Der Bericht zum Münster-Triathlon

 


Eine Georgsmarienhütter Null

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Was lange gärt, wird endlich gut!

Eine Woche habe ich benötigt, um in meiner Erinnerung zu kramen, Gedanken zu ordnen und Abläufe nachzulesen. 

Seit heute ist er fertig, mein persönlicher Bericht zur Alpenüberquerung. Viele meiner Gedanken habe ich auf 11 DIN-A-Seiten zum Download bzw. in Tagesetappen zum Online lesen auf unserer Website untergebracht. Einiges wird fehlen. Mit Sicherheit die Einschätzung, das wir im letzten Jahr die Tans-X sicher nicht wie geplant durchgestanden hätten. Konditionell war zumindest ich unter dem Niveau von diesem Jahr. Der Gepäcktransport am Rad oder auf dem Rücken hätte die Sache nicht angenehmer gemacht, auch ween es sich nicht um ein Radrennen gehandelt hätt, die Strecke kürzer und die Höhenmeter weniger waren.

Anyway. Viel Spaß beim Lesen

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Es ist vollbracht!

Jaco und ich haben unser mehr oder weniger gehütetes Ziel in die erste Hälfte der Gesamtwertung zu kommen, gerade so erfüllt. Darauf sind wir, wie wir finden zu Recht, stolz. 38:58:23h haben wir für die 917 Kilometer über 22 Alpenpässe von Sonthofen nach Arco am Gardasee benötigt. 101. unserer Altersklasse (Masters) und Platz 294 overall haben wir in der Schlussabrechnung belegt.
610 Teams wurden nach der ersten und nur noch 557 nach der 7. und letzten Etappe im Ziel in Arco gewertet. Wie viele tatsächlich gestartet sind ist mir nicht bekannt.

Anyway: Mit meinem tiefstapelnden Teampartner Jaco hatte ich einen mindestens gleichwertigen Partner zur Seite, der mich von den Pässen heruntergebracht und in der Fläche ins Etappenziel gezogen hat. Nicht nur unterwegs, sondern vor allem vor und nach den Rennen hatten wir jede Menge Spaß zusammen, was nicht zuletzt auch am gemeinsamen Biergeschmack gelegen haben kann.
Die Transalp 2011 war mit Sicherheit nicht das letzte gemeinsame Event. Wir sind da schon was am planen dran; zusammen mit Georg und Sascha vom Team NRW...
Nach nunmehr 5 Tagen nach Rennende versuche ich noch immer meine Gedanken zu ordnen und das Kopfkino in Gang zu bringen. Ich habe angefangen einen Bericht über die Transalp zu schreiben, benötige aber wohl noch ein paar Tage dafür.

Also dranbleiben...


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Meldung vom 23.06.2011

Tolle Aussichten


Die Vorfreude ist riesig, denn nun sind es nur noch wenige Stunden bis zum Start der 9.Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma. Um 10.00 Uhr startet das Feld am Sonntag in Sonhofen in Richtung Italien. Auch der Wettergott hat ein Einsehen, denn nachdem es heute schon den ganzen Tag in strömen regnet, ist pünktlich zum Start dieser einzigartigen Tour Sommerwetter mit Temperaturen um 25 Grad angesagt.

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Am Sonntag früh geht sie nun in Sonthofen los, die TOUR-Transalp 2011. Jaco und ich werden am Samstagmorgen gemeinsam, wie treffen uns in Kassel, anreisen.
Die Startnummern stehen fest: Wir haben unter dem Teamnamen "Die Kampfzwerge" die Startnummer 624 bekommen. Als Zweierteam 624 A (Jaco) und 624 B (ich). Damit dürften wir eine der höchsten vergebenen Startnummern bekommen haben und zumindest am Sonntag aus dem allerletzten Startblock auf die Reise gehen..
Nach aktuellen Informationen ist das Rennen über 7 Etappen

- 917,32 KM lang
- und führt über 19.553 Höhnmeter über den Alpenkamm
  von Sonthofen bis zum Gardasee. Die 7 Tagesetappen sind auf der Grafik links dargestellt.

Auf der Website des Veranstalters wird es tägliche Updates zum Stand der Dinge geben.

Da wir alle als Zweierteam starten müssen, wird es eine Teamwertung geben, in der die Zielzeit des langsameren Fahrers einfließt. In den vergangenen Jahren werden die Einzelergebnisse zwar auch ausgewertet und täglich veröffentlicht, haben aber keinen offiziellen Charakter. Warum nicht die kumulierte Zeit der beiden Teamgefährten in die Wertung eingeht, ist mir bislang schleierhaft. Ist auch egal.
Wir fahren mit um eine für unsere bescheidenen Verhältnisse, gute Platzierung zu erreichen. Alleine der Olympische Gedanke "dabei sein ist alles" ist uns beiden zu wenig. Wir sind uns beide einig darüber, dass wir nicht um Spitzenplätze mitfahren werden und können. Was heißt "eine gute Platzierung"?
Es gibt offiziell 600 Teams (angesichts unserer Startnummer müssen es mindestens 624 sein). Da wollen wir wenigsten in der ersten Hälfte im Ziel sein, besser weiter vorne. Während Jaco den Vorteil hat, vor zwei Jahren schon einmal dabei gewesen und gefinished zuhaben, bin ich ja ein totaler Rookie, was die Alpen angeht, aber trotzdem optimistisch.
Dennoch haben wir unseren ursprünglichen Teamnamen nach unserem persönlichen Kennenlernen von "Die Optimisten" in "Die Kampfzwerge", angelehnt an unsere Körpergröße, umbenannt

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Firmenlauf
Platz 34 in der Einzelwertung in 20:10 Minuten, Platz 11 in der Teamwertung.
Bericht folgt

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Ich will mal nicht unzufrieden sein.
Eine Verbesserung der Gesamtzeit im Vergleich zum Vorjahr bei subjektiv wesentlich schlechteren Bedingungen.

Hier der Rennbericht

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Was guckst Du - ich fress'  Dich!
Soo. Da sind nun auch die wichtigsten Fragen beantwortet.

Nach drei Tagen im Harz bleibt als Wesentliches festzuhalten:

- Jaco und ich passen menschlich zu einander und spielen in einer Liga (obwohl er ein klassischer Tiefstapler ist.)

- Das Wichtigste aber: Wir brauchen Bier als Sprit. Ohne den kommen wir die Berge nicht anständig hoch  ;-))
Das verlängerte Wochenende sollte ja nicht nur einem einzigen und abschließenden Radtraining vor der TRANSALP sondern vor allem auch den gegenseitigen Kennenlernen dienen. Bislang "kannten" wir und nur aus einigen Mails und einem Telefonat im letzten Jahr. Ich befürchtete, was Jaco als Wiederholungstäter bestätigte: Die meisten der Rennteilnehmer verbringen die Zeit nach dem Rennen bei Wasser und Fruchtsaft. Alkoholkonsumenten werden schon mal schief angeguckt. Was nun, wenn der Teamkollege einer von der anderen Fraktion ist?
Alle Sorge war umsonst. Das haben wir an den beiden Abenden zusammen mit Jacos lieber Frau ausgelitert.



Sportlich war da auch noch was.

Nachdem ich bereits am Freitagabend nach Goslar angereist und mich in einer schön-ruhigen-aber-spießigen Unterkunft eingenistet hatte, sind wir am Samstagmorgen um 10:00Uhr zur ersten Radeinheit gestartet. Jaco hatte sie sich als Ortskundiger eigens ausgearbeitet. Er kennt im Harz wirklich jeden Winkel  ;-)

Danke dafür, falls Du das liest!

Nicht zuletzt aufgrund der kühlen Witterung waren wir nach 4:18h und 118 KM (2.25 HM) wieder an der Burg. Der Verkehr war wegen der Pfingstfeiertage und des zumindest trockenen Wetters allerdings schon sehr hoch, was den Spaß ein wenig beeinträchtigt hat.

Die ersten gut 2 Stunden waren gut zu fahren, wenngleich es mit 12 Grad doch etwas kühl war. Die Temperaturen sanken logischer Weise mit steigenden Höhenmetern. Leider schlug das Wetter dann um und wir quälten uns noch weitere 2:15h bei strömenden Regen und Temperaturen um die 9 Grad durch den Harz. Lediglich an den Anstiegen wurden wir in unseren komplett durchnässten Klamotten wieder etwas warm - die sonst schönen und lang herbei gesehnten Abfahren waren vor Kälte kaum auszuhalten. Nie haben wir so gefroren wie am Samstag! Dennoch kamen 138 KM und gut 2500 Höhenmeter zusammen.
Die Kälte hat ganz besonders Jaco als Spanier, der erst im zarten Alter von zwei Monaten nach Deutschland kam und seit dem hier lebt, zugesetzt. Er ist dank seiner Herkunft selbstverständlich ganz andere Temperaturen gewohnt. Ein Wunder, dass er keine Pelzmütze unter dem Helm getragen hat (oder hatte er doch???)
Pizza-Plaza Goslar
Nachdem wir unsere Körperkerntemperatur  zuhause bzw. in der Pension unter der Dusche und im Bett wieder auf Vordermann gebracht hatten, haben wir uns in der Goslarer Altstadt in einer Pizzeria wieder gestärkt.
An dieser Stelle muss gesagt werden: In meinem hohen Alter habe ich noch NIE eine so hervorragende Pizza gegessen wie hier. Und ich bin schon verdammt alt und habe schon verdammt viele Pizzen in mich hinein gedrückt.
Um die konsumierten Biere möchte ich an dieser Stelle kein weiteres Wort verlieren ;-)

Das Szenario am Sonntag war ähnlich. Allerdings starteten wir bei strahlendem Sonnenschein und bekamen quasi keinen Regen ab. Kühl war es im Oberharz dann trotzdem.
Brauhaus Goslar
Schon beim ersten Anstieg zum Torfhaus hatte ich Mühe Jaco zu folgen. Nachdem sich der Puls wieder beruhigt hatte, war ich dann am bis zu 15% steilen Anstieg auf dem Wurmberg - nach dem Brocken der zweit höchste Berg im Harz, und er höchste Niedersachsen - die Nase knapp vorn.
Nach einer erneut legendären Pizza und dem einen oder anderen Scheidebecher im Goslarer Brauhaus trennten sich dann leider unsere Wege für die nächsten zwei Wochen. Dann geeeehhhht'ss loooss!

Weil Jaco heute früh arbeiten musste und ich alleine nicht fahren mochte, bin ich auf anraten der beiden gelaufen. Nur 3,5 KM von meiner Herberge entfernt liegt die Granetalsperre, die man wunderbar (besonders bei dem warmen Sonnenschein heute) umlaufen kann. Eine Runde um den etwas zackenförmigen Stausee ist erstaunliche 14 KM lang. So war ich froh, dass ich nach 21 KM und 1:37h noch einigermassen pünktlich zum Frühstück zurück im Gästehaus war. Der tiefe Respekt der Wirtin und ihres Sohnes war mir sicher ;-)

 

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 Jetzt geeeeht's loooos!
Allmählich wird es auch Zeit.
Temperaturen bis 30°C, strahlend blauer Himmel und Geruch von gegrilltem Nacken allenthalben. Die Bikini-Figur ist auch so weit da, wie im Vorjahr - das Bier schmeckt einfach zu gut  ;-)

Sonntagmorgen um 8 Uhr habe ich mich auf den Weg nach Hannover Limmer gemacht, nachdem wir schon am Samstag in Hannover Shoppen waren bzw. die Startunterlagen abgeholt hatten.
Erst zuhause stellte sich heraus, dass den Unterlagen eine falsche Startnummer beigelegt war - ein Fehler, der mich am Sonntag gut 40 Minuten kostete und ich so kaum noch die Stimmung in der Wechselzone aufnehmen konnte. Das war aber nicht dramatisch.
Kurz vor knapp hatte ich mich in den neuen Trisuit von H96 gezwängt - sitzt wirklich sehr eng, das Teil. Danach bin ich in den Schatten gegangen, um mit etwas weniger Schweiß am Körper den noch engeren Neo anzuziehen. Das hat dann doch etwas Zeit gekostet. Ich fürchte, dass ich hier im nächsten Jahr investieren muss, obwohl ich wie gesagt dasselbe Körpergewicht wie im Vorjahr erreicht habe. Die Körperproportionen haben sich verschoben.
Wobei: eng ist es überall. An den Beinen, Amen und am Bast sowieso...
21 °C hatte der Mittellandkanal, das mag wohl auch gestimmt haben. Eine willkommene Abkühlung als um 11:30h in der prallen Sonne der Startschuss fiel. Relativ schnell konnte ich relativ frei schwimmen. Aufgrund der Algen am Kanalufer hatte ich mich diesmal zur Mitte hin orientiert, was vor und nach der Wende auf der eigentlich 1,9 KM langen Strecke fast zu Zusammenstößen geführt hätte. Hätte, wäre wenn... - passiert ist nix.
Nach für meine Verhältnisse "nur" 28 Minuten bin ich dann wieder mit Unterstützung der engagierten Helfer an Land gekrabbelt und war überrascht über die wirklich gute Zeit (24. meine Altersklasse). In einschlägigen Internetforen wird orakelt, dass die Strecke nur 1,7 KM lang war - hmm das mag sein, denn ich bin bei meinem viertem Start hier die weitaus schnellste Zeit geschwommen - was wohl nicht am wenigen Training liegt. Egal - die Strecke war für alle gleich.
Der Weg in die Wechselzone ist umso länger. So saß ich dann auch erst nach 5:20 Minuten auf dem Roten Büffel, auf dem ich mich nicht so richtig wohl gefühlt habe, trotzdem ich in diesem Jahr schon knappe 700 KM darauf problemlos und auch schnell trainiert habe. Bei immer stärker werdendem Wind war ich dann doch recht froh, als ich nach 90KM bzw. 2:40h (inkl. zweimal Laufen in der Wechselzone) wieder absteigen konnte.
Die Temperaturen lagen mittlerweile bei gut 30 Grad und kletterten noch ein wenig höher - Bedingungen, wie im Vorjahr.
Den Halbmarathon bin ich im Gegensatz zu 2010 durchgelaufen - abgesehen von den "Erfrischungspausen" an den Verpflegungsständen, an denen ich Wasser in und über mich zur Kühlung geschüttet habe. Den vielen Pausen ist es dann auch geschuldet, dass in nach einem Halbmathon von 1:48h das Ziel "erst" nach 5:03h erreicht habe.
Darüber bin ich eigentlich sehr enttäuscht! Ein "sub 5" war das Ziel, die Zeit habe ich auf dem Rad und an den Verpflegungsstellen, ohne die es nicht gegangen wäre, verloren. In sofern sollte ich also zufrieden mit dem Resultat sein. 

Zielzeit: 05:03:37 / Platz 107 v. 331 Finisher (AK Pl. 19 von 92). Solide, aber nicht den Erwartungen entsprochen! Das muss ich noch einmal sacken lassen und analysieren.

 

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Mein Trainingsaufenthalt im Schwarzwald liegt schon wieder zwei Wochen hinter mir. Bis zum darauffolgenden Wochenende hatte ich mit den Folgen zu kämpfen. Motiviert war ich - aber müde und abgeschlagen. Weltmeisterliche Trainingsergebnisse waren nicht zu erwarten und  auch nicht geplant ;-). So bin ich in der Woche auch nur 26 KM gelaufen, immerhin 168 KM Rad gefahren und 4 KM geschwommen.
Bemerkenswert dabei ist die eine und erste Schwimmeinheit nach 3 Wochen. In der Zwischenzeit habe ich einen echten Formverlust erlitten. Kein Wunder, wenn man auch sonst nur einmal pro Woche ins Wasser steigt. Zudem habe ich die Einheit von Tag zu Tag nach hinten verschoben. Am Sonntag musste ich dann also ran. Zum Glück war das Wetter kühl und ich konnte mich für ein Training im Freibad aufraffen. Im Neo natürlich. Während der Sommerzeit öffnen Frei- und Hallenbad in Versmold am Wochenende erst um 10:00 Uhr und sind dann gleich mit allen möglichen Menschen bevölkert, die ein Training auf der einzigen abgeleinten Bahn zumeist unmöglich machen. Da bietet sich ein Freiwasserschwimmen im Pool nahezu an.
Abgesehen davon, dass sich viele Menschen im Hallenbad die Nase an der Scheibe platt gedrückt und sich vermutlich gefragt haben, welcher Idiot sich da draußen in den Fetischanzug zwängt, lief es ganz gut - nachdem ich das Ding erst mal alleine geschlossen hatte. Irgendwie hat sich meine Körpergeometrie in den letzten Jahren doch verändert. Nein, nein, das Gewicht ist saisongemäss wieder im Rahmen. Um die 69 KG liege ich derzeit. 

Kurzum: nach 500 Metern dachte ich , dass mir meine Arme abfallen. Anschließend habe ich mich in 500 Meter-Abschnitten immer ein Stück weiter gequält. 3 KM sollten es schon werden. An der Marke angekommen, hatte ich etwas Blut geleckt und wollte auch wissen, wie lange ich derzeit auf 3,8 KM brauche. Die letzen 200 Meter auf 4 KM waren dann Formsache. Quasi. Nachts im Bett und an den nächsten Tagen sah es anders auf - die Arme waren wohl doch abgefallen. Die Zeit war grottenschlecht, das ist sie aber immer beim ersten Mal im Neoprenanzug.
Das Ausziehen des Anzugs dauerte übrigens fast genau so lange wie das Anziehen...

Auf dem Rad hatte ich zumindest das erste Erfolgserlebnis nach dem Trainingslager: Ich bin meine 76KM-Runde in persönlichem Rundenrekord gefahren. Was ich allerdings auch auf den starken Wind zurückführte, der mich zumeist irgendwie unterstützte. Ein inneres Vergnügen bereitete mir dabei ein Duell mit einem Rollerfahrer über ca. 5 KM, das ich - wenn auch knapp - für mich entscheiden konnte.

In dieser Woche ging es dann wieder etwas ambitionierter zur Sache. Zum einen erfordern Krankheits- und Urlaubsvertretungen für die nächsten 4 Wochen irgendwie ein Ventil, zum anderen kam die Form wieder. Bereits am Montag bin ich die ehemalige Volkslaufstrecke in Bad Laer (18,4 KM) gelaufen. Die ist mit einem Teil über den Blomberg schon etwas anspruchsvoller - aber auch abwechslungsreicher und eigentlich motivierender. Aufgrund der vielen Hunde(köttel) und Nordic Walker laufe ich sie aber nur wenige Male im Jahr. 1:25h war nach langer Zeit wieder eine im vorderen Mittelfeld.
Dienstag ruhig, nur 1:30h Fitness mit erhöhten Gewichten, die wieder etwas Muskelkater in den Armen verursachten. Wohl auch und vor allem, weil ich dieses Training in letzter Zeit zugunsten der Radeinheiten vernachlässigt habe und max. einmal pro Woche in den Ring steige.
Am Mittwoch Abend bin ich dann wieder mit dem roten Büffel auf die 76KM-Melle-Runde gegangen, erneut mit neuer Bestzeit (wenn auch nur wenige Sekunden). Aaaber: Wesentlich weniger Wind - und wenn, kam er an den Schlüsselstellen von vorne.
Donnerstag: Laufen - 20 KM-Versmold-Runde bei starkem Wind. 1:27h.  Auch das eine Zeit, die ich das letzte mal im Februar 2009 realisieren konnte. Damals war ich in der letzten Vorbereitungsphase für den Hamburg Marathon.
Am Freitag Abend bin ich dann wieder bei nur 14Grad Außen- und ca. 19/20 Grad Wassertemperatur mit dem Neo im Pool gewesen. 3 KM. Diesmal schon besser in 01:02h und weniger Nachwirkungen.
Heute stand ein langer Lauf auf dem Plan. 27,6 KM zum Feldmarksee und zurück. 2:04h. Die drittschnellste Zeit auf der Runde, ever! Nachwirkungen: Wieder ein blauer Zehennagel mehr. Aber sonst wenige. Die blauen Zehennägel sind mir mittlerweile egal. Hauptsache ich kann wieder laufen.

Die Zeit wäre jetzt eigentlich reif für einen Halbmarathon. Dafür reicht die Zeit aber nicht. Die kommenden 5 Wochen(enden) werden sehr anstrengend:

- Nächste Woche: Mitteldistanz in Hannover
- Pfingsten Trainingslager im Harz mit Jaco
- Danach das Hammerwochenende: Samstag als erstes die Kurzdistanz am Edersee, abends der Firmenlauf  in Borgholzhausen über 5 KM und am Sonntag die Kurzdistanz in Peine.
- ab 26.Juni bis 03. Juli: TOUR Transalp

Ich denke, dass ich einen Solo-Halbmarathon zu Zeit wieder in ca. 1:27h laufen könnte. Mal sehen, was das Resultat beim Triathlon in Hannover am Sonntag ist. Vor einem Jahr bin ich nach einem für mich guten Radsplit auf der Laufstrecke wegen Rückenproblemen eingegangen wie eine Primel im Frühsommer und habe fast genau 2h dafür gebraucht. Unter 1:40h sollten es diesmal schon werden, zumal das Wetter nach heutigen Erkenntnissen wieder schön sonnig und warm werden soll.

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Samstag, 07.05.2011 - Höhenmeter anstatt Ruhetag

kurz vorm "K..."

Reisetag ins hausgemachte Trainingslager. Christine wird die eine Woche nutzen um auszuspannen und hoffentlich ihre Krankheiten in den Griff zu bekommen, für mich ist es die Vorbereitung für die Transalp. Ich will und muss Höhenmeter und Kilometer sammeln.  Um 7 Uhr sind wir zuhause losgefahren, mit der Sonne der Sonne entgegen. Nach knapp 6 ½ Stunden konnten wir unsere FeWo in Münstertal beziehen.

Auf dem Weg von Freiburg bis ins Münstertal lotste uns das Navi über eine zwar traumhaft schöne aber steile Strecke über den Schauinsland.  Beim 18%-Schild sagte ich zu Christine „hier kriegst Du das Kotzen, wenn du hier hoch musst“.

Na ja – ich musste einfach da hoch, und zwar noch am selben Nachmittag. Ich bin zwar nur knapp 54 KM gefahren – für die habe ich aber auch 2:23h gebraucht. 1360 Höhenmeter . Nach knapp 4 KM bergauf musste ich kurz halten, um den Puls wieder unter Kontrolle zu bringen. Den ersten Anstieg bin ich wohl etwas zu ambitioniert angegangen.

Leider haben wir hier in der FeWo keinerlei WLan oder Mobile-Netz, so dass ich die kommenden Einträge erst später hochladen kann.

Sonntag, 08.05.2011 – Muttertag

Für heute hatte ich mir eine 110KM-Runde mit 870 HM in den Trainingsplan eingetragen. Überwiegend flach in der Rheinebene und mit Anstiegen auf der zweiten Hälfte. Bei weit über 25 Grad in der Sonne hielt ich schon frühzeitig nach einer Tankstelle Ausschau, an der ich Getränke zukaufen konnte – Fehlanzeige. Erst auf den letzten 10 KM kam ich in den Genuss einer kalten Cola, die mir noch ein wenig Energie für die letzten 200 Höhenmeter nach Hause gab.
Die Route heute führte zunächst überwiegend flach über Wirtschaftswege in der Nähe des Rheins entlang Richtung Süden durch Felder und Weinberge. Zurück über Berg und Tal, wobei ich einen Berg zweimal hochfuhr, weil mich das Navi (oder ich) auf die falsche Fährte gelockt hatte. Meinen Durst wagte ich zunächst nicht an einen der Brunnen in den Ortschaften zu löschen, weil immer „Kein Trinkwasser“ dran stand. Kurz vor Staufen war es mir dann aber doch zu blöd. Ich kühlte mich ab und trank auch ein paar Schlucke.

Für die nächsten Tage ist ähnlich warmes und sonniges Wetter vorher gesagt. Da muss ich meine Ernährungsstrategie noch ändern – zumal sich auch die Streckenlänge bzw. vorrangig die Anzahl der Höhenmeter nach oben verschieben.

Montag, 09.05.2011 – die schöne Runde

Bei anhaltend schönem und warmem Wetter bin ich wieder gegen 10 Uhr losgeradelt.  Laut Plan lagen gut 110 KM und 2000 Höhenmeter vor mir. Zu allererst wieder dieser ätzende Anstieg zum Schauinsland, der drittgrößte Berg nach Feldberg und Belchen. Und gut 700 Höhenmeter über unserer Wohnung gelegen. 12 KM lang war der Aufstieg mit einer kleinen Schleife heute. Das fieseste Stück lauert allerdings auf den ersten 5 KM bis hoch nach Stohren. Dort angekommen, kann Dich nichts mehr schrecken. Auch heute musste ich nur 500 Meter vor Stohren von Rad – sonst wäre hyperventilierend umgekippt. Der Schweiß lief mir in Bächen den Körper runter und es dauerte einige Minuten, bis ich weiter fahren konnte. Deprimierend, obwohl ich am Samstag schon früher abgestiegen bin.

Nach dem endlosen Aufstieg kam eine ebenso lange, rasante Abfahrt herunter bis Kirchzarten, ab da immer leicht bis mäßig ansteigend über St. Märgen nach St. Peter. In St. Märgen hat mich wieder eine vielleicht 400 Meter lange Steigung mit über 13% erwischt. Diesmal konnte ich nicht absteigen – zu viele Menschen  ;-)). Es war wohl gerade Schulschluss und so waren viele Kinder und Mütter gerade an dieser Straße unterwegs. Absteigen wären zu peinlich gewesen.

Ab St. Peter ging es locker und zügig durch Freiburg und wieder Richtung Schauinsland. Auf etwa der Hälfte rechts ab über Horben nach Staufen. Das letzte Stück fordert mich mental. Von Ortseingang Münstertal bis zu unserer Wohnung sind es noch gut 7,5 KM – auch die immer leicht ansteigend. Vorteil heute: ich hatte meinen Trinkrucksack und eine Radflasche dabei. In St. Märgen habe ich Cola und Wasser nachgetankt und unterwegs noch zwei Gels gegessen. Daher war ich zuhause recht frisch und wir konnten nach in Freiburg bummeln. Das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken war OK, allerdings tut mir ziemlich der Hintern weh.

Dienstag, 10.05.2011 – Der Hausberg ruft, und verliert.

Blick vom Schauinsland auf den Feldberg

Der Schauinsland scheint mein Hausberg zu werden. Die heutige Strecke über erneut 112 KM und diesmal 2311 Höhenmeter begann erneut mit dem fiesen Teil. KO-Sieg heute für mich. In einem Rutsch nach oben hin und der Puls lag in der Spitze 13 Schläge niedriger als gestern!
Bis St. Märgen war die Strecke in etwa identisch mit der gestrigen, dort ging es dann rechts ab über viele kleine Wirtschaftswege und mehr kleinere Anstiege und Abfahrten nach Titisee-Neustadt. Schon kurz danach begann die Kletterei hoch zum 1.233 Meter hohen Feldberg. Die Steigung war durchweg moderat nur halt elendig lang. Im Grund habe ich wohl Glück mit der Wahl der Jahreszeit, denn selbst die Bundesstraße ist derzeit noch recht wenig befahren. Abseits der Hauptstraßen allerdings kann man die Ruhe so richtig genießen und Sauerstoff atmen. Dem Feldberg konnte ich wenig abgewinnen. Dennoch wird er mir wohl in positiver Erinnerung bleiben. Just auf der Passhöhe habe ich kurz angehalten um mit Lisa zu telefonieren, die gerade eben ihr mündliche Abi-Prüfung und damit wohl auch das Abitur bestanden hatte! Glück auf!

75 KM hatte ich bislang auf dem Tacho. Die kommenden gut 15 KM vergingen im Wortsinn um Flug. Das macht Spaß und setzt Endorphine ohne Ende frei. Zumal ich es auf der breiten Bundesstraße ohne Verkehr wirklich gut gehen lassen konnte.

Irgendwann steht man dann doch wieder vor einer Wand. Diesmal der Aufstieg zum Wiedener Eck. So ca. 12 KM werden das gewesen sein. Bei Steigungen um die 3-6% auf gut zu fahren, aber wieder nicht enden wollend. Die darauf folgende Abfahrt entschädigte trotz des etwas schlechten Straßenbelags und (oder geraden wegen) der engen Kurven dafür vollends. Ein weiteres Plus: Die Tour endete diesmal direkt nach der Abfahrt vor unserer Haustür, ohne die lange Ortsdurchfahrt.

Das Wetter schlägt um. Die Sonne verkrümelt sich. Gewitter, sinkende Temperaturen und Regen sind für Mittwoch und Donnerstag vorhergesagt.

Ich hoffe, dass ich den für morgen geplanten Ruhetag auf Donnerstag verschieben und noch eine lange Einheit bei nicht zu viel Regen fahren kann. Am Freitag soll es dann wieder sonniger und wärmer werden, so dass der Königsetappe wohl nichts entgegen steht.

390 KM und rund 6500 Höhenmeter von Samstag bis heute.

Mittwoch, 11.05.2011 – 5 Tage ohne Internet

Geht ja gar nicht! Oder irgendwie doch. Ich glaube wenn ich mich tagsüber nicht mit radeln beschäftigen würde, würde mir hier (und an jedem anderen Urlaubsort auch) die Decke auf den Kopf fallen. Wäre ja schade. Um die Decke.

Unter anderem deswegen bin ich heute früh im Regen losgefahren. Schön warm angezogen. Weil es ja nur 14 Grad hatte. Nach 5 KM habe ich mir die Regenjacke übergezogen – Regenschuhe hatte ich schon an.
Nach 7 KM der erste Anstieg. Es wurde unangenehm heiß unter der Regenplane. Also wieder ausgezogen und „nur“ im Langarmshirt weiter. Der Regen tröpfelte nur noch, das meiste Wasser kam von der Straße. Nachdem der erste Berg überwunden war, wurde es auf der Abfahrt recht frisch, danach Richtung Süden immer wärmer und sonniger. Nach gut 60 KM hatte ich Rheinfelden erreicht, der südlichste und tiefste Punkt der heutigen Runde. Zeit, die Regenüberschuhe auszuziehen und auch nur im Unterhemd weiterzufahren, denn jetzt wurde es auf dem Rückweg wieder bergiger.  Die Strecken sind hier, ich kann mich nur wiederholen, einfach traumhaft. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen? Ganz einfach, weil ich mich nicht anstrengen wollte. Jedenfalls nicht so. Immer diese öseligen Anstiege. Wieder bis zu 12 KM lang und kein Ende in Sicht. Auf den langen Abfahrten wurde es frisch. Also wieder anhalten und das Langarmshirt wieder überziehen. Bergauf: Handschuhe an (Schweiß), bergab : Handschuhe aus. Zu guter Letzt kamen die beiden Anstiege nach Todtmoos und zum Belchen/Wiedener Eck, die mich auch mental etwas forderten. Die letzte 9 KM lange rasante Abfahrt (wie gestern) entschädigte wieder für den ganzen Tag, zumal es den Rest des Tages trocken geblieben ist. Den geplanten Ruhetag habe ich auf morgen verschoben – alles richtig gemacht soweit.

Der Muskelkater hält sich nach wie vor in Grenzen. Klar, sind die Oberschenkel etwas sehr angespannt, stört aber beim Fahren nicht. Heute hatte ich lediglich etwas mehr als die letzten Tage „Rücken“ – was aber wohl an dem Rucksack liegt.

145,7 KM – 2.790 HM – genau 6:00h

5 Tage internetfrei sind trotzdem lästig. Zudem kommt, dass wir in der FeWo und in einem Umkreis von ca. 400 m auch keinen Mobiltelefonempfang haben. Einen überwiegenden Fernsehverweigerer wie mir könnte es also passieren, dass die Welt um mich herum bereits untergegangen ist, und niemand mehr da ist, der dieses Geschreibsel liest, wenn ich es erst mal hochgeladen habe  ;-))

Mehr Schwarzwald geht nicht – sagt der Rennrad-Reiseführer!

Donnerstag, 12.05.2011 – Ruhetag

Alles richtig gemacht. Heute war es den ganzen Tag über kalt und regnerisch. Genau das richtige Wetter, um uns in das Badeparadies in Titisee-Neustadt zurückzuziehen. Den ganzen Tag über haben  wir faul in der Wellnessoase unter 180 Palmen oder wahlweise im 33 Grad warmen Wasser herumgelegen und einfach nichts gemacht. Das war auch gut so. Die Oberschenkel waren doch sehr angespannt und arbeitsunwillig.

Morgen geht es auf die Königsetappe über 140 KM und drei Bergen.

Freitag, 13.05.2011 – Königsetappe

Trotz strahlendem Sonnenschein war die Motivation heute früh nicht so berauschend. Lag es an den niedrigen Temperaturen oder an der demotivierenden Aussicht, den Schauinsland als letztes und diesmal von der Kirchzartener Seite hinauffahren zu müssen? Man weiß es nicht.

Zunächst ging es also einigermaßen warm und dennoch zu frisch angezogen leicht bergab bis Staufen, von dort aus etwas wellig, aber wenig fordernd durch Freiburg. Von dort aus weiter leicht bis mäßig ansteigend bis St. Peter und ohne Unterbrechung bis auf den Kandel. Die Passhöhe liegt bei 1164 HM und war nach 58 KM erreicht. Ein schönes Stück Arbeit. Oben war es schweinekalt und diesig, kein lohnenswerter Aufenthalt an diesem Tag.
Die folgende ca. 12 KM lange  Abfahrt war aufgrund der kalten Temperaturen um 16 Grad, was durch den Fahrtwind natürlich noch kälter empfunden wurde, vor allem aber wegen des schlechten Asphalts einfach nur eklig. Im freien Fall bis auf 246 Meter ü.N. Unten in Waldkirch habe ich mich 10 Minuten in die Sonne gestellt, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.

Irgendwo lauert immer ein Berg

Auf den folgenden 30 KM ging es irgendwie immer bis auf 966 Meter bergauf. Ob das Ding einen Namen hat, weiß ich auch noch nicht. Auf jeden Fall habe ich auf diesem Stück eines der schönsten Streckenabschnitte aller Touren durch ein Flusstal gefahren.  An der höchsten Stelle angekommen war ich nach genau 100 KM irgendwo zwischen St. Märgen und Titisee.

Nun lauerte „nur“ noch der Scharfrichter. Der Schauinsland. Zweimal bin ich das Stück vom Pass nach Kirchzarten bislang heruntergefahren, einmal mit dem Auto hoch. Mit dem Rad wollte ich das nicht so unbedingt ;-). Zu dumm, dass es nur wenige Wege in das Münstertal gibt. So gab es kein entfliehen.

16 KM Anstieg auf 1152 Meter - was soll ich dazu noch schreiben.

Die kurze steile Abfahrt macht e wegen der vielen engen Kurven und der Temperaturen auch nicht so richtig Laune.  Ich war froh, nach 141 KM und über 6 Stunden reiner Fahrzeit wieder zuhause zu sein.

Nach einer schönen wie anstrengenden, aber nicht überfordernden Woche kann ich folgendes Fazit ziehen:

-          Vor 25 Jahren waren wir das letzte Mal im Schwarzwald – warum nicht eher??

-          Die 6 Trainingseinheiten über

-          677 KM mit

-          12.644 Höhenmeter in

-          28 Stunden haben nicht nur

-          16.000 Kcal verbraten sondern waren

-          unter dem Strich ein lohnenswertes Trainingslager für die bevorstehende Transalp und die Triathlons.

Das Laufen ist wie das Schwimmen erwartungsgemäß zu kurz gekommen.

Nach dem letzten Training habe ich Knie (links), Handgelenk (rechts) und Rücken. Der Allerwerteste tut mir an zwei Stellen auch ziemlich weh. Alles vermutlich nichts so Dolles.

An der Ernährung für die Transalp muss ich noch feilen. Ich trinke und esse – wie im wirklichen Leben – zu wenig.


Die Location ist (bei schönem Wetter) wahrscheinlich eines der lohnendsten Radtrainingsgebiete in Deutschland. Interessant dürfte auch ein Aufenthalt auf der anderen
, französischen Rheinseite allemal sein.

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Das RuK-2011 Team: Amadeus - Reiner - Holger - Jörg
Ostermontag 05:00 Uhr in der Frühe: Der Wecker klingelt - was soll das? Umdrehen, weiter schlafen. Oder?

Oder nicht: Vier Mal habe ich mich zu RuK angemeldet, erst einmal bin ich gestartet. Außerdem werden um kurz nach sechs die anderen auf der Matte stehen.

Mit einer geringen Verspätung war es dann auch so. Das ganze Geraffel fand genügend Platz in Holger's T-5 und schon ritten wir mit der Morgensonne im Rücken zügig nach Köln, wo wir in der Nähe des Rheinufers schon kurz nach dem Zusammenbau unserer Räder die Startnummern abholen und um kurz nach 9 Uhr weit vorne in Startblock "B" Aufstellung nehmen konnten. Die Platzierung im vorderen Bereich sollte sich als kluge Entscheidung von Jörg herausstellen. Amadeus hielt während unserer Abwesenheit ein Auge auf unsere Sachen (nochmals Danke dafür!) und vergnügte sich (hoffentlich) irgendwie im Start-Ziel-Bereich.

Schlag 9:30h fiel der erste Startschuss für den Block "A" der langen Distanz über 123,5 KM (am Ende sollte der Tacho bei 126 KM stehen bleiben), nur zwei Minuten später waren wir an der Reihe. Recht zügig und nicht zuletzt wegen des Starts von vorne gestalteten sich die ersten Rennkilometer stressfrei. Für uns jedenfalls. Leider bekamen wir auf den ersten 20 KM schon zwei heftige Unfälle zu sehen, in die jeweils mehrere Teilnehmer verwickelt waren. Spätestens das erinnerte mich daran, dass ich defensiv fahren wollte. Mehr zu dem Thema gibt es in u.a. in diesem Bericht. Später lagen oder saßen immer wieder Teilnehmer nach Stürzen oder/und Pannen am Straßenrand. Einmal platzte auf einer Abfahrt jemanden direkt neben mir der Hinterradschlauch. Ob es in der Folge zu einem (Massen)Sturz kam, weiß ich nicht. Bei der Geschwindigkeit guckt man besser auf die eigene Fahrtlinie.
Die Rahmenbedingungen waren optimal: Sonne, Temperaturen beim Start schon um die 15°C, schwacher Wind. Radlerherz, was willst Du mehr? Berge! Die kamen dann auch irgendwie im "bergischen Land" und selektierten immer wieder das Feld. Ich hatte den Eindruck, dass ich die Anstiege besser als bei meiner letzten Teilnahme vor drei Jahren hochgekommen bin. In jedem Fall war es kein Fehler, dass ich mich vorher links eingeordnet hatte  ;-)

Holger und auch Jörg hatte ich irgendwie schon auf den ersten 15 KM aus den Augen verloren - beide hatten mich recht kurz nach dem Start überholt. So war es denn an mir selbst, eine "gute" Radgruppe zu finden, mit der ich mitfahren konnte. Mal vorne im Wind, oft im Windschatten, öfter hatte ich ein Loch zuzufahren, was mir mehrheitlich auch gelungen ist, aber Körner gekostet hat. Zeitweilig allerdings kam ich mir wie bei einer RTF vor. Das sparte zwar Energie, kostete aber auch Zeit. Nur: Vorfahren hätte auch keinen Sinn gemacht, weil keine andere (schnellere) Gruppe alleine zu erreichen war.

Schloß Bensberg
Kurz vor dem zweiten Anstieg nach Sand kamen die Teilnehmer der Challenge 60 mit auf unsere Runde und es wurde voll. Zunehmend auch mit scheinbar unbedarften Teilnehmern. Mir schwante böses für den Anstieg auf der engen Kopfsteinpflasterpassage am Schloß Bensberg. Vor drei Jahren hatten wir hier schieben (!) müssen, weil die Strecke so voll war. Diesmal hatte ich Glück und konnte in eine Lücke fahren, in der ich wenn auch langsam, aber direkt hoch fahren konnte. Die Kette sprang mir während des Rennens auch dieses Mal wieder ab, aber anders als beim letzten Mal beherrsche ich mittlerweile die Technik, sie wieder mechanisch während der Fahrt aufziehen zu können ;-))

Ab jetzt ging es überwiegend bergab Richtung Ziel. Mit hohen Geschwindigkeiten. Etwa 3 KM vor dem Ziel fand ich mich wieder einmal an der Spitze einer schnellen Gruppe, die gefühlt  zu dem Zeitpunkt irgendwie trödelte, und wagte einen Antritt; wurde aber gut einen KM vor dem Zielstrich wieder eingeholt ;-))

Kurz nach der Zieldurchfahrt
Platz 352 insgesamt und Platz 133 in meiner Altersklasse stehen zu Buche nach 3:34:15h in meinem ersten Wettkampf überhaupt seit August 2010. Da hat eigentlich alles soweit gepasst, auch wenn einige wenige Minuten weniger drin gewesen wären. Beim Radrennen geht mir die Sicherheit aber vor. Von daher habe ich auch in diesem Jahr wieder kaum etwas von der schönen Umgebung des bergischen Landes mitbekommen. 3,5 Stunden hoch konzentriert auf den Verkehr...
Holger war mit 3:27h wie erwartet der Schnellste von uns, Jörg kam kurz nach mir ins Ziel. 

Fazit: Im Ziel gab es nach wie vor keine Versorgung der Teilnehmer, die Fahrt selbst war wieder mit einem sehr hohen Verletzungsrisiko verbunden, aber letzteres scheint normal zu sein und muss in Kauf genommen werden. Ob ich das aber dauerhaft will...??? Ich muss mal abwarten, bis das Adrenalin sich wieder aus meinem Körper verflüchtigt hat.

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...Urlaub!
Ganze 4 Tage und die ersten seit irgendwann Anfang August letzten Jahres.

Ist das ein Wetterchen? Pünktlich zu Lisas 18. Geburtstag war der Vor-Sommer da und hält sich noch immer. Mindestens aber bis morgen, wenn das Radrennen in Köln ansteht. Da gehe ich wieder mit gemischten Gefühlen hin - wegen der erhöhten Sturz- und damit einhergehenden Verletzungsgefahr. Na ja. Ich habe mir sagen lassen, dass es auch in Köln ganz gute Kliniken gibt ;-))
Spaß beiseite. Ich werde das Rennen wie schon vor zwei Jahren defensiv fahren. Um den Sieg geht es auf der 123.5 km-Runde ohnehin nicht.

Die vergangene Sportwoche war eine Entlastungswoche, von daher haben wir seit Donnerstag nicht nur durch gegrillt sondern auch entsprechend die Trainings reduziert. Allerdings: 4 Mal bin ich gelaufen, davon dreimal recht zügig über 11-15 KM und einmal die 20-KM-Runde auch nicht zu langsam. Über die längere(n) Strecken tue ich mich derzeit noch recht schwer. Auch deswegen habe ich den Osterlauf ausfallen lassen. Mir scheint da noch die Grundkondition zu fehlen.
Strecken bis 16KM laufe ich wieder recht schnell, wenn es sein muss. Die 5 KM in 21 Minuten, 11,2 KM in 48:21 und die 15 KM in 1:05h stehen in den letzten 14 Tag zu Buche. Nicht weltbewegend, aber es ist eine positive Entwicklung zu sehen. Gerade, oder besonders auch deswegen, weil die Rückenschmerzen und die damit verbundenen Haltungsprobleme mit zunehmender Geschwindigkeit wieder weniger zu werden scheinen.

Der Entlastungs- und Feierwoche ist auch die wöchentliche Schwimmeinheit zum Opfer gefallen. Ich gelobe Besserung und werde sie in der kommenden Woche nachholen.

Ich habe eigentlich vor, während der Urlaubstage zwei- bis dreimal ins Sauerland zu fahren, um dort Höhenmeter zu sammeln. Ich hoffe, mir macht das Wetter keinen Strich durch die Rechnung.

Schöne Rest-Ostern!

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Mit der Erfüllung meines ambitionierten Trainingsplans in dieser Woche wird es wohl nichts. Das liegt zum einen an meiner miesen Disziplin - ich komme morgens nichts aus der Koje, weil ich (warum auch immer) seit Wochen und Monaten gegen 3:15 Uhr wach werde und erst kurz vor dem Wecker klingeln wieder so richtig einschlafe.
Die wöchentlich geplante (und darum klingelt der Wecker um 6 Uhr) Schwimmeinheit fällt also immer flach.
Dazu kommt, dass mir mein Führer gestern noch kurzfristig einen Auswärtstermin aufs Auge gedrückt hat, von dem ich später als gedacht zurück kam. Dazu kamen noch unvorhersehbare Probleme im Tagesgeschäft, die mir gründlich und nachhaltig die Laune auf den terminierten Tempolauf verhagelt haben. Ruhetag also, anstatt 3h Training.

Die Demotivation zu Laufen zog sich heute irgendwie durch. Dennoch habe ich mich aufgerafft. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: 1:05:05:h für 15,124 KM (ø 4:18min/KM) sind sind zwar "nur" die 15.-schnellste Zeit auf dieser Runde seit 2002, aber die schnellste seit gut 2 Jahren. Zur Erinnerung im April 2009 hatte ich die "Verschlimmerung" des Bandscheibenvorfalls. Es geht also weiter voran - in kleinen Schritten eben.

Keep on runing

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Die Saison hat begonnen - spätestens heute.

Nachdem mich eine lästige Erkältung die ganze Woche über von qualitativ gutem und am Donnerstag komplett vom Training abgehalten hat, bin ich zum Wochenende wieder in Spur gekommen. Der Marathon heute ist natürlich wie angekündigt für mich ausgefallen, aber immerhin bin ich bei einem kompletten Ruhetag und einer Trainingseinheit im Fitnessraum auf immerhin 259 KM gekommen, 229 davon auf dem (Renn)rad. Das Laufen ist eben wegen der Schniefnase und der Rassellunge zu kurz gekommen. Immerhin etwas über 12 Stunden Training in dieser Woche.

Nachdem die Woche also so vor sich hin plätscherte, bin ich am Freitag nach Feierabend bei fiesem, kalten Wind meine Runde über Remsede, Iburg, Holperdorp, Lienen, Glandorf und Füchtorf gefahren. Der Spaßfaktor war wegen dem Wind nicht so besonders hoch, aber es hat gut getan. 53,3 KM in 1:45h war bei dem Wind auch OK. Zusätzliche Motivation hat mir dabei der neue Lenker am "kleinen Schwarzen" gebracht. Etwas schmaler und vor allem einen kleinen Radius im Unterlenker, der mich in der Unterlenkerhaltung einfacher (=sicherer) bremsen und schalten lässt. Eine Maßnahme vorwiegend für die bevorstehenden Radrennen. 

Der Samstagmorgen begann total verpeilt. Verschlafen. Damit war die geplante Schwimmeinheit dahin. Na gut, macht nichts. Es gab auch so das eine oder andere zu erledigen. Zum Beispiel sich um eine gescheite Radbrille mit Sehstärke zu kümmern. Am Nachmittag bin ich dann wieder auf's Rad. Es war immer noch schweinekalt bei tollem Sonnenschein. Die "Bergrunde"  musste her und die Beine büßen. Die "Bergrunde" habe ich mir im Winter ausgedacht, um einige Höhenmeter für die Transalp zu sammeln. Sie führt nach einer flachen 10 KM Runde durch die Feldmark nach Hilter zum ersten Anstieg entlang der B68. Dann kommt ein herrlich langgezogenes Stück Richtung Borgloh, wo der nächste kurze Stich wartet. Eine erneute Abfahrt bis Klein Drantum macht normalerweise richtig Laune - nur eben nicht bei dem Gegenwind. Blöd ist, wenn man bergab noch treten muss, um einigermaßen auf 40 KM/h zu kommen  ;-)

Die Borgloher Schweiz: Der eben genannten Abfahrt folgt ein 2,5 langer Anstieg - die Strecke des legendären "Borgloher Bergrennens", von da auch wieder mehr oder weniger wellig über Holte bis Bissendorf. 25 K bis hierhin mit allen Schleifen. Die Ortsdurchfahrt ist nun wirklich nicht spektakulär. Danach geht es mehr oder weniger parallel zu der eben geschilderten Strecke über die L85 Richtung Wellendorf, von dort über Kloster Oesede zur B51 nach Bad Iburg. Rechts ab bis Hagen und dann durch die Pampa zurück bis Holperdorp. Der letzte Anstieg lauert dann in Holperdorp. Oben angekommen sind gute 56 KM  und mit 675 die Meisten der etwas über 700 Höhenmeter geschafft. Flach und teils windanfällig geht es weiter über Lienen, Glandorf und Füchtorf zurück an die Burg, die in diesem Fall nach 3:06h erreicht war. Anschließend haben wir auch "offiziell" angegrillt  ;-))

Der heutige Tag begann eigentlich ganz unscheinbar. Klar, die ausgefallene Schwimmeinheit war heute gesetzt. Da ich danach sturmfreie Bude hatte, dachte ich mir nach dem Frühstück, es könnte eine gute Idee sein, den neuen Trisuit von H96 einzuweihen. Natürlich auf dem roten Büffel UND beim Laufen. Oha. Nach 3,8 KM Schwimmen...
Der Büffel bewältigte die 38,1 KM Notfall-Test-Und-Schlechtes-Gewissen-Runde über Holperdorp bei nur noch mäßigem Wind ganz gut für die Jahreszeit in 1:12h. Zuhause ein kurzer Wechsel, verbunden mit einem Gel und Wasser. Dann war ich wieder auf der Straße. Die ersten 5 K bin ich gerannt wie ein Blöder (für meine bescheidenen Verhältnisse) in knapp unter 21 Minuten. Die restlichen 6,3 KM habe ich etwas herausgenommen, was sich zwar in der Geschwindigkeit, nicht aber beim Puls bemerkbar machte. Nach 11,3KM und 48:37 Min. lag ich beim Erdinger Alkoholfrei ziemlich platt im Gartenstuhl auf der Terrasse.
Im Grunde also alles gegeben. Hoch und runter gerechnet waren die Zeiten heute für eine 2:20h auf der olympischen Distanz (1,5/40/10) gut.

So sitze ich nun hier mit einem breiten Grinsen im Gesicht vor meinem äußerst gelungenem Mai-Bock  und freue mich über ausbleibenden Schmerzen!

Wenn es weiterhin gut geht, habe ich mit über 15 Trainingsstunden nächste Woche eine Hammer-Woche vor mir. Danach folgt eine Entlastungswoche vor Ostern, was mir ganz gut in den Kram passt.

Keep on running!

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wie ich eben schon sagte: Es regnet. Der April, der April....

Ich will nicht sagen, dass ich mich nach dem After-Lauf-Schläfchen langweile, aber irgendwie bin ich in meinen Trainingsaufzeichnungen hängengeblieben. Das Trainingstagebuch reicht nun mittlerweile zurück bis zum 01. August 2002. Der Tag, an dem ich mich erstmals ernsthaft mit dem Marathon-Training auseinandergesetzt habe, bzw. mein lockeres Herumgerenne versucht habe zu strukturieren. Von Struktur kann damals eigentlich keine Rede sein - einfach öfter und länger und wenn möglich auch schneller rennen - das war der Plan. Und nicht der Schlechteste. Hätte ich aber damals schon auf Trainingspläne geachtet, wären mir wahrscheinlich viele Überlastungsprobleme und -Verletzungen erspart geblieben. Da meine mangelnde Disziplin aber auch meine Arbeits- und Reisezeiten bisweilen Trainingspläne, die ich mir im übrigen für jede Woche erstelle, hinfällig werden lassen, trainiere ich auch heute noch quasi von der Hand in den Mund. Und nach Wetterlage.

Das Zwischenergebnis für das erste Quartal 2011 sieht so aus:

Schwimmen                knapp 50 KM - unter aller Bonheur
Rad fahren                  916 KM (MTB + Rennrad)
                              + 1475 KM Rolle
                              = 2392 KM
Laufen                         574 KM
Kraft                            14:23h
Das sind insgesamt 3.007 KM - deutlich (767KM) mehr als im letzten Jahr. Alleine das Schwimmen ist mein Sorgenkind. Ich komme einfach nicht aus dem Bett. Im März war ich gerade zweimal im Wasser, weil ich an zwei Wochenenden verhindert war. Das ich Warmbadeschwimmer bin ist ja bekannt. Umso mehr habe ich Motivationsprobleme unter der Woche zu steigen. Im letzen Jahr war ich zu dieser Zeit in England - da war jeder Tag ein Warmbadetag  :-(
Auf dem Rad kommt jetzt die Zeit a) Höhenmeter, als auch auf dem Zeitfahrrad zu trainieren. Für das Training auf dem Rennrad habe ich mir eine schönen 90 KM-Runde mit rund 7--800 Höhenmetern und anschließend 30 KM flachen Kilometern ausgesucht. Eine erste Ausfahrt auf dem roten Büffel ha die üblichen Verspannungsschmerzen zu Beginn der Saison hervorgerufen.
Über das Laufen habe ich ja schon zu genüge referiert. Mir fehlt es nach wie vor an der schnellen Ausdauer, die einen guten (Halb-)Marathon erlaufen würde.

Wo ich gerade bei den Zahlen bin:
Seit August 2002 bin ich bis heute
24.144 KM gerannt, ø 53,3 KM pro Woche, in 1.922:18h, 1.504 mal.
30.490 KM Rad (+Rolle) gefahren, ø 67,31 KM pro Woche in 1.067:33h
     968 KM geschwommen, ø 1,92 KM pro Woche in 315:19h
  3.636 KM Triathlon-WK, in 169h

Insgesamt kommen zustande:
78.449 KM
ø 173,18 KM pro Woche
3824:45h
ø 8:26h pro Woche

Beim Auswerten der Anzahl der Einheiten schmiert das Programm ab. Zu wenig Systemressourcen :-))

Schönen Sonntag. 

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Es ist vollbracht. Der erste warme Frühlingstag liegt hinter uns. Die meisten werden spätestens jetzt angegrillt haben oder haben sich mit Heerscharen gleich- oder ähnlich gesinnter an der freien Luft getummelt habe. Die Luft. Hmm, wie sie riecht. Ausnahmsweise mal nicht nach Gülle sondern nach frischem Grün und umgepflügter Erde, in der die Gülle nunmehr verschwunden ist ;-)

Nachdem ich am Freitagabend bei immerhin schon 16 °C noch mit T-Shirt + langem Pullover + Windjacke + 3/4 Laufhose subtropisches Klima auch meiner irritierten Haut hervorgerufen und auf der 15-km-Runde mehr als 2 Liter Wasser verdunstet habe, sind am Samstag alle Wintersachen in die hinteren Ecken geräumt worden.
Die Radausfahrt bei 24°C hat schon erste Ränder auf den mittlerweile fischbauchweißen Armen und Beinen hinterlassen. Heute habe ich bei leider wieder nur 16°C, jetzt aber in kurz/kurz wieder geschwitzt wie Teufel und habe die 24KM relativ locker über die Bühne gebracht. Das war nicht unbedingt selbstverständlich. Vor genau zwei Wochen bin ich auf der 27KM-Runde nach 22 KM eingegangen wie eine Primel in der Frühlingssonne und musste zeitweilig gehen.
Jetzt regnet es wieder. Mal sehen, vielleicht kommt mir noch der eine oder andere Gedanke, den ich hier veröffentlichen kann...

Keep on burning!

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Endlich.
Am Samstag habe ich noch über fiese Schmerzen durch die Bandscheibenprobleme, die sich während der Schwimmeinheit besserten, geklagt. Heute habe ich endlich die 4:30-Minuten-Marke geknackt.

Über 16,27 KM bin ich 1:13:06h gelaufen, was einem Kilometer-Schnitt von 4:29 Minuten entspricht.
Mir fehlen nur noch 19 Sekunden, allerdings über 42,195 Kilometer - dabei war ich heute schon ziemlich platt...

Mühsam ernährt sich bekanntermaßen das Eichhörnchen - und das belohnt sich heute mit einer halben Tüte Chips  ;-))

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Abgesehen davon, dass heute Nacht die Zeitumstellung einmal mehr zum Unverständnis vieler EU-Bürger beigetragen haben dürfte, die gefiederten Nachbarn schon zu unchristlicher Zeit im Garten herumbrüllen und die Hühner wecken - auch sonst sind die Frühlingsboten aus ihren Löchern gekrochen. Spätestens heute.
Überall wird in den Gärten gewerkelt, irgendwelche Rasenmäher und sonstige benzinbetriebene Gerätschaften geschmiert und Probe gelaufen. Motoradfahrer kramen ihre rostigen Kaffemühlen aus der Garage hervor und machen die Borgloher Schweiz unsicher. Dabei darf man da nur 50 fahren. Tststs...
Zillionen Läufer und Rennradler bereicherten heute Hauptverkehrsstraßen und Wirtschaftswege. Wanderer, Familien mit kleinen Kindern, Skater und Kickboards bevölkerten Fahrradwege und Eisdielen. Selbst unsere im Dorf hat schon aufgemacht. Na ja. Eine hektische Zeit eben, die Frühlingszeit.

An den März mache ich im Trainingskalender besser einen Haken. Da ist nicht viel zusammengelaufen, auch im Wortsinne. Die Umfänge und Intensitäten der letzten beiden Wochen waren völlig daneben und ich irgendwie neben der Spur. Bis heute Morgen. Das Schwimmen fiel mir noch schwer - der Rücken macht selbst im Wasser seit einiger Zeit wieder Zicken. Nach 45 Minuten wurde es etwas besser.
Auf dem Radl lief es danach dann urplötzlich wieder gut und fast schmerzfrei. Mal sehen, wie es weitergeht.

Demzufolge habe ich mir den Halbmarathon wie angekündigt gespart und auch den Rotterdam-Marathon in zwei Wochen vom Plan genommen. Ich bin noch nicht soweit. Selbst wenn sich meine Geschwindigkeit gestern über die 16,3 KM weiter verbessert hat. Mit dieser Runde ist es nun auch wieder vorbei. Ich laufe sie nur in der Winterzeit. In der Sommerzeit reduziert sie sich um 1,2 KM - landschaftlich etwas schöner und weniger Verkehr bzw. Anwohner. Genau deswegen laufe im Winter (Dunkelheit) die längere Strecke. Es gibt noch einen weiteren sportlichen Grund. Wenn ich den hier erklären würde, würden sich die meisten Leser allerdings an die Stirn ticken. deswegen lasse ich es besser. Für die "Fachleute": Punkte im Winterpokal  ;-))

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Es ist ja kaum auszuhalten. Schon am frühen Morgen wird man mittlerweile von Nachbarn geweckt, die sich den ganzen Winter über in wärmere Gefilde verpieselt hatten und nun wieder in Heerscharen angeflogen kommen. Kaum kündigt sich das Morgengrauen (oder das Grauen des Morgens) an, sind sie wach und labern in ihren Schlafgebüschen munter durcheinander. Das und die zumindest im Durchschnitt leicht gestiegenen Tagestemperaturen kündigen das Winterende an - und das ist auch gut so.
Endlich werden wieder Trainingseinheiten (fast) im Hellen, vor allem aber draußen möglich. Meine traditionelle Eröffnung der Rennradsaison zu Pappen's Geburtstag ist dem Wetter zwar noch zum Opfer gefallen, aber ich konnte sie am vorletzten Wochenende nachholen. Das Frühjahrstreffen mit Alhambra-Nick und Fukushima-Fränk stand an. Diesmal in Bremen, das man ja recht entspannt mit dem Rad erreichen kann. Auf dem Hinweg jedenfalls.
Zum ersten Mal habe ich meinen GARMIN 705 von seiner Funktionsfähigkeit überzeugen können, einige zweifellos landschaftlich schöne Umwege werden toleriert. Auf der Strecke summierten sich diese auf knapp 10 KM. Am Samstag Abend schlugen ein paar planmäßige Bierchen und Likörchen im Bremer "Schnoor" auf die Leber und reduzierten das Hotelfrühstück am folgenden Vormittag auf ein Minimum. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellen sollte.
Bei leichtem Sonnenschein trat ich schweren Herzen am späten Vormittag den Rückweg an - 100% Gegenwind bei doch recht kühlen Temperaturen. Beides strapazierte die mentale Stärke ziemlich. Die ersten 60 KM zogen sich wie Kaugummi, erst ab 90 KM wurde es erträglich, wenngleich sich die Situation nicht verbesserte. Die mangelnde(fehlende) Energieversorgung aus dem Frühstück machte sich bemerkbar. Eine Flasche Cola und ein Snickers an der Tanke am Dümmer See linderten das Formtief nur kurz. Die Geländebeulen des Teutoburger Waldes waren hier bereits sichtbar und nur  wenige Zeit später spürbar. Dumm war es auch, das ausgerechnet hier das Schaltwerk an meinem Radl den Geist aufgab und ich nur auf zwei Ritzeln schalten konnte. OK, bergauf, schlecht im Flachen oder gar bergab. Auf den letzen 30 KM hatte ich somit meist eine recht hohe Trittfrequenz mit relativ niedriger Geschwindigkeit.
Auf dem Hinweg bin ich 153 KM in 5:22h gefahren, zurück waren es nur 148 KM. Für die habe ich aber 5:55h gebraucht.

In der letzten Woche war ich dann komplett von Montag bis Freitag in England unterwegs. Das geplante Lauftraining ist entweder meiner "Plattheit" oder dem diesigen Wetter zum Opfer gefallen. Ich kann dort eine gut 12-KM-Runde laufen, die führt aber über rund 4 KM über eine stark befahrene, schmale, hügelige und kurvenreiche Strecke mit Bundesstraßencharakter - ohne Seitenstreifen. Also nicht ganz ungefährlich. An dem einzigen Tag an dem ich die Lust zum Laufen hatte, war das Wetter so neblig, dass ich es aus Sicherheitsgründen gelassen habe.

Die ersten Trainings nach 6 anstrengenden Wochen standen dann also erst am letzten Wochenende auf dem Programm.
Am Samstag 3,4 KM Schwimmen und 75 KM auf dem dem Zeitfahrrad - geknallt (gefühlt zumindest). Die Oberschenkel waren dahin und ich war total platt. Dazu kamen die üblichen Beschwerden in der Nackenwirbelsäule und der übrigen Muskulatur bei den ersten Ausfahrten auf dem Tria-Rad zu Beginn einer Saison. Der Körper muss sich erst an die veränderte Körperhaltung gewöhnen.
Der Sonntag begann mit Fronarbeiten im Haus und einem anschließendem langen Lauf, der schon vorab nichts Gutes erahnen ließ. Dennoch habe ich den Weg zum Feldmarksee eingeschlagen - der Kurs nennt sich in meinem Trainingstagebuch übrigens "Feldmarksee - Kurz" und ist 27,4 KM lang. Zwei weitere Varianten gehen über 30 bzw. 31 KM. In diesem Jahr bin ich einmal 24 KM gelaufen, die waren schon recht mühselig. Aber am Sonntag bin sich so richtig abgek...t. Nach 21,5 KM musste ich gehen - und danach noch zweimal...

Fazit: Am kommenden Sonntag werde ich den geplanten Halbmarathon wohl nicht laufen und den Marathon in Rotterdam am 10. April schon gar nicht.


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Bad Laer (dpa)
Der weiße Kenianer ist zurück. In der letzten Woche wurde er dreimal im heimischen Kral bzw. auf der Straße zwischen Bad Laer und Bad Iburg sowie einmal auf dem Laufband eines angesehenen, im Kurort ansässigen Fitness- und Rückenstudios gesehen. Nach groben Schätzungen von international angesehenen Laufexperten hat er dabei 55 KM in knapp 4:36h  zurückgelegt. Das lässt darauf schließen dass der Läufer , der mit einer wahlweise schwarzen Laufmütze oder (überwiegend) einer Baseballkappe mit dem Logo eines in der Nähe befindlichen renommierten Laufvereins unterwegs ist, zu seiner Form aus 2009 zurückgefunden hat oder zumindest auf einem guten Weg dorthin ist. Ein Statement dazu hat der als "weißer Kenianer" bekannte Läufer bislang nicht abgegeben.
Anwohnern zufolge ist er meist deutlich nach dem Eintreten der Dämmerung oder (an Wochenenden) innerhalb der Mittagsruhe unterwegs. Beides macht eine genauere Analyse bzw. das Auffinden von Augenzeugen schwer.

Es ist zu vermuten, dass der ca. 170 cm große(?) Mann mittleren Alters zusätzlich mit dem Renn- oder Mountainbike in der näheren Umgebung unterwegs ist. Ein Auftauchen in den Gewässern der umliegenden Hallenbädern zu Warmbadezeiten ist nicht ausgeschlossen.

Warnung: Der Weiße Kenianer könnte mit einem überwiegend schwarzen  Rennrad oder einem silberfarbenen Mountainbike bewaffnet sein. Letzteres verfügt möglicherweise über Stahl- oder Eisennägel in den Reifen um eine Flucht auf den heutzutage oftmals rutschigen Straßen zu ermöglichen!

Seinem Gesichtsausdruck zufolge, unterstrichen durch das breite Grinsen im Gesicht, hat er sich seit ca. 1,5 Jahren körperlich nicht mehr so wohl gefühlt, wie derzeit.

Zitat von überholten Zeitzeugen: "Dem ist in diesem Jahr alles zuzutrauen!"


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Nun ist es soweit.

Das Schweigen der Räder. Sie rollen nicht mehr. Zumindest nicht die muskelgetriebenen Zweiräder.
Tiefer Schnee und vereiste Straßen haben das Radfahren über Weihnachten zu einem unkalkulierbaren Risiko gemacht.

Laufen "geht" - zumindest bei Tageslicht. Dann macht das sogar Spaß. Wenn gleich Mann (Läufer) nicht so furchtbar schnell von der Stelle kommt und oft herum eiert. Aber ist in dieser Jahreszeit nicht vorrangig das unspezifische Training Ziel unser Bemühungen?

Nichtsdestotrotz (komisches Wort. Schreibt man das zusammen? Die Rechtschreibprüfung meldet keinen Fehler  ;-))  ) Nichtsdestotrotz also rollen die Räder doch. Nachdem die französische Invasion zurückgeschlagen wurde, nun wieder im ungemütlich-kalten heimischen Kellerraum. Aber allen Leidensgenossen sei gesagt: Kopf hoch! Die längste Nacht bzw. der kürzeste Tag liegt nun schon eine Woche hinter uns - die Zeit spielt uns also in die Karten und der nächste Frühling naht. Bestimmt. Ich weiß das aus langjähriger Erfahrung.

Aber jetzt: It's Schnee. Mann. Wie wir Engländer sagen.

Bis die Tage

Ich wünsche Euch wenigen Lesern dieses Blog einen guten Rutsch und ein unheimlich tolles 2011!

Reiner


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So.

Was hatte ich neulich so von mir gegeben?

Einem neuen Verein wollte ich beitreten - das habe ich bislang nicht getan. Schlichtweg aus dem Grund, weil ich seit mehr als 5 Wochen nicht laufen konnte und daher die Fortsetzung meiner Triathlon Aktivitäten in Frage stellen muss(te).
Nun scheinen meine behutsamen Bemühungen, meine Leistungs- und Bewegungsfähigkeit wieder herzustellen, allmählich auf fruchtbaren Boden zu fallen:
Beim Schwimmen mache ich große Fortschritte - konnte gestern 3,3 KM schwimmen, ohne nennenswerte "lohnende" Pausen. OK - da kommen keine weltrekordverdächtigen Zeiten zusammen, aber ich gehe auch nicht unter. Fürs Überleben im Triathlon reicht das allemal. Mehr, im Sinne von schneller, kann ich auch wohl nicht; länger geht immer   ;-)




Auf dem Rad bin ich wieder ganz gut dabei. Trotz oder gerade wegen des drastisch reduzierten Trainings von Mitte August bis Mitte September liege ich derzeit nur 90 KM hinter dem Trainingsumfang vom letzten Jahr zurück.
Mittwoch konnte ich mir einen halben Tag frei nehmen und bin etwas über 3 Stunden mit dem MTB im Schnee - und auf Eis  :-(  - gefahren. Neue oder alte Knochenbrüche habe ich nicht davon getragen  ;-)).
Insgesamt habe ich in dieser Woche dann über 8 Stunden im Sattel gesessen.



Anders sieht das beim Laufen aus - nicht mit den Brüchen, aber mit dem Umfang. So wenig, wie in diesem Jahr bin ich seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2002 nicht gerannt.
Vor 5 Wochen bin ich zum letzten Mal auf der Straße gelaufen, danach ging nichts mehr. 

Langsame Versuche auf dem Laufband und die Übungen im Fitnessstudio scheinen mich wieder nach vorne zu bringen. Zweimal konnte ich bereits 5 KM auf dem Band laufen, mit abnehmenden Beschwerden. 

Nachdem ich gestern früh beim Schwimmen keine Rückenprobleme hatte, musste ich anschließend ich im tiefen Schnee und bei strahlendem Sonnenschein unbedingt nach draußen - Genau 1 Stunde ist es geworden und ich kann mich jetzt (1 Tag später) immer noch fast schmerzfrei bewegen (wenn man ein gewisses Maß an Schmerzen toleriert bzw. ignoriert) !

Für 2011 versuche ich einmal mehr strukturiert nach einem extern erstellten Trainingsplan zu trainieren. Ich bin sehr gespannt, ob ich mich daran halten kann und werde.

Allerdings denke ich, dass der Triathlon im kommenden Jahr eher zurückstehen wird. Zum einen möchte ich noch einmal Fahrt beim Laufen aufnehmen, sofern es die Gesundheit erlaubt, und zum anderen soll der Radsport im Mittelpunkt Sportaktivitäten stehen. Nicht ohne Grund: Ich hatte es ja im letzten Post angekündigt: Ich werde an einem Radrennen teilnehmen. 

Die Anmeldung war zu dem Zeitunkte seit ein paar Tagen draußen aber erst seit Donnerstag haben wir die offizielle Bestätigung, dass wir Teilnehmer sind. Nicht irgendein Radrennen natürlich, eine Herausforderung und Steigerung zu vorangegangenen Events muss es schon sein:

26.06.-02.07.2011

Eine Transalp spukt ja schon seit 2009 in meinem Hirn herum und um ein Haar wäre ich mit "Iron" Jens ja im September diesen Jahres mit dem Rennrad über die Alpen gekraxelt. Es hat nicht sollen sein. Während Jens noch immer am Kämpfen ist - weiterhin gute Besserung an dieser Stelle - habe ich mich für das seit Jahren von dem Rennradmagazin TOUR organisierten Radrennen entschieden. Die Schwierigkeit bei der Anmeldung? Es wird immer im 2-er-Team gefahren. Also musste im Vorfeld ein Teampartner her, den ich über das Internet gefunden habe, nachdem potentielle Teampartner aus meiner Umgebung abgesagt hatten. Für "Jaco" ist es bereits die zweite Teilnahme nach 2006.Unser Ziel ist im Grunde genommen das Ankommen, wenngleich wir nicht des "Olympischen Gedanken" wegen an den Start gehen wollen.

 

Das Rennen läuft über 7 Tagesetappen von Sonthofen bis herunter nach Arco, kurz vor dem Gardasee. Dabei sind 22 Alpenpässe mit insgesamt rund 20.000 Höhenmetern (Aufstieg) auf 936 KM zu überwinden. Kein so furchtbar leichtes Unterfangen also, besonders für einen Flachländer wie ich es bin.

Über 7 Tage jeden Tag ein Radrennen - das habe ich auch noch nicht gemacht. Gewertet wird das Team, genauer gesagt: die Zeit des Langsameren der beiden.

Was bleibt zu sagen?

Was das Rennen angeht, werde ich mich sicher in nächster Zeit noch näher auslassen, ebenso, ob ich mich vereinsmässig binde oder nicht. Hier halten sich mögliche Vorteile doch in sehr überschaubaren Grenzen.

Zwischen der kurzen Weihnachtspause am kommenden Wochenende und dem Jahreswechsel werde ich die Jahresplanung 2011 etwas mehr konkretisieren.

Einen schönen vierten Advent noch!


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Die Zeit rast.
Schon wieder sind zwei Wochen ins Land gegangen. Oder sind sie durchgezogen?
Elenie, "unsere", Jennie's französische Austauschschülerin ist am Freitag schon wieder zurück ins wärmere Frankreich gefahren. Sie hat in ihren dünnen Stoffschuhen ziemlich kalte Füße bekommen ;-)

Damit ist sie nicht alleine in  Bad Laer. An den letzten beiden Wochenenden war ich mit dem Mountainbike unterwegs auf den Straßen und Wegen in der Umgebung. Die deutlichen Minus-Temperaturen waren alles andere als angenehm in meinen normalen Mountainbikeschuhen und haben mich schmerzhaft daran erinnert, dass ich mir schon vor zwei Jahren Winterschuhe für das Rad zulegen wollte. Sonntag bestellt, Montag versandt - Dienstag zur Hand!
Ein Schnäppchen bei
Rose konnte ich dann gestern bei Schnee und aufgezogenen Spikes Probefahren. Es ist schon ein schönes Gefühl, mindestens 45 Minuten warme Füße zu haben... Nach einer zweistündigen Ausfahrt waren die "Auftauschmerzen" in den Zehen bei weitem nicht so stark, wie vor einer Woche ;-)

Was gibt es sonst Neues?
Zum einen bin ich, bzw. trete ich zum 31.12.2010 aus dem LC Solbad Ravensberg aus und beim niedersächsischen TSG 07 Burg Gretesch (Osnabrück) ein. Die Gründe hierfür möchte ich an dieser Stelle nicht weiter erörtern. Die, die mich kennen und die mir wichtig sind, wissen warum.

Das Training...
... beginnt wieder mehr Spaß zu machen.
Beim Schwimmen bin ich am Samstag zum ersten Mal wieder 500 durch gekrault - und das gleich 4 Mal, dazu noch einige Hundertmeter Brustschwimmen und schwups, ist die Stunde voll. An der Geschwindigkeit muss ich nur noch ein wenig arbeiten - aber dafür ist jetzt noch nicht die Zeit. Grundlagen- und Techniktraining ist angesagt.

Im Fitnessstudio geht fast alles wieder seinen gewohnten Gang. Etwas anstrengend sind manche Übungen noch, hier und da fehlt noch das eine oder Kilo Eisen - das trage ich aber als Fett mit mir herum.

Seit dem 1. November läuft (traditionell) das neue Trainings-/Wettkampfjahr für mich. Seit dem bin ich 783 KM Rad gefahren, überwiegend natürlich auf der Rolle, aber immerhin auch zweimal bei eisiger Kälte auf dem MTB. Dazu kommen noch diverse halb-stündige Radeinheiten auf dem Ergometer im Fitnessraum.

Alleine das Laufen lässt zu wünschen übrig. Heute bin ich 25 Minuten auf dem Laufband locker gelaufen. Nicht schmerzfrei, aber bis dahin war es einigermaßen auszuhalten.
Die Nachwirkungen verschlimmern sich momentan von Stunde zu Stunde - aber immer noch besser, als bei meinem letzten Test, den ich nach 2 Minuten abgebrochen habe.

Wofür trainierst Du überhaupt - wenn doch irgendwie oft alles weh tut? Das werde ich häufig gefragt.

Nun, das ist ist schwer und doch einfach zu beantworten: Ich bin süchtig. Abhängig, quasi.
Bewegung ist gut. Für den Körper und für den Kopf. Auch für die Familie, wenn der Puls nach dem Training wieder unten ist und ich geduscht bin. Dann bin ich wieder ansprechbar für die wichtigen Dinge im Alltag.

Allerdings: um trainieren zu können, brauche ich eine Motivation. Ein Ziel.
Für 2011 hatte ich bislang zwei Veranstaltungen gebucht, um mir aus dem Motivationsloch August - Oktober zu helfen:
Den Rotterdam-Marathon im April und den OSTSEEMAN in Glücksburg Anfang August. Beides habe ich gebucht, obwohl ich nicht weiß, ob ich laufmäßig wieder auf die Beine komme. OK, ersteres habe ich seit Wochen für mich behalten, die Aussicht motiviert mich aber ungemein.

Das sind ja irgendwie keine Hammer, oder? Da fehlt das Salz in der Suppe, das Chili im Hack, der Pfeffer auf dem Stremel-Lachs...
Eine Challenge (= neudeutsch: Herausforderung) musste her. Und sie kam daher in Form eines Radrennens. doch dazu später mehr.


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Nach 14 Wochen habe ich zum ersten Mal wieder mehr als 8 Stunden Training in mein Trainingstagebuch eintragen können!
Das Schöne dabei: Trotz erneut drei kompletten Ruhetagen, an denen ich unterwegs war, hat mir das Training Spaß gemacht. Die ersten Schwimm-Kilometer sind absolviert und ich war zweimal im Fitnessstudio, wo ich jetzt mit einem nur leicht abgeänderten Trainingsplan und reduzierten Gewichten wieder Muskelaufbau betreibe. Sowohl beim Schwimmen als auch im Studio gibt es einiges zu tun ;-)  Wen wundert's? Stumme Zeugen davon sind ist das Unterhautfettgewebe, dass sich in Form von Röllchen gemein bemerkbar macht. Eine Laufeinheit habe ich mir nach dem Erlebnis vom letzten Sonntag in dieser Woche gespart. Die Nachwirkungen bekam ich bis Samstag zu spüren!
Ab morgen sind wir für 14 Tage zu fünft im Haushalt. Jennie bekommt im Rahmen des Schüleraustauschprogramms  vom Gymnasium Bad Iburg ihre Austauschschülerin zu Besuch. Das hat zur Folge, dass Jennie ihr Zimmer räumt und in "meinen" Keller einzieht, wo gemeinhin meine Rolle steht. Die muss nun für die nächste Zeit in mein Zimmer unters Dach einziehen. Zum Glück ist die Wohnung darunter momentan nicht bewohnt...
Bleib zu hoffen, dass ich mit dem Rückenwind aus dieser Woche das Feuer wieder anfachen kann.


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Jetzt sollte bzw. ist der Schaden an der Schulter behoben sein und ich könnte mit der Saisonvorbereitung für 2011 anfangen.

Könnte..., wenn es nicht an der Motivation hapern würde. Was aber aber viel schlimmer ins Gewicht fällt ist, dass ich quasi nicht laufen kann! Die Bandscheibenschäden machen mir zurzeit massiv zu schaffen und das, obwohl ich in den letzten Wochen im Durchschnitt nur 1-2 Mal pro Woche gelaufen bin. 

Im Grunde genommen befinde ich mich derzeit auf dem Trainingsstand von November 2005 - als ich nach dem BS-Vorfall zur Reha war, wenn ich mal die Einheiten auf der Rolle außer Acht lasse.

OK, zugegeben: der 24-KM-Lauf am letzten Sonntag war zu viel des Guten. Anschließend konnte ich 2 Tage kaum mehr gehen. Beim heutigen Läufchen haben mir alle Knochen und Gelenke südlich der Gürtellinie von Anfang an weh getan. Das ist an sich nichts schlimmes, normalerweise "verläuft" sich das auch den ersten 4 KM. Nicht so heute Mittag. Der Rücken tat weh, die hintere Oberschenkelmuskulatur auch und so nach 3 KM kam noch die rechte Leiste hinzu. Ein paar Mal musste ich stehen bleiben... Ich verfluchte die Tatsache, kein Handy dabei zu haben um mich abholen zu lassen und beschloss auf (fast) kürzestem Weg zurück nach Hause zu laufen. Unterwegs, auf einer nun vollkommen neuen (wenn gleich auf nicht unbekannten Wegen) Laufrunde erweiterte ich die Strecke Stück für Stück, um doch noch 60 Minuten in mein Trainingstagebuch eintragen zu können. 

Nach dem Lauf kann ich wieder kaum gehen bzw. mein linkes Bein so bewegen, wie ich es eigentlich sollte. Einfach mal gerade ausstrecken ist nicht so einfach...

Dadurch, dass der Körper bei Schmerzen unweigerlich eine Schonhaltung einnimmt, werden andere Gelenke oder Körperteile in Mitleidenschaft gezogen. Daher wohl die Schmerzen in der Leiste und insgesamt 3 blaue Zehennägel in den letzten 2 Wochen :-(

Die mangelnde Motivation lässt mich an den wenigen Tagen an den ich morgens in Schwimmbad gehen könnte, zunächst ohne irgendein schlechtes Gewissen im Bett liegen bleiben. Seit Oktober bin ich häufig unterwegs zu Softwareschulungen bzw., -Einführungen und in unserer Niederlassung in England, was das Training hinten runterfallen lässt. An den Reisetagen muss ich oft zwischen 2 und 3 Uhr früh aus den Federn und komme abends spät zurück. Somit bin ich froh, wenn ich mal etwas länger schlafen kann. Ende kommender Woche sollten mein Kollege und ich aber aus dem Gröbsten heraus sein.

Am Mittwochabend habe ich einen Termin im Fitnessstudio meines Vertrauens, um mir einen neuen, auf den Rücken und die Bauchmuskulatur abgestimmten Trainingsplan erstellen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass mich das wieder einmal nach vorne bringt.


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Bereits am Dienstag wurde ich stationär vom Chirurgen meines Vertrauens operiert. Erstaunlich, wie schnell ich nHakenplatteach der Vollnarkose wieder auf den Beinen war. Mit der gefühlten, sehr kurzen Aufwachphase war der Spuk inklusive Wartezeiten nach 2 Stunden vorbei und ich lag wieder auf meinem Sofa. Die Schmerzen halten sich in GrenzeHakenplatten, selbst das Liegen auf dem Rücken geht jetzt wieder besser als vor der OP.
Eben war ich zum Verbandswechsel - bis Mittwoch muss ich meinen Bewegungsdrang noch im Griff haben - Schweiß ist nicht gut für die Wunde.
In zwei Wochen, nachdem die Fäden gezogen sind, kann ich mit Rehamaßnahmen anfangen. Laufen und Radfahren auf der Rolle wird wohl schön früher möglich sein.


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Vielleicht ist es schon aufgefallen. In den letzten Tagen und Wochen ist unsere kleine Website kontinuierlich weiter gewachsen. Zunächst in "meinem" Bereich. Hier hole ich nach und nach Seiten aus den alten Homepages herüber und korrigiere sie ein klein wenig redaktionell und überarbeite die enthaltenen Fotos. Ansonsten bleiben die Inhalte gleich. Die Seiten stellen eben zusammen mit dem Blog eine Art Tagebuch dar.

Neu sind:
- Presseberichte: alle komplett v. 2006 bis heute
- einige Fotogallerien
- diverse Laufberichte von 2005 bis 2010
- der GröDispaZ (Größter Disponent aller Zeiten) darf auch nicht fehlen.


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Ironman night 2010

Alloah!
Zum zweiten Mal nach 2009 bin ich in diesem Jahr live auf  Hawaii dabei, bei der IRONMAN-Weltmeisterschaft der WTC!
Seit 18:45h läuft das Rennen - zumindest im Internet. Momentan sind wir seit rund 50 Minuten  bzw. 20 Meilen (ich gehöre ja zu der Führungsgruppe) auf der Radstrecke. Es ist sonniges Wetter, den Wind werden wir erst später zu spüren bekommen.
Hoffentlich bekomme ich einen zweiten Wind, um der Veranstaltung, die ab 0:20h auch im deutschen Fernsehen durch HR bis morgen früh um 5 Uhr übertragen wird, noch einige Stunden folgen zu können.
Bier und Chips sind ausreichend vorhanden. Falls notwendig verfüge ich auch noch über einige Reservoirs an Cola und Red Bull sowie Power Gels - Überbleibsel meiner letzten Vorbereitungen zum Radrennen am Nürburgring.
Hang lose
Reiner


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Seit meinem letzten Eintrag hier gab es wenig bis nichts, was es wert wäre, für die geneigten Leser oder die Nachwelt aufgeschrieben zu werden. Schade eigentlich, aber so ist das, wenn das Leben in ruhigen Laufbahnen verläuft...
Mal abgesehen, davon, dass heute bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen um die 23 °C der "Münsterland-Giro" über die Bühne gegangen ist - der letzte in diesem Jahr geplante und gebuchte Wettkampf. Natürlich ohne mich. Zum Glück konnte ich die Organisatoren überzeugen, mir das Nenngeld zu erstatten, nachdem ich das ärztliche Attest vorgelegt hatte. So hatte das wenigstens etwas Gutes. Ich muss Mal nachsehen, aber ich glaube, dass ich in diesem Jahr bald mehr Wettkämpfe habe sausen lassen, als ich wahrgenommen bzw. gefinisht habe. Die Rennrad- und Triathlon Saison ist nun in unseren Regionen für dieses Jahr endgültig beendet, was die Wettbewerbe angeht.

Andernorts, genauer gesagt im australischen Geelong ging in diesen Tagen die Rennrad-Weltmeisterschaft über die Bühne. Für die deutschen Radprofis sprangen durch Judith Arndt und Tony Martin dabei die Silber- bzw. Bronzemedaille im Einzelzeitfahren heraus.
Überschattet werden die tollen Erfolge (wieder) einmal mehr durch Dopingvorfälle. Alberto Contador, Sieger der Tour de France der Jahre 2009 und 2010 wird, wie erst jetzt, knapp 2 Monate später, bekannt wurde, des Dopings durch Clenbuterol beschuldigt. Contador wurde bereits während DES Dopingskandals um den spanischen Dr. Fuentes des Dopings bezichtigt, nachgewiesen wurde ihm bis heute nichts. Was wohl eher an der schlampigen Bearbeitungsweise der spanischen Behörden und dem Geldsumpf im Profiradgeschäft liegen wird.

So what? Ich dope schließlich auch. Gerade jetzt wieder, wo ich diese Zeilen schreibe. Allerdings gelingt es mir durch eine ausgeklügelte Verschleierungstaktik, die Fahnder in die Irre zu führen, bzw. ins Leere rennen (oder fahren die eigentlich?) zu lassen. Mal ganz unter uns: Ich wechsle einfach zwischen verschiedenen Weizenbiersorten ("Hefe" sollte es schon sein), klassisch eingebrauten Sorten Pilsener Art und saisonalen Gebräuen. Gerade eben ist das Oktoberfestbier der SPATEN-Brauerei serviert.

Aber ich schweife ab, zurück zum Sport: Während heute auch der Marathon in München gelaufen wurde und der Challenge Triathlon in Barcelona über die Langdistanz über die ging (zu dem übrigens zusammen mit Tim Esselmann (Ergebnisse stehen noch aus) zumindest mein Radkoffer gereist sein dürfte), strampele ich mich im (noch) warmen Keller schon wieder auf der Rolle ab. Ich war heute dicht dran, mit dem Trekkingrad eine Runde in der Natur zu drehen, aber die Schulter und die Angst durch einen dummen Zufall zu stürzen, geben das einfach noch nicht her.

Seit dem Unfall am 20. August bin ich:
- 11 Mal bzw. 149,4 KM / 12:01:23h gelaufen und
- 11 Mal bzw. 320,3 KM / 11:17:41h auf der Rolle Rad gefahren
Das ist nicht so wahnsinnig viel, was? Es macht mich aber Wahnsinnig, wenn ich sehe, bzw. spüre, wie schwer mir das ganze fällt und wie sehr die Motivation immer mehr in den Boden geht. Aber das hat mehrere Gründe, die ich hier nicht alle so offen legen möchte. Vielleicht liegt es auch einfach nur am fehlenden Ziel...

Zwei sportliche Höhepunkte dieses Jahres werfen noch ihre Schatten voraus:
Zum einen die Weltmeisterschaft der IRONMAN Corp. (WTC) auf Hawaii am kommenden Samstag ab 18:45h und zum anderen die New York Marathon am 7. November (@Nick & Schrøder: war da nicht noch was...???)


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total platt

5 1/2 Wochen sind ins Land gegangen, seit dem ich mich aufs Mett gepackt habe. Das sind 5 1/2 Wochen ohne das ich eine Nacht durchgeschlafen habe und 5 1/2 Wochen, in den ich meine Ernährung reduziert habe, um nicht unnötig an Gewicht zu zulegen. 
Ich darf  ja nicht jammern, aber es geht mir auf den Geist. Ich bin unzufrieden, habe Hunger, friere schnell und vor allem - bin kraft- und mutlos.
Mein absolut Lust- und motivationsloses Trainingspensum liegt so bei 4-5 Stunden pro Woche, aufgeteilt in Laufen und Radeln auf der Rolle. Da beides nicht schmerzfrei ist, bin ich relativ froh, das ganze Theater nach 60 - 75 Minuten beenden zu können. Dabei schwitze ich wie Sa... und habe einen unverhältnismäßig hohen Puls, der zwar nach dem Absetzen der Schmerztabletten gesunken, aber fernab vom Normalen ist. Permanente Müdigkeit begleiten das Ganze.
Ich hatte ja nun einige Wochen Zeit, mir über die Saisonplanung 2010 Gedanken zu machen. Selbst dabei kommt kaum (Vor-)Freude auf. Einige Gedanken habe ich zwar, aber alles Spektakuläre habe ich ich erst einmal verschoben.
Fest steht, dass ich 2011 nicht zu einem Trainingslager auf Mallorca fliegen werde, obwohl mir das in diesem Jahr richtig aufs Pferd geholfen hat. Die Radkilometer werde ich mir wohl in heimischen Mittelgebirgen holen.

Fest steht auch, dass ich keine Langdistanz unter dem Ironman-Label buchen werde. Ob ich überhaupt eine Langdistanz bestreiten werde, entscheidet sich in den nächsten Wochen, wenn ich absehen kann, wie schnell ich nach der Entfernung der Metallplatte aus meiner Schulter wieder mit dem Schwimmen beginnen kann und vor allem, wie das danach funktioniert...
Die OP ist am 19. Oktober, bis dahin ist erst einmal easy-going angesagt. Allenfalls laufen und Rollentraining. Selbst im Fitnessstudio kann ich nicht so furchtbar viel machen, obwohl ich da mal wieder erscheinen sollte.


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Meine Nachbarin von gegenüber arbeitet seit einigen Tagen emsig im Garten. Auf dem Sportplatz wird die Aschenbahn weggebaggert und alle Büsche und Bäume ausgerissen, um Platz für einen Kunstrasen zu machen. Die Nachbarin zur rechten wienert die Gartenmöbel und bei Doc Kellersmann ist ein Gartenbauunternehmen mit dem Herbstputz beschäftigt.

Und was mache ich? Ich warte, dass die Zeit vergeht. Bis einschließlich gestern hatte mich der Doc im Krankenhaus ja krankgeschrieben. Montag früh muss ich dem Chirurgen meines Vertrauens einen Besuch zum Röntgen und Nachsorge abstatten. Ich denke, dass ich anschließend wieder arbeiten werde. Die Schmerzen halten sich tagsüber in Grenzen, nur nachts habe ich ziemliche Probleme. Spätestens um 1 Uhr treibt mich der Schmerz aus dem Schlaf, entsprechend hänge ich tagsüber in der Uhr.

Die Zeit bislang habe ich damit verbracht, einen Teil meiner Leserückstände aufzuholen und einen Teil digitaler Fotos zu katalogisieren. Außerdem habe ich angefangen unsere Homepage von Grund auf neu zu gestalten. Die ersten Gehversuche gibt es hier.

Am Freitagabend habe ich das erste Mal auf der Rolle gesessen. Mehr als eine halbe Stunde habe ich das aber nicht ausgehalten. Ich kann mich mit dem linken Arm nicht oder nur wenig abstützten. Das macht die Sache noch anstrengender.

Heute hat es dann gejuckt. Ich musste laufen. Den Arm habe ich dabei ruhig gehalten, Schmerzen hatte ich dadurch nicht mehr. Allerdings tun mir seit dem so ziemlich alle anderen Knochen Südlich der Lendenwirbelsäule weh. Eine kürzere Strecke als meine 15-KM-Lieblingsrunde hätte es vermutlich auch getan.


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Krankenhauswetter

Na, da verpasse ich dann wohl nichts über das Wochenende. Seit Donnerstag früh um 2 Uhr regnet es fast ununterbrochen. Das weiß ich nicht etwa, weil ich ein Verwandter vom Kachelmann bin sondern weil die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag so ziemlich die übelste war, die ich jemals hatte.

Nach der verschobenen OP stand ich am Mittwoch für 8:20h auf dem Operationsplan. Also: wieder ab Dienstagabend nichts essen und trinken - nur ein Gläschen Wasser am Morgen.

Die Folgen: Hunger natürlich. Und Durst. Beides wurde immer schlimmer je weiter die OP nach hinten verschoben wurde. Dann kamen Migräne artige Kopfschmerzen dazu, die meine Laune auf den Tiefpunkt sinken ließen. Bis Mittag wusste ich noch nicht, wann ich an die Reihe kommen sollte. Zu viele Notfälle in den letzten beiden Tagen.

Um 13:30h wurde ich dann endlich abgeholt aber noch einmal unendlich lange in einem Gang mit ziemlich schlechter Luft abgestellt, weil wieder zwei Notfälle dazwischen kamen. Meine Kopfschmerzen verursachten mittlerweile ziemliche Übelkeit - Medikamente durfte ich vor der OP aber nicht nehmen.

Dann ging es ziemlich schnell und ehe ich mich versah, war ich nach einer Spritze in den Arm und zwei in den Hals im Land der Träume. Oder so. Gegen 18:30 soll ich wohl wieder auf dem Zimmer gewesen sein. Zeit genug noch für ein kleines überfälliges Abendessen ;-)
Die komplette Nacht habe ich dann kein Auge zutun können - vor Schmerzen. Auch die Kopfschmerzen waren mir über die Vollnarkose hinaus erhalten geblieben. Nur durch Eigenmedikamentation konnte ich die schließlich bekämpfen.

Der Donnerstag war dann noch von Schmerzen und "herumdämmern" geprägt. Nachdem wir die Dosierung erhöht hatten, konnte ich letzte Nach wenigstens ein paar Stunden schlafen.

Heute sieht die Welt schon wieder freundlicher aus. Kanülen und Schläuche sind entfernt, und ich kann auch wieder was vernünftiges anziehen.

Für Montag ich meine Entlassung geplant.


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Krankenhausessen
Ich will ja nicht meckern. Aber so wirklich satt bin ich heute nicht geworden. Bedenkt man, dass für heute die OP anstand, durfte ich seit gestern Abend nichts mehr essen und um kurz nach 7 heute früh im Krankenhaus sein. Hier dämmerte ich dann in einem Zustand zwischen verhungern und verdursten bis 13:15 h herum. Dann stand fest, dass ich heute nicht mehr an die Reihe komme. Zur Belohnung gab es dann aber noch ein Mittagessen, was ebenso wenig üppig ausfiel, wie das Abendessen von eben  ;-))

Na ja. Tut mir mal ganz gut. Morgen soll's dann soweit sein.

 

 

 

 

 

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Die Überschrift des letzten Posts hätte ich besser für diesen gebraucht. 
Nachdem Jens mich am letzten Donnerstag informierte, dass er krankheitsbedingt das 24-h-Rennen und wahrscheinlich auch die Transalp nicht fahren kann, hat es mich selbst nur Stunden später erwischt. Ich bin zuhause die Treppe runter gesegelt und unglückglich angeschlagen. Das Röntgen am Freitag Mittag ergab einen Bruch des Kapselgelenks in der linken Schulter, alle Bänder sind abgerissen. Durch den Bruch steht das Schlüsselbein nach oben. Am morgigen Dienstag soll das Ganze operativ durch eine Platte verschraubt werden., wenn der örtliche "HAGEBAU-Markt" das Teil liefern kann ;-)  In ca. 3 Monaten wird sie dann wieder entfernt.

Ich hoffe, dass ich am Freitag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werde und ab Anfang/Mitte der kommenden Woche wieder zur Arbeit gehen kann. Da fehle ich in einer denkbar ungünstigen Zeit - Softwareumstellung, die ich begleiten soll...

Die Saison ist also abgehakt, zumindest was Rad fahren, schwimmen und Triathlon angeht. Auch den angedachten Marathon im Oktober werde ich wohl nicht angehen können. Ich hoffe, dass ich in zwei Wochen wieder mit dem Training auf dem Radergometer bzw. der Rolle und dem Laufen beginnen kann. Mit dem Schwimmen wird's wohl noch etwas dauern.

Ärgerlich, aber wohl kaum zu ändern...

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