rad. Das Laufen ist eben wegen der Schniefnase und der Rassellunge
zu kurz gekommen. Immerhin etwas über 12 Stunden Training in dieser
Woche.
Nachdem die Woche also so vor sich hin plätscherte,
bin ich am Freitag nach Feierabend bei fiesem, kalten Wind meine Runde
über Remsede, Iburg, Holperdorp, Lienen, Glandorf und Füchtorf gefahren.
Der Spaßfaktor war wegen dem Wind nicht so besonders hoch, aber es hat
gut getan. 53,3 KM in 1:45h war bei dem Wind auch OK. Zusätzliche
Motivation hat mir dabei der neue Lenker am "kleinen Schwarzen"
gebracht. Etwas schmaler und vor allem einen kleinen Radius im
Unterlenker, der mich in der Unterlenkerhaltung einfacher (=sicherer)
bremsen und schalten lässt. Eine Maßnahme vorwiegend für die
bevorstehenden Radrennen.
Der Samstagmorgen begann total verpeilt. Verschlafen. Damit war die
geplante Schwimmeinheit dahin. Na gut, macht nichts. Es gab auch so das
eine oder andere zu erledigen. Zum Beispiel sich um eine gescheite
Radbrille mit Sehstärke zu kümmern. Am Nachmittag bin ich dann wieder
auf's Rad. Es war immer noch schweinekalt bei tollem Sonnenschein. Die
"Bergrunde" musste her und die Beine büßen. Die "Bergrunde" habe
ich mir im Winter ausgedacht, um einige Höhenmeter für die Transalp zu
sammeln. Sie führt nach einer flachen 10 KM Runde durch die Feldmark
nach Hilter zum ersten Anstieg entlang der B68. Dann kommt ein herrlich
langgezogenes Stück Richtung Borgloh, wo der nächste kurze Stich wartet.
Eine erneute Abfahrt bis Klein Drantum macht normalerweise richtig Laune
- nur eben nicht bei dem Gegenwind. Blöd ist, wenn man bergab noch
treten muss, um einigermaßen auf 40 KM/h zu kommen ;-)
Die Borgloher Schweiz: Der eben genannten Abfahrt
folgt ein 2,5 langer Anstieg - die Strecke des legendären "Borgloher
Bergrennens", von da auch wieder mehr oder weniger wellig über Holte bis
Bissendorf. 25 K bis hierhin mit allen Schleifen. Die Ortsdurchfahrt ist
nun wirklich nicht spektakulär. Danach geht es mehr oder weniger
parallel zu der eben geschilderten Strecke über die L85 Richtung
Wellendorf, von dort über Kloster Oesede zur B51 nach Bad Iburg. Rechts
ab bis Hagen und dann durch die Pampa zurück bis Holperdorp. Der letzte
Anstieg lauert dann in Holperdorp. Oben angekommen sind gute 56 KM
und mit 675 die Meisten der etwas über 700 Höhenmeter geschafft. Flach
und teils windanfällig geht es weiter über Lienen, Glandorf und Füchtorf
zurück an die Burg, die in diesem Fall nach 3:06h erreicht war.
Anschließend haben wir auch "offiziell" angegrillt ;-))
Der heutige Tag begann eigentlich ganz unscheinbar.
Klar, die ausgefallene Schwimmeinheit war heute gesetzt. Da ich danach
sturmfreie Bude hatte, dachte ich mir nach dem Frühstück, es könnte eine
gute Idee sein, den neuen Trisuit von H96 einzuweihen. Natürlich auf dem
roten Büffel UND beim Laufen. Oha. Nach 3,8 KM Schwimmen...
Der Büffel bewältigte die 38,1 KM
Notfall-Test-Und-Schlechtes-Gewissen-Runde über Holperdorp bei nur noch
mäßigem Wind ganz gut für die Jahreszeit in 1:12h. Zuhause ein kurzer
Wechsel, verbunden mit einem Gel und Wasser. Dann war ich wieder auf der
Straße. Die ersten 5 K bin ich gerannt wie ein Blöder (für meine
bescheidenen Verhältnisse) in knapp unter 21 Minuten. Die restlichen 6,3
KM habe ich etwas herausgenommen, was sich zwar in der Geschwindigkeit,
nicht aber beim Puls bemerkbar machte. Nach 11,3KM und 48:37 Min. lag
ich beim Erdinger Alkoholfrei ziemlich platt im Gartenstuhl auf der
Terrasse.
Im Grunde also alles gegeben. Hoch und runter gerechnet waren die Zeiten
heute für eine 2:20h auf der olympischen Distanz (1,5/40/10) gut.
So sitze ich nun hier mit einem breiten Grinsen im
Gesicht vor meinem äußerst gelungenem Mai-Bock und freue mich
über ausbleibenden Schmerzen!
Wenn es weiterhin gut geht, habe ich mit über 15
Trainingsstunden nächste Woche eine Hammer-Woche vor mir. Danach folgt
eine Entlastungswoche vor Ostern, was mir ganz gut in den Kram passt.
Keep on running!

wie ich eben schon sagte: Es regnet. Der April, der
April....
Ich will nicht sagen, dass ich mich nach dem After-Lauf-Schläfchen
langweile, aber irgendwie bin ich in meinen Trainingsaufzeichnungen
hängengeblieben. Das Trainingstagebuch reicht nun mittlerweile zurück bis
zum 01. August 2002. Der Tag, an dem ich mich erstmals ernsthaft mit dem
Marathon-Training auseinandergesetzt habe, bzw. mein lockeres Herumgerenne
versucht habe zu strukturieren. Von Struktur kann damals eigentlich keine
Rede sein - einfach öfter und länger und wenn möglich auch schneller rennen
- das war der Plan. Und nicht der Schlechteste. Hätte ich aber damals schon
auf Trainingspläne geachtet, wären mir wahrscheinlich viele
Überlastungsprobleme und -Verletzungen erspart geblieben. Da meine mangelnde
Disziplin aber auch meine Arbeits- und Reisezeiten bisweilen Trainingspläne,
die ich mir im übrigen für jede Woche erstelle, hinfällig werden lassen,
trainiere ich auch heute noch quasi von der Hand in den Mund. Und nach
Wetterlage.
Das Zwischenergebnis für das erste Quartal 2011 sieht so aus:
Schwimmen
knapp 50 KM - unter aller Bonheur
Rad fahren
916 KM (MTB + Rennrad)
+ 1475 KM Rolle
= 2392 KM
Laufen
574 KM
Kraft
14:23h
Das sind insgesamt 3.007 KM - deutlich (767KM) mehr als im letzten Jahr. Alleine das
Schwimmen ist mein Sorgenkind. Ich komme einfach nicht aus dem Bett. Im März
war ich gerade zweimal im Wasser, weil ich an zwei Wochenenden verhindert
war. Das ich Warmbadeschwimmer bin ist ja bekannt. Umso mehr habe ich
Motivationsprobleme unter der Woche zu steigen. Im letzen Jahr war ich zu
dieser Zeit in England - da war jeder Tag ein Warmbadetag :-(
Auf dem Rad kommt jetzt die Zeit a) Höhenmeter, als auch auf dem Zeitfahrrad
zu trainieren. Für das Training auf dem Rennrad habe ich mir eine schönen 90
KM-Runde mit rund 7--800 Höhenmetern und anschließend 30 KM flachen
Kilometern ausgesucht. Eine erste Ausfahrt auf dem roten Büffel ha die
üblichen Verspannungsschmerzen zu Beginn der Saison hervorgerufen.
Über das Laufen habe ich ja schon zu genüge referiert. Mir fehlt es nach wie
vor an der schnellen Ausdauer, die einen guten (Halb-)Marathon erlaufen
würde.
Wo ich gerade bei den Zahlen bin:
Seit August 2002 bin ich bis heute
24.144 KM gerannt, ø 53,3 KM pro Woche, in 1.922:18h, 1.504 mal.
30.490 KM Rad (+Rolle) gefahren, ø 67,31 KM pro Woche in 1.067:33h
968 KM geschwommen, ø 1,92 KM pro Woche in 315:19h
3.636 KM Triathlon-WK, in 169h
Insgesamt kommen zustande:
78.449 KM
ø 173,18 KM pro Woche
3824:45h
ø 8:26h pro Woche
Beim Auswerten der Anzahl der Einheiten schmiert das Programm ab. Zu wenig
Systemressourcen :-))
Schönen Sonntag.

Es ist vollbracht. Der erste warme Frühlingstag liegt
hinter uns. Die meisten werden spätestens jetzt angegrillt haben oder haben
sich mit Heerscharen gleich- oder ähnlich gesinnter an der freien Luft
getummelt habe. Die Luft. Hmm, wie sie riecht. Ausnahmsweise mal nicht nach
Gülle sondern nach frischem Grün und umgepflügter Erde, in der die Gülle
nunmehr verschwunden ist ;-)
Nachdem ich am Freitagabend bei immerhin schon 16 °C noch mit T-Shirt +
langem Pullover + Windjacke + 3/4 Laufhose subtropisches Klima auch meiner
irritierten Haut hervorgerufen und auf der 15-km-Runde mehr als 2 Liter
Wasser verdunstet habe, sind am Samstag alle Wintersachen in die hinteren
Ecken geräumt worden.
Die Radausfahrt bei 24°C hat schon erste Ränder auf den mittlerweile
fischbauchweißen Armen und Beinen hinterlassen. Heute habe ich bei leider
wieder nur 16°C, jetzt aber in kurz/kurz wieder geschwitzt wie Teufel und
habe die 24KM relativ locker über die Bühne gebracht. Das war nicht
unbedingt selbstverständlich. Vor genau zwei Wochen bin ich auf der
27KM-Runde nach 22 KM eingegangen wie eine Primel in der Frühlingssonne und
musste zeitweilig gehen.
Jetzt regnet es wieder. Mal sehen, vielleicht kommt mir noch der eine oder
andere Gedanke, den ich hier veröffentlichen kann...
Keep on burning!

Endlich.
Am Samstag habe ich noch über fiese
Schmerzen durch die Bandscheibenprobleme, die sich während der
Schwimmeinheit besserten, geklagt. Heute habe ich endlich die
4:30-Minuten-Marke geknackt.
Über 16,27 KM bin ich 1:13:06h gelaufen, was einem Kilometer-Schnitt von
4:29 Minuten entspricht.
Mir fehlen nur noch 19 Sekunden, allerdings über 42,195 Kilometer -
dabei war ich heute schon ziemlich platt...
Mühsam ernährt sich bekanntermaßen das Eichhörnchen - und das belohnt
sich heute mit einer halben Tüte Chips ;-))

Abgesehen davon, dass heute Nacht die
Zeitumstellung einmal mehr zum Unverständnis vieler EU-Bürger
beigetragen haben dürfte, die gefiederten Nachbarn schon zu
unchristlicher Zeit im Garten herumbrüllen und die Hühner wecken - auch
sonst sind die Frühlingsboten aus ihren Löchern gekrochen. Spätestens
heute.
Überall wird in den Gärten gewerkelt, irgendwelche Rasenmäher und
sonstige benzinbetriebene Gerätschaften geschmiert und Probe gelaufen.
Motoradfahrer kramen ihre rostigen Kaffemühlen aus der Garage hervor und
machen die Borgloher Schweiz unsicher. Dabei darf man da nur 50 fahren.
Tststs...
Zillionen Läufer und Rennradler bereicherten heute Hauptverkehrsstraßen
und Wirtschaftswege. Wanderer, Familien mit kleinen Kindern, Skater und
Kickboards bevölkerten Fahrradwege und Eisdielen. Selbst unsere im Dorf
hat schon aufgemacht. Na ja. Eine hektische Zeit eben, die
Frühlingszeit.
An den März mache ich im Trainingskalender besser einen Haken. Da ist
nicht viel zusammengelaufen, auch im Wortsinne. Die Umfänge und
Intensitäten der letzten beiden Wochen waren völlig daneben und ich
irgendwie neben der Spur. Bis heute Morgen. Das Schwimmen fiel mir noch
schwer - der Rücken macht selbst im Wasser seit einiger Zeit wieder
Zicken. Nach 45 Minuten wurde es etwas besser.
Auf dem Radl lief es danach dann urplötzlich wieder gut und fast
schmerzfrei. Mal sehen, wie es weitergeht.
Demzufolge habe ich mir den Halbmarathon wie angekündigt gespart und
auch den Rotterdam-Marathon in zwei Wochen vom Plan genommen. Ich bin
noch nicht soweit. Selbst wenn sich meine Geschwindigkeit gestern über
die 16,3 KM weiter verbessert hat. Mit dieser Runde ist es nun auch
wieder vorbei. Ich laufe sie nur in der Winterzeit. In der Sommerzeit
reduziert sie sich um 1,2 KM - landschaftlich etwas schöner und weniger
Verkehr bzw. Anwohner. Genau deswegen laufe im Winter (Dunkelheit) die
längere Strecke. Es gibt noch einen weiteren sportlichen Grund. Wenn ich
den hier erklären würde, würden sich die meisten Leser allerdings an die
Stirn ticken. deswegen lasse ich es besser. Für die "Fachleute": Punkte
im Winterpokal ;-))

Es ist ja kaum auszuhalten. Schon
am frühen Morgen wird man mittlerweile von Nachbarn geweckt, die sich den
ganzen Winter über in wärmere Gefilde verpieselt hatten und nun wieder in
Heerscharen angeflogen kommen. Kaum kündigt sich das Morgengrauen (oder das
Grauen des Morgens) an, sind sie wach und labern in ihren Schlafgebüschen
munter durcheinander. Das und die zumindest im Durchschnitt leicht
gestiegenen Tagestemperaturen kündigen das Winterende an - und das ist auch
gut so.
Endlich werden wieder Trainingseinheiten (fast) im Hellen, vor allem aber
draußen möglich. Meine traditionelle Eröffnung der Rennradsaison zu Pappen's
Geburtstag ist dem Wetter zwar noch zum Opfer gefallen, aber ich konnte sie
am vorletzten Wochenende nachholen. Das Frühjahrstreffen mit Alhambra-Nick und
Fukushima-Fränk stand an. Diesmal in Bremen, das man ja recht entspannt mit
dem Rad erreichen kann. Auf dem Hinweg jedenfalls.
Zum ersten Mal habe ich meinen GARMIN 705 von seiner Funktionsfähigkeit
überzeugen können, einige zweifellos landschaftlich schöne Umwege werden
toleriert. Auf der Strecke summierten sich diese auf knapp 10 KM. Am Samstag
Abend schlugen ein paar planmäßige Bierchen und Likörchen im Bremer
"Schnoor" auf die Leber und reduzierten das Hotelfrühstück am folgenden
Vormittag auf ein Minimum. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellen
sollte.
Bei leichtem Sonnenschein trat ich schweren Herzen am späten Vormittag den
Rückweg an - 100% Gegenwind bei doch recht kühlen Temperaturen. Beides
strapazierte die mentale Stärke ziemlich. Die ersten 60 KM zogen sich wie
Kaugummi, erst ab 90 KM wurde es erträglich, wenngleich sich die Situation
nicht verbesserte. Die mangelnde(fehlende) Energieversorgung aus dem
Frühstück machte sich bemerkbar. Eine Flasche Cola und ein Snickers an der
Tanke am Dümmer See linderten das Formtief nur kurz. Die Geländebeulen des
Teutoburger Waldes waren hier bereits sichtbar und nur wenige Zeit
später spürbar. Dumm war es auch, das ausgerechnet hier das Schaltwerk an
meinem Radl den Geist aufgab und ich nur auf zwei Ritzeln schalten konnte.
OK, bergauf, schlecht im Flachen oder gar bergab. Auf den letzen 30 KM hatte
ich somit meist eine recht hohe Trittfrequenz mit relativ niedriger
Geschwindigkeit.
Auf dem Hinweg bin ich 153 KM in 5:22h gefahren, zurück waren es nur 148 KM.
Für die habe ich aber 5:55h gebraucht.
In der letzten Woche war ich dann komplett von Montag
bis Freitag in England unterwegs. Das geplante Lauftraining ist entweder
meiner "Plattheit" oder dem diesigen Wetter zum Opfer gefallen. Ich kann
dort eine gut 12-KM-Runde laufen, die führt aber über rund 4 KM über eine
stark befahrene, schmale, hügelige und kurvenreiche Strecke mit
Bundesstraßencharakter - ohne Seitenstreifen. Also nicht ganz ungefährlich.
An dem einzigen Tag an dem ich die Lust zum Laufen hatte, war das Wetter so
neblig, dass ich es aus Sicherheitsgründen gelassen habe.
Die ersten Trainings nach 6 anstrengenden Wochen standen
dann also erst am letzten Wochenende auf dem Programm.
Am Samstag 3,4 KM Schwimmen und 75 KM auf dem dem Zeitfahrrad - geknallt
(gefühlt zumindest). Die Oberschenkel waren dahin und ich war total platt.
Dazu kamen die üblichen Beschwerden in der Nackenwirbelsäule und der übrigen
Muskulatur bei den ersten Ausfahrten auf dem Tria-Rad zu Beginn einer
Saison. Der Körper muss sich erst an die veränderte Körperhaltung gewöhnen.
Der Sonntag begann mit Fronarbeiten im Haus und einem anschließendem langen
Lauf, der schon vorab nichts Gutes erahnen ließ. Dennoch habe ich den Weg
zum Feldmarksee eingeschlagen - der Kurs nennt sich in meinem
Trainingstagebuch übrigens "Feldmarksee - Kurz" und ist 27,4 KM lang. Zwei
weitere Varianten gehen über 30 bzw. 31 KM. In diesem Jahr bin ich einmal 24
KM gelaufen, die waren schon recht mühselig. Aber am Sonntag bin sich so
richtig abgek...t. Nach 21,5 KM musste ich gehen - und danach noch
zweimal...
Fazit: Am kommenden Sonntag werde ich den geplanten
Halbmarathon wohl nicht laufen und den Marathon in Rotterdam am 10. April
schon gar nicht.

-
Sonntag, 20.Februar 2011 - er rennt und rennt und rennt
... der weiße Kenianer.
Auch wenn die Gesichtsfarbe mittlerweile ein wenig verblasst.
Die Trainingsumfänge liegen insgesamt in diesem Jahr deutlich über
denen der Vorjahre. Ja, OK - das Schwimmen vernachlässige ich noch
immer (liegt aber knapp über dem Vorjahresumfang) und ins
Fitnessstudio treibt es mich in der Regel auch nur einmal pro Woche.
Manchmal auch zweimal. Aber das scheint zu genügen um die
Bandscheiben gefügig zu halten. Ich habe relativ wenig Schmerzen und
arbeite momentan an den Trainingsumfängen und allmählich auch an den
Intensitäten.
Dafür, dass ich im Dezember noch nach 2 Minuten vom Laufband
gestiegen bin, bin ich heute ganz zufrieden. In dieser Woche bin ich
zum ersten Mal 62 KM gelaufen - ein Umfang, den ich im letzten Jahr
nur einmal im März geschafft habe.
Die Trainingsumfänge habe ich in dieser Woche bis auf 14:57h
gesteigert. Neben den 62 Laufkilometern habe ich 75 KM auf dem
Rennrad bei eisigem Ostwind und (u.a.) eine mental fordernde
3-h-Einheit auf der Rolle im Trainingsbuch stehen. Nächste Woche
wird es etwas ruhiger.
Anschließend beginnt die nächste Trainingsphase in der mehr und mehr
neben der Ausdauer auch die Intensitäten trainiert werden. Da werde
ich mich besonders beim Schwimmen wohl sehr schwer tun. Es ist schon
relativ schwer, neben den drei Disziplinen auch noch das
Krafttraining zu integrieren.
Der Wettkampfplan steht nun auch weitgehend, die wichtigen (13)
Events sind gebucht, wobei ich nicht denke, dass ich bis zum 10.
April einen Marathon in akzeptabler Zeit rennen kann. Mir ist es
lieber, das Laufen wieder von Grund auf neu aufzubauen. Deshalb habe
ich mich auch zum Münster-Marathon im Herbst angemeldet. Ein paar
weitere sind noch im Köcher.

-
Der weiße Kenianer ist zurück. In der
letzten Woche wurde er dreimal im heimischen Kral bzw. auf der Straße
zwischen Bad Laer und Bad Iburg sowie einmal auf dem Laufband eines
angesehenen, im Kurort ansässigen Fitness- und Rückenstudios gesehen.
Nach groben Schätzungen von international angesehenen Laufexperten hat
er dabei 55 KM in knapp 4:36h zurückgelegt. Das lässt darauf schließen
dass der Läufer , der mit einer wahlweise schwarzen Laufmütze oder
(überwiegend) einer Baseballkappe mit dem Logo eines in der Nähe
befindlichen renommierten Laufvereins unterwegs ist, zu seiner Form aus
2009 zurückgefunden hat oder zumindest auf einem guten Weg dorthin ist.
Ein Statement dazu hat der als "weißer Kenianer" bekannte Läufer bislang
nicht abgegeben.
Anwohnern zufolge ist er meist
deutlich nach dem Eintreten der Dämmerung oder (an Wochenenden)
innerhalb der Mittagsruhe unterwegs. Beides macht eine genauere Analyse
bzw. das Auffinden von Augenzeugen schwer.
Es ist zu vermuten, dass der ca. 170
cm große(?) Mann mittleren Alters zusätzlich mit dem Renn- oder
Mountainbike in der näheren Umgebung unterwegs ist. Ein Auftauchen in
den Gewässern der umliegenden Hallenbädern zu Warmbadezeiten ist nicht
ausgeschlossen.
Warnung: Der Weiße Kenianer könnte
mit einem überwiegend schwarzen Rennrad oder einem silberfarbenen
Mountainbike bewaffnet sein. Letzteres verfügt möglicherweise über
Stahl- oder Eisennägel in den Reifen um eine Flucht auf den heutzutage
oftmals rutschigen Straßen zu ermöglichen!
Seinem Gesichtsausdruck zufolge,
unterstrichen durch das breite Grinsen im Gesicht, hat er sich seit ca.
1,5 Jahren körperlich nicht mehr so wohl gefühlt, wie derzeit.
Zitat von überholten Zeitzeugen: "Dem
ist in diesem Jahr alles zuzutrauen!"

Nun
ist es soweit.
Das Schweigen der Räder. Sie rollen nicht mehr. Zumindest nicht die
muskelgetriebenen Zweiräder.
Tiefer Schnee und vereiste Straßen haben das Radfahren über Weihnachten zu
einem unkalkulierbaren Risiko gemacht.
Laufen "geht" - zumindest bei Tageslicht. Dann macht das sogar Spaß. Wenn
gleich Mann (Läufer) nicht so furchtbar schnell von der Stelle kommt und oft
herum eiert. Aber ist in dieser Jahreszeit nicht vorrangig das unspezifische
Training Ziel unser Bemühungen?
Nichtsdestotrotz (komisches Wort. Schreibt man das zusammen? Die
Rechtschreibprüfung meldet keinen Fehler ;-)) ) Nichtsdestotrotz
also rollen die Räder doch. Nachdem die französische Invasion
zurückgeschlagen wurde, nun wieder im ungemütlich-kalten heimischen
Kellerraum. Aber allen Leidensgenossen sei gesagt: Kopf hoch! Die längste
Nacht bzw. der kürzeste Tag liegt nun schon eine Woche hinter uns - die Zeit
spielt uns also in die Karten und der nächste Frühling naht. Bestimmt. Ich
weiß das aus langjähriger Erfahrung.
Aber jetzt: It's Schnee. Mann. Wie wir
Engländer sagen.
Bis die Tage
Ich wünsche Euch wenigen Lesern dieses Blog einen guten Rutsch und ein
unheimlich tolles 2011!
Reiner

So.
Was hatte ich neulich so von mir gegeben?
Einem neuen Verein wollte ich beitreten - das habe ich bislang nicht getan.
Schlichtweg aus dem Grund, weil ich seit mehr als 5 Wochen nicht laufen
konnte und daher die Fortsetzung meiner Triathlon Aktivitäten in Frage
stellen muss(te).
Nun scheinen meine behutsamen Bemühungen, meine Leistungs- und
Bewegungsfähigkeit wieder herzustellen, allmählich auf fruchtbaren Boden zu
fallen:
Beim Schwimmen mache ich große Fortschritte - konnte gestern 3,3 KM
schwimmen, ohne nennenswerte "lohnende" Pausen. OK - da kommen keine
weltrekordverdächtigen Zeiten zusammen, aber ich gehe auch nicht unter. Fürs
Überleben im Triathlon reicht das allemal. Mehr, im Sinne von schneller,
kann ich auch wohl nicht; länger geht immer ;-)

Auf dem Rad bin ich wieder ganz gut dabei. Trotz oder gerade wegen des
drastisch reduzierten Trainings von Mitte August bis Mitte September liege
ich derzeit nur 90 KM hinter dem Trainingsumfang vom letzten Jahr zurück.
Mittwoch konnte ich mir einen halben Tag frei nehmen und bin etwas über 3
Stunden mit dem MTB im Schnee - und auf Eis :-( - gefahren. Neue
oder alte Knochenbrüche habe ich nicht davon getragen ;-)).
Insgesamt habe ich in dieser Woche dann über 8 Stunden im Sattel gesessen.

Anders sieht das beim Laufen aus - nicht mit den Brüchen, aber mit dem
Umfang. So wenig, wie in diesem Jahr bin ich seit Beginn der Aufzeichnungen
im Jahr 2002 nicht gerannt.
Vor 5 Wochen bin ich zum letzten Mal auf der Straße gelaufen, danach ging
nichts mehr.
Langsame Versuche auf dem Laufband und die Übungen im Fitnessstudio scheinen
mich wieder nach vorne zu bringen. Zweimal konnte ich bereits 5 KM auf dem
Band laufen, mit abnehmenden Beschwerden.
Nachdem ich gestern früh beim Schwimmen keine Rückenprobleme hatte, musste
ich anschließend ich im tiefen Schnee und bei strahlendem Sonnenschein
unbedingt nach draußen - Genau 1 Stunde ist es geworden und ich kann mich
jetzt (1 Tag später) immer noch fast schmerzfrei bewegen (wenn man ein
gewisses Maß an Schmerzen toleriert bzw. ignoriert) !



Für 2011 versuche ich einmal mehr strukturiert nach einem
extern erstellten Trainingsplan zu trainieren. Ich bin sehr gespannt, ob ich
mich daran halten kann und werde.
Allerdings denke ich, dass der Triathlon im kommenden Jahr eher zurückstehen
wird. Zum einen möchte ich noch einmal Fahrt beim Laufen aufnehmen, sofern
es die Gesundheit erlaubt, und zum anderen soll der Radsport im Mittelpunkt
Sportaktivitäten stehen. Nicht ohne Grund: Ich hatte es ja im letzten Post
angekündigt: Ich werde an einem Radrennen teilnehmen.
Die Anmeldung war zu dem Zeitunkte seit ein paar Tagen draußen aber erst
seit Donnerstag haben wir die offizielle Bestätigung, dass wir Teilnehmer
sind. Nicht irgendein Radrennen natürlich, eine Herausforderung und
Steigerung zu vorangegangenen Events muss es schon sein:
Eine Transalp spukt ja schon seit 2009 in meinem Hirn herum und um ein Haar
wäre ich mit "Iron" Jens ja im September diesen Jahres mit dem Rennrad über
die Alpen gekraxelt. Es hat nicht sollen sein. Während Jens noch immer am
Kämpfen ist - weiterhin gute Besserung an dieser Stelle - habe ich mich für
das seit Jahren von dem Rennradmagazin TOUR organisierten Radrennen
entschieden. Die Schwierigkeit bei der Anmeldung? Es wird immer im 2-er-Team
gefahren. Also musste im Vorfeld ein Teampartner her, den ich über das
Internet gefunden habe, nachdem potentielle Teampartner aus meiner Umgebung
abgesagt hatten. Für "Jaco" ist es bereits die zweite Teilnahme nach
2006.Unser Ziel ist im Grunde genommen das Ankommen, wenngleich wir nicht
des "Olympischen Gedanken" wegen an den Start gehen wollen.
Das
Rennen läuft über 7 Tagesetappen von Sonthofen bis herunter nach Arco, kurz
vor dem Gardasee. Dabei sind 22 Alpenpässe mit insgesamt rund 20.000
Höhenmetern (Aufstieg) auf 936 KM zu überwinden. Kein so furchtbar leichtes
Unterfangen also, besonders für einen Flachländer wie ich es bin.
Über 7 Tage jeden Tag ein Radrennen - das habe ich auch noch nicht gemacht.
Gewertet wird das Team, genauer gesagt: die Zeit des Langsameren der beiden.
Was bleibt zu sagen?
Was das Rennen angeht, werde ich mich sicher in nächster Zeit noch näher
auslassen, ebenso, ob ich mich vereinsmässig binde oder nicht. Hier halten
sich mögliche Vorteile doch in sehr überschaubaren Grenzen.
Zwischen der kurzen Weihnachtspause am kommenden Wochenende und dem
Jahreswechsel werde ich die Jahresplanung 2011 etwas mehr konkretisieren.
Einen schönen vierten Advent noch!

Die Zeit rast.
Schon wieder sind zwei Wochen ins Land gegangen. Oder sind sie durchgezogen?
Elenie, "unsere", Jennie's französische Austauschschülerin ist am Freitag
schon wieder zurück ins wärmere Frankreich gefahren. Sie hat in ihren dünnen
Stoffschuhen ziemlich kalte Füße bekommen ;-)
Damit ist sie nicht alleine in Bad Laer. An den
letzten beiden Wochenenden war ich mit dem Mountainbike unterwegs auf den
Straßen und Wegen in der Umgebung. Die deutlichen Minus-Temperaturen waren
alles andere als angenehm in meinen normalen Mountainbikeschuhen und haben
mich schmerzhaft daran erinnert, dass ich mir schon vor zwei Jahren
Winterschuhe für das Rad zulegen wollte. Sonntag bestellt, Montag versandt -
Dienstag zur Hand!
Ein Schnäppchen bei
Rose
konnte ich dann gestern bei Schnee und aufgezogenen Spikes Probefahren. Es
ist schon ein schönes Gefühl, mindestens 45 Minuten warme Füße zu haben...
Nach einer zweistündigen Ausfahrt waren die "Auftauschmerzen" in den Zehen
bei weitem nicht so stark, wie vor einer Woche ;-)
Was gibt es sonst Neues?
Zum einen bin ich, bzw. trete ich zum 31.12.2010 aus dem LC Solbad
Ravensberg aus und beim niedersächsischen TSG 07 Burg Gretesch (Osnabrück)
ein. Die Gründe hierfür möchte ich an dieser Stelle nicht weiter erörtern.
Die, die mich kennen und die mir wichtig sind, wissen warum.
Das Training...
... beginnt wieder mehr Spaß zu machen.
Beim Schwimmen bin ich am Samstag zum ersten Mal wieder 500 durch gekrault -
und das gleich 4 Mal, dazu noch einige Hundertmeter Brustschwimmen und
schwups, ist die Stunde voll. An der Geschwindigkeit muss ich nur noch ein
wenig arbeiten - aber dafür ist jetzt noch nicht die Zeit. Grundlagen- und
Techniktraining ist angesagt.
Im Fitnessstudio geht fast alles wieder seinen gewohnten
Gang. Etwas anstrengend sind manche Übungen noch, hier und da fehlt noch das
eine oder Kilo Eisen - das trage ich aber als Fett mit mir herum.
Seit dem 1. November läuft (traditionell) das neue
Trainings-/Wettkampfjahr für mich. Seit dem bin ich 783 KM Rad gefahren,
überwiegend natürlich auf der Rolle, aber immerhin auch zweimal bei eisiger
Kälte auf dem MTB. Dazu kommen noch diverse halb-stündige Radeinheiten auf
dem Ergometer im Fitnessraum.
Alleine das Laufen lässt zu wünschen übrig. Heute bin ich
25 Minuten auf dem Laufband locker gelaufen. Nicht schmerzfrei, aber bis
dahin war es einigermaßen auszuhalten.
Die Nachwirkungen verschlimmern sich momentan von Stunde zu Stunde - aber
immer noch besser, als bei meinem letzten Test, den ich nach 2 Minuten
abgebrochen habe.
Wofür trainierst Du überhaupt - wenn doch irgendwie oft
alles weh tut? Das werde ich häufig gefragt.
Nun, das ist ist schwer und doch einfach zu beantworten:
Ich bin süchtig. Abhängig, quasi.
Bewegung ist gut. Für den Körper und für den Kopf. Auch für die Familie,
wenn der Puls nach dem Training wieder unten ist und ich geduscht bin. Dann
bin ich wieder ansprechbar für die wichtigen Dinge im Alltag.
Allerdings: um trainieren zu können, brauche ich eine
Motivation. Ein Ziel.
Für 2011 hatte ich bislang zwei Veranstaltungen gebucht, um mir aus dem
Motivationsloch August - Oktober zu helfen:
Den Rotterdam-Marathon im April und den OSTSEEMAN in Glücksburg Anfang
August. Beides habe ich gebucht, obwohl ich nicht weiß, ob ich laufmäßig
wieder auf die Beine komme. OK, ersteres habe ich seit Wochen für mich
behalten, die Aussicht motiviert mich aber ungemein.
Das sind ja irgendwie keine Hammer, oder? Da fehlt das
Salz in der Suppe, das Chili im Hack, der Pfeffer auf dem Stremel-Lachs...
Eine Challenge (= neudeutsch: Herausforderung) musste her. Und sie kam daher
in Form eines Radrennens. doch dazu später mehr.

Nach
14 Wochen habe ich zum ersten Mal wieder mehr als 8 Stunden Training in
mein Trainingstagebuch eintragen können!
Das Schöne dabei: Trotz erneut drei kompletten Ruhetagen, an denen ich
unterwegs war, hat mir das Training Spaß gemacht. Die ersten
Schwimm-Kilometer sind absolviert und ich war zweimal im Fitnessstudio,
wo ich jetzt mit einem nur leicht abgeänderten Trainingsplan und
reduzierten Gewichten wieder Muskelaufbau betreibe. Sowohl beim
Schwimmen als auch im Studio gibt es einiges zu tun ;-) Wen wundert's?
Stumme Zeugen davon sind ist das Unterhautfettgewebe, dass sich in Form
von Röllchen gemein bemerkbar macht. Eine Laufeinheit habe ich mir nach
dem Erlebnis vom letzten Sonntag in dieser Woche gespart. Die
Nachwirkungen bekam ich bis Samstag zu spüren!
Ab morgen sind wir für 14 Tage zu fünft
im Haushalt. Jennie bekommt im Rahmen des Schüleraustauschprogramms vom
Gymnasium Bad Iburg ihre Austauschschülerin zu Besuch. Das hat zur
Folge, dass Jennie ihr Zimmer räumt und in "meinen" Keller einzieht, wo
gemeinhin meine Rolle steht. Die muss nun für die nächste Zeit in mein
Zimmer unters Dach einziehen. Zum Glück ist die Wohnung darunter
momentan nicht bewohnt...
Bleib zu hoffen, dass ich mit dem Rückenwind aus dieser Woche das Feuer
wieder anfachen kann.

Jetzt sollte bzw. ist der Schaden an der Schulter behoben sein und ich
könnte mit der Saisonvorbereitung für 2011 anfangen.
Könnte..., wenn es nicht an der Motivation hapern würde. Was aber aber
viel schlimmer ins Gewicht fällt ist, dass ich quasi nicht laufen kann! Die
Bandscheibenschäden machen mir zurzeit massiv zu schaffen und das, obwohl
ich in den letzten Wochen im Durchschnitt nur 1-2 Mal pro Woche gelaufen
bin.
Im Grunde genommen befinde ich mich derzeit auf dem Trainingsstand von
November 2005 - als ich nach dem BS-Vorfall zur Reha war, wenn ich mal die
Einheiten auf der Rolle außer Acht lasse.
OK, zugegeben: der 24-KM-Lauf am letzten Sonntag war zu viel des Guten.
Anschließend konnte ich 2 Tage kaum mehr gehen. Beim heutigen Läufchen haben
mir alle Knochen und Gelenke südlich der Gürtellinie von Anfang an weh
getan. Das ist an sich nichts schlimmes, normalerweise "verläuft" sich das
auch den ersten 4 KM. Nicht so heute Mittag. Der Rücken tat weh, die hintere
Oberschenkelmuskulatur auch und so nach 3 KM kam noch die rechte Leiste
hinzu. Ein paar Mal musste ich stehen bleiben... Ich verfluchte die
Tatsache, kein Handy dabei zu haben um mich abholen zu lassen und beschloss
auf (fast) kürzestem Weg zurück nach Hause zu laufen. Unterwegs, auf einer
nun vollkommen neuen (wenn gleich auf nicht unbekannten Wegen) Laufrunde
erweiterte ich die Strecke Stück für Stück, um doch noch 60 Minuten in mein
Trainingstagebuch eintragen zu können.
Nach dem Lauf kann ich wieder kaum gehen bzw. mein linkes Bein so
bewegen, wie ich es eigentlich sollte. Einfach mal gerade ausstrecken ist
nicht so einfach...
Dadurch, dass der Körper bei Schmerzen unweigerlich eine Schonhaltung
einnimmt, werden andere Gelenke oder Körperteile in Mitleidenschaft gezogen.
Daher wohl die Schmerzen in der Leiste und insgesamt 3 blaue Zehennägel in
den letzten 2 Wochen :-(
Die mangelnde Motivation lässt mich an den wenigen Tagen an den ich
morgens in Schwimmbad gehen könnte, zunächst ohne irgendein schlechtes
Gewissen im Bett liegen bleiben. Seit Oktober bin ich häufig unterwegs zu
Softwareschulungen bzw., -Einführungen und in unserer Niederlassung in
England, was das Training hinten runterfallen lässt. An den Reisetagen muss
ich oft zwischen 2 und 3 Uhr früh aus den Federn und komme abends spät
zurück. Somit bin ich froh, wenn ich mal etwas länger schlafen kann. Ende
kommender Woche sollten mein Kollege und ich aber aus dem Gröbsten heraus
sein.
Am Mittwochabend habe ich einen Termin im Fitnessstudio meines
Vertrauens, um mir einen neuen, auf den Rücken und die Bauchmuskulatur
abgestimmten Trainingsplan erstellen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass mich
das wieder einmal nach vorne bringt.

Bereits am Dienstag wurde ich
stationär vom Chirurgen meines Vertrauens operiert. Erstaunlich, wie schnell
ich n
ach
der Vollnarkose wieder auf den Beinen war. Mit der gefühlten, sehr kurzen
Aufwachphase war der Spuk inklusive Wartezeiten nach 2 Stunden vorbei und
ich lag wieder auf meinem Sofa. Die Schmerzen halten sich in Grenze
n,
selbst das Liegen auf dem Rücken geht jetzt wieder besser als vor der OP.
Eben war ich zum Verbandswechsel - bis Mittwoch muss ich meinen
Bewegungsdrang noch im Griff haben - Schweiß ist nicht gut für die Wunde.
In zwei Wochen, nachdem die Fäden gezogen sind, kann ich mit Rehamaßnahmen
anfangen. Laufen und Radfahren auf der Rolle wird wohl schön früher möglich
sein.

Vielleicht
ist es schon aufgefallen. In den letzten Tagen und Wochen ist unsere kleine
Website kontinuierlich weiter gewachsen. Zunächst in "meinem" Bereich. Hier
hole ich nach und nach Seiten aus den alten Homepages herüber und korrigiere
sie ein klein wenig redaktionell und überarbeite die enthaltenen Fotos.
Ansonsten bleiben die Inhalte gleich. Die Seiten stellen eben zusammen mit
dem Blog eine Art Tagebuch dar.
Neu sind:
-
Presseberichte: alle komplett v. 2006 bis heute
- einige
Fotogallerien
- diverse
Laufberichte von 2005 bis 2010
- der
GröDispaZ (Größter Disponent aller Zeiten) darf auch nicht fehlen.


Alloah!
Zum zweiten Mal nach 2009 bin ich in
diesem Jahr live auf Hawaii dabei, bei der IRONMAN-Weltmeisterschaft
der WTC!
Seit 18:45h läuft das Rennen - zumindest
im Internet. Momentan sind wir seit rund 50 Minuten bzw. 20 Meilen (ich
gehöre ja zu der Führungsgruppe) auf der Radstrecke. Es ist sonniges
Wetter, den Wind werden wir erst später zu spüren bekommen.
Hoffentlich bekomme ich einen zweiten
Wind, um der Veranstaltung, die ab 0:20h auch im deutschen Fernsehen
durch HR bis morgen früh um 5 Uhr übertragen wird, noch einige Stunden
folgen zu können.
Bier und Chips sind ausreichend
vorhanden. Falls notwendig verfüge ich auch noch über einige Reservoirs
an Cola und Red Bull sowie Power Gels - Überbleibsel meiner letzten
Vorbereitungen zum Radrennen am Nürburgring.
Hang lose
Reiner
Seit
meinem letzten Eintrag hier gab es wenig bis nichts, was es wert wäre, für
die geneigten Leser oder die Nachwelt aufgeschrieben zu werden. Schade
eigentlich, aber so ist das, wenn das Leben in ruhigen Laufbahnen
verläuft...
Mal abgesehen, davon, dass heute bei strahlendem Sonnenschein und warmen
Temperaturen um die 23 °C der "Münsterland-Giro" über die Bühne gegangen ist
- der letzte in diesem Jahr geplante und gebuchte Wettkampf. Natürlich ohne
mich. Zum Glück konnte ich die Organisatoren überzeugen, mir das Nenngeld zu
erstatten, nachdem ich das ärztliche Attest vorgelegt hatte. So hatte
das wenigstens etwas Gutes. Ich muss Mal nachsehen, aber ich glaube, dass ich in
diesem Jahr bald mehr Wettkämpfe habe sausen lassen, als ich wahrgenommen
bzw. gefinisht habe. Die Rennrad- und Triathlon Saison ist nun in unseren
Regionen für dieses Jahr endgültig beendet, was die Wettbewerbe angeht.
Andernorts, genauer gesagt im australischen Geelong ging in diesen Tagen
die Rennrad-Weltmeisterschaft über die Bühne. Für die deutschen Radprofis
sprangen durch Judith Arndt und Tony Martin dabei die Silber- bzw.
Bronzemedaille im Einzelzeitfahren heraus.
Überschattet werden die tollen Erfolge (wieder) einmal mehr durch
Dopingvorfälle. Alberto Contador, Sieger der Tour de France der Jahre 2009
und 2010 wird, wie erst jetzt, knapp 2 Monate später, bekannt wurde, des
Dopings durch Clenbuterol beschuldigt. Contador wurde bereits während
DES Dopingskandals um den spanischen Dr. Fuentes des Dopings
bezichtigt, nachgewiesen wurde ihm bis heute nichts. Was wohl eher an der
schlampigen Bearbeitungsweise der spanischen Behörden und dem Geldsumpf
im Profiradgeschäft liegen wird.
So what? Ich dope schließlich auch. Gerade jetzt wieder, wo ich diese
Zeilen schreibe. Allerdings gelingt es mir durch eine ausgeklügelte
Verschleierungstaktik, die Fahnder in die Irre zu führen, bzw. ins Leere
rennen (oder fahren die eigentlich?) zu lassen. Mal ganz unter uns: Ich
wechsle einfach zwischen verschiedenen Weizenbiersorten ("Hefe" sollte es
schon sein), klassisch eingebrauten Sorten Pilsener Art und saisonalen
Gebräuen. Gerade eben ist das Oktoberfestbier der SPATEN-Brauerei serviert.
Aber ich schweife ab, zurück zum Sport: Während heute auch der Marathon
in München gelaufen wurde und der Challenge Triathlon in Barcelona über die
Langdistanz über die ging (zu dem übrigens zusammen mit Tim Esselmann
(Ergebnisse stehen noch aus) zumindest mein Radkoffer gereist
sein dürfte), strampele ich mich im (noch) warmen Keller schon wieder auf
der Rolle ab. Ich war heute dicht dran, mit dem Trekkingrad eine Runde in
der Natur zu drehen, aber die Schulter und die Angst durch einen dummen
Zufall zu stürzen, geben das einfach noch nicht her.
Seit dem Unfall am 20. August bin ich:
- 11 Mal bzw. 149,4 KM / 12:01:23h gelaufen und
- 11 Mal bzw. 320,3 KM / 11:17:41h auf der Rolle Rad gefahren
Das ist nicht so wahnsinnig viel, was? Es macht mich aber Wahnsinnig, wenn
ich sehe, bzw. spüre, wie schwer mir das ganze fällt und wie sehr die
Motivation immer mehr in den Boden geht. Aber das hat mehrere Gründe, die
ich hier nicht alle so offen legen möchte. Vielleicht liegt es auch einfach
nur am fehlenden Ziel...
Zwei sportliche Höhepunkte dieses Jahres werfen noch ihre Schatten
voraus:
Zum einen die Weltmeisterschaft der IRONMAN Corp. (WTC) auf Hawaii am
kommenden Samstag ab 18:45h und zum anderen die New York Marathon am 7.
November (@Nick & Schrøder: war da nicht noch was...???)


5 1/2 Wochen sind
ins Land gegangen, seit dem ich mich aufs Mett gepackt habe. Das sind 5
1/2 Wochen ohne das ich eine Nacht durchgeschlafen habe und 5 1/2
Wochen, in den ich meine Ernährung reduziert habe, um nicht unnötig an
Gewicht zu zulegen.
Ich darf ja nicht jammern, aber es geht mir auf den Geist. Ich bin
unzufrieden, habe Hunger, friere schnell und vor allem - bin kraft- und
mutlos.
Mein absolut Lust- und motivationsloses
Trainingspensum liegt so bei 4-5 Stunden pro Woche, aufgeteilt in Laufen
und Radeln auf der Rolle. Da beides nicht schmerzfrei ist, bin ich
relativ froh, das ganze Theater nach 60 - 75 Minuten beenden zu können.
Dabei schwitze ich wie Sa... und habe einen unverhältnismäßig hohen
Puls, der zwar nach dem Absetzen der Schmerztabletten gesunken, aber
fernab vom Normalen ist. Permanente Müdigkeit begleiten das Ganze.
Ich hatte ja nun einige Wochen Zeit, mir
über die Saisonplanung 2010 Gedanken zu machen. Selbst dabei kommt kaum
(Vor-)Freude auf. Einige Gedanken habe ich zwar, aber alles Spektakuläre
habe ich ich erst einmal verschoben.
Fest steht, dass ich 2011 nicht zu einem Trainingslager auf Mallorca
fliegen werde, obwohl mir das in diesem Jahr richtig aufs Pferd
geholfen hat. Die Radkilometer werde ich mir wohl in heimischen
Mittelgebirgen holen.
Fest steht auch, dass ich keine Langdistanz unter dem Ironman-Label
buchen werde. Ob ich überhaupt eine Langdistanz bestreiten werde,
entscheidet sich in den nächsten Wochen, wenn ich absehen kann, wie
schnell ich nach der Entfernung der Metallplatte aus meiner Schulter
wieder mit dem Schwimmen beginnen kann und vor allem, wie das danach
funktioniert...
Die OP ist am 19.
Oktober, bis dahin ist erst einmal easy-going angesagt. Allenfalls laufen
und Rollentraining. Selbst im Fitnessstudio kann ich nicht so furchtbar
viel machen, obwohl ich da mal wieder erscheinen sollte.

Meine Nachbarin von gegenüber arbeitet seit einigen Tagen emsig im Garten.
Auf dem Sportplatz wird die Aschenbahn weggebaggert und alle Büsche und
Bäume ausgerissen, um Platz für einen Kunstrasen zu machen. Die Nachbarin
zur rechten wienert die Gartenmöbel und bei Doc Kellersmann ist ein
Gartenbauunternehmen mit dem Herbstputz beschäftigt.
Und was mache ich? Ich warte, dass die Zeit vergeht. Bis einschließlich
gestern hatte mich der Doc im Krankenhaus ja krankgeschrieben. Montag früh
muss ich dem Chirurgen meines Vertrauens einen Besuch zum Röntgen und
Nachsorge abstatten. Ich denke, dass ich anschließend wieder arbeiten werde.
Die Schmerzen halten sich tagsüber in Grenzen, nur nachts habe ich ziemliche
Probleme. Spätestens um 1 Uhr treibt mich der Schmerz aus dem Schlaf,
entsprechend hänge ich tagsüber in der Uhr.
Die Zeit bislang habe ich damit verbracht, einen Teil meiner Leserückstände
aufzuholen und einen Teil digitaler Fotos zu katalogisieren. Außerdem habe
ich angefangen unsere Homepage von Grund auf neu zu gestalten. Die ersten
Gehversuche gibt es hier.
Am Freitagabend habe ich das erste Mal auf der Rolle gesessen. Mehr als eine
halbe Stunde habe ich das aber nicht ausgehalten. Ich kann mich mit dem
linken Arm nicht oder nur wenig abstützten. Das macht die Sache noch
anstrengender.
Heute hat es dann gejuckt. Ich musste laufen. Den Arm habe ich dabei ruhig
gehalten, Schmerzen hatte ich dadurch nicht mehr. Allerdings tun mir seit
dem so ziemlich alle anderen Knochen Südlich der Lendenwirbelsäule weh. Eine
kürzere Strecke als meine 15-KM-Lieblingsrunde hätte es vermutlich auch
getan.


Na, da verpasse ich dann wohl nichts über das Wochenende. Seit Donnerstag
früh um 2 Uhr regnet es fast ununterbrochen. Das weiß ich nicht etwa, weil
ich ein Verwandter vom Kachelmann bin sondern weil die Nacht von Mittwoch
auf Donnerstag so ziemlich die übelste war, die ich jemals hatte.
Nach der verschobenen OP stand ich am Mittwoch für 8:20h auf dem
Operationsplan. Also: wieder ab Dienstagabend nichts essen und trinken - nur
ein Gläschen Wasser am Morgen.
Die Folgen: Hunger natürlich. Und Durst. Beides wurde immer schlimmer je
weiter die OP nach hinten verschoben wurde. Dann kamen Migräne artige
Kopfschmerzen dazu, die meine Laune auf den Tiefpunkt sinken ließen. Bis
Mittag wusste ich noch nicht, wann ich an die Reihe kommen sollte. Zu viele
Notfälle in den letzten beiden Tagen.
Um 13:30h wurde ich dann endlich abgeholt aber noch einmal unendlich
lange in einem Gang mit ziemlich schlechter Luft abgestellt, weil wieder
zwei Notfälle dazwischen kamen. Meine Kopfschmerzen verursachten
mittlerweile ziemliche Übelkeit - Medikamente durfte ich vor der OP aber
nicht nehmen.
Dann ging es ziemlich schnell und ehe ich mich versah, war ich nach einer
Spritze in den Arm und zwei in den Hals im Land der Träume. Oder so. Gegen
18:30 soll ich wohl wieder auf dem Zimmer gewesen sein. Zeit genug noch für
ein kleines überfälliges Abendessen ;-)
Die komplette Nacht habe ich dann kein Auge zutun können - vor Schmerzen.
Auch die Kopfschmerzen waren mir über die Vollnarkose hinaus erhalten
geblieben. Nur durch Eigenmedikamentation konnte ich die schließlich
bekämpfen.
Der Donnerstag war dann noch von Schmerzen und "herumdämmern" geprägt.
Nachdem wir die Dosierung erhöht hatten, konnte ich letzte Nach wenigstens
ein paar Stunden schlafen.
Heute sieht die Welt schon wieder freundlicher aus. Kanülen und Schläuche
sind entfernt, und ich kann auch wieder was vernünftiges anziehen.
Für Montag ich meine Entlassung geplant.


Ich will ja nicht meckern. Aber so wirklich satt bin ich heute nicht
geworden. Bedenkt man, dass für heute die OP anstand, durfte ich seit
gestern Abend nichts mehr essen und um kurz nach 7 heute früh im
Krankenhaus sein. Hier dämmerte ich dann in einem Zustand zwischen
verhungern und verdursten bis 13:15 h herum. Dann stand fest, dass ich
heute nicht mehr an die Reihe komme. Zur Belohnung gab es dann aber noch
ein Mittagessen, was ebenso wenig üppig ausfiel, wie das Abendessen von
eben ;-))
Na ja. Tut mir mal ganz gut. Morgen soll's dann soweit
sein.
